Tagesbericht

Tagesbericht vom 17.03.2009

-8.00 Uhr aufstehen

-8.35 Fahrt zum Praktikumsbetrieb

-8.55 Uhr Ankunft am Praktikumsbetrieb in Schöppingen

  1. -9.00 Uhr Vorstellung von allen mitarbeitern sowie eine Führung                                            durch den Betrieb

-9.20 Uhr Vorstellung und Einrichtung meines Arbeitsplatzes

  1. -9.50 Uhr Aufräumen der gemeinsamen Küche und des      Abstellraumes

-10.30 Uhr Putzen eines Nebenraumes

  1. -11.00 Uhr Erstellung meiner ersten eigenen Website           (http://john1993.jo.funpic.de)

-13.00 Uhr Mittagspause

-14.00 Uhr Weiterarbeiten an der Homepage

  1. -16.45 Uhr Putzen des Meetingraumes und Getränke für ein Meeting bereitstellen

-17.00 Uhr Ueberarbeitung der Homepage

-18.00 Uhr Ende des ersten Arbeitstages

Bewerbungsschreiben

John Kuenzel                                                                                Burgsteinfurt, den 15.03.09

Wächterkamp 1

48565 Steinfurt

Tel.: 02551/149141

Firma Shopware AG

Henning Adam

Hauptstrasse 36

48624 Schöppingen

Bewerbung um ein Praktikum

Sehr geehrter Herr Adam,

auf der Suche nach einem lehrreichen und anspruchsvollen Arbeitsumfeld bin ich auf ihr Unternehmen aufmerksam geworden. Darum bewerbe ich mich hiermit um ein Praktikum vom 17. März bis 03. April 2009 in der Abteilung Sales/Marketing.

Besonders bin ich an einer Tätigkeit im Bereich Websiteprogrammierung interessiert.

Es würde mich sehr freuen, wenn ich meine persönlichen Fähigkeiten in ihr Unternehmen mit einbringen und mich aktiv an Entwicklungsprozessen beteiligen könnte. Auf diese Weise erhoffe ich mir umfangreiche Erfahrungen in dem Berufsfeld machen zu können, die mich in meiner Studien- und Berufswahl noch bestärken.

Sehr gerne würde ich mich Ihnen persönlich vorstellen und freue mich, wenn Sie Zeit für ein Gespräch finden.

Mit freundlichen Grüßen,

John Kuenzel

Ghana

hmmm…

  1. Lieber ein Bauch vom Essen, als ein Buckel vom Arbeiten.
  2. Lieber einen wackeligen Stammtisch, als einen festen Arbeitsplatz.
  3. Wie kommen die „Rasen betreten verboten“ Schilder auf den Rasen?
  4. Manche lernen’s nie – einige noch später!
  5. Erfahrung ist eine nuetzliche Sache. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte…
  6. Es ist verboten toten Kojoten die Hoden zu knoten! Denn mit Knötli im Hödli ist Vögli unmögli.
  7. Duftbaum-Fahrer
  8. Alle denken immer nur an sich, nur ich denke an mich.
  9. Besser heimlich schlau, als unheimlich doof.
  10. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt, also eigentlich allen im Wege.
  11. Hauptsache es geht vorwärts, die Richtung ist mir egal.
  12. Standspur-Griller
  13. Chef-Witz-Lacher
  14. „Wir müssen alle mit unseren Enttäuschungen leben. Ich muss sogar mit meiner schlafen.“
  15. Bohnen sind weder Früchte noch musikalisch.
  16. Ich bin nicht authorisiert Lehrervertretungen zu entlassen.
  17. Ich soll nicht die Kletterstange einfetten.
  18. Chuck Norris war mal in eine Messerstecherei verwickelt. Das Messer hat verloren.

Green Day

Green Day [gɹiːn deɪ] ist eine US-amerikanische Punk-Rock-Band, mit der Anfang der 1990er das Punk-Revival begann. Die Band wurde 1987 von Billie Joe Armstrong und Mike Dirnt (Michael Ryan Pritchard) zusammen mit dem Schlagzeuger John Kiffmeyer alias Al Sobrante als The Sweet Children gegründet. Anfang der 1990er ersetzte Tré Cool (Frank Edwin Wright III.) John Kiffmeyer als Drummer. Die beiden bekanntesten und erfolgreichsten Alben sind das 1994 erschienene Dookie, das mehr als 10 Millionen mal verkauft wurde und American Idiot.

Werdegang

1987 gründen der erst 15-jährige Billie Joe Armstrong (Vocals und Gitarre) und sein Schulfreund Michael Ryan Pritchard alias Mike Dirnt (Bass) mit John Kiffmeyer alias Al Sobrante (Schlagzeug), aus Berkeley in Kalifornien, die Punk-Band The Sweet Children, welche 1989 vor dem Erscheinen des ersten Albums in „Green Day“ umbenannt wurde. 1988 spielt die Band ein Konzert zusammen mit The Lookouts, der Band von Larry Livermore. Dieser ist von der Band begeistert und will mit der Band ein Platte für sein Label Lookout! Records aufnehmen. 1989 erscheint auf Lookout! Records die EP 1000 hours. 1990 folgen das Album 39/Smooth und die EP Slappy. Diese werden später zusammengefasst als eine Platte unter dem Namen 1,039/Smoothed Out Slappy Hours vertrieben.

John Kiffmeyer verlässt die Band 1990, um sich dem College und seiner Tochter zu widmen, sein Nachfolger wird Frank Edwin Wright III., der bereits Schlagzeuger bei oben genannten The Lookouts war.

1992 veröffentlicht Green Day ihr zweites Album Kerplunk!, auf dem sich als Bonus auch vier Songs (noch mit John Kiffmeyer aufgenommen) aus der The Sweet Children-Ära befinden. In dem Song Dominated Love Slave, der von Tré Cool geschrieben wurde, spielt Tré Cool Gitarre und Billie Joe Armstrong Schlagzeug.

Aufgrund dieses Erfolges wird das Major-Label Warner auf sie aufmerksam und sie werden beim Sublabel Reprise Records unter Vertrag genommen. 1994 erscheint ihr drittes Album Dookie. Es trägt entscheidend dazu bei, das Punk-Revival einzuläuten und in den Mainstream zu bugsieren. Das Album hat weltweit großen Erfolg, verkauft sich weltweit über elf Millionen mal und erreichte Diamant-Status. Die ausgekoppelten Singles Basket Case und When I come Around werden zu den Liedern des Neopunks. Weitere Singles sind Welcome to Paradise, Longview und She. Das Video zu Longview wurde in der alten Wohnung von Mike und Billie gedreht und kostete nur $300. Der Song Longview sollte ursprünglich Same Old Shit Again (I’m Wasted) heißen. Im selben Jahr tritt die Band auch auf dem Festival Woodstock II auf.Das 1995 erscheinende Nachfolgealbum Insomniac verkauft sich auf Grund der Bekanntheit der Band recht gut, kann jedoch nicht an den Erfolg von Dookie anknüpfen, vor allem da es keinen Hit wie Basket Case zuvor enthält. Single-Auskopplungen sind Stuck With Me, Geek Stink Breath, Brain Stew /Jaded und Walking Contradiction. Das Video zu Walking Contradiction kostete rund $300.000.

Ihr fünftes Album nimrod., das 1997 erscheint, erreicht ebenfalls Doppel-Platin-Status. Das Album ist stilistisch vielfältig und beinhaltet mit Akustikgitarre gespielte Songs. Es wurden die Singles Redundant, Hitchin’ a Ride, Nice Guys Finish Last und Good Riddance (Time of Your Life) ausgekoppelt. Good Riddance (Time of Your Life), eine Gitarren-Ballade, wird auch heute noch auf Hochzeiten in Amerika gespielt und wurde bei der letzten Folge von ‘Seinfeld’ gespielt.

2000 erscheint Warning:. Mit diesem Album kommt es zum Stilwechsel der Band. Sie wenden sich ab vom Punk und hin zum Songwriter- und Rock-Bereich. Single-Auskopplungen sind Minority, Warning, Waiting und Macy’s Day Parade. Nach Warning: kommt es zu einem großen Bruch bei Green Day, da keiner mehr mit dem anderen zufrieden ist und Billie sogar daran dachte, solo weiterzumachen.

Nach einem Best-Of-Album (International Superhits, 2001) und einer B-Seiten-Compilation (Shenanigans, 2002) melden sich Green Day 2004 mit dem Album American Idiot, nachdem sich Billie die Angst von der Seele schrieb, zurück. American Idiot ist eine Rockoper (ähnlich wie The Whos Quadrophenia). Single-Auskopplungen sind American Idiot, Holiday, Boulevard of Broken Dreams, Wake me up when September ends und Jesus of Suburbia.

Green Day wurden bei den MTV Video Music Awards 2005 in acht Kategorien nominiert und räumten letztendlich sieben der begehrten Trophäen ab, unter anderem den Award für das Video des Jahres, das beste Video männlicher Musikstars und das beste Rockvideo. Am 5. Februar 2005 performten Green Day bei den MTV Europe Music Awards 2005, wo sie auch gleich zwei Awards für das beste Album und für die beste Rockband bekamen.

In zwei Kategorien wählten die Leser von Kerrang! und Kerrang.com Green Day zu den Ungeschlagenen: Sie dürfen sich von nun an Best Live Band und Best Band On The Planet nennen.

Green Day veröffentlichen ihre zweite DVD nach „International Supervideos“. Die DVD heißt:„Bullet in a Bible“. Die DVD zeigt das größte Konzert das Green Day je spielten. Es fand an zwei aufeinander folgenden Tagen in England, Milton Keynes vor insgesamt 130.000 Zuschauern statt. Die DVD zeigt des Weiteren Einblicke ins Tourleben sowie einige Interview-Parts. Das komplette Live-Material ist zusätzlich nochmal als Audio-CD beigelegt.

Außerdem erschien Ende 2005 die DVD „American Idiot – The Ultimate Critical Review“. Auf dieser DVD findet sich noch einmal das „Wie und Warum“ von dem Album American Idiot und noch ein paar Live Szenen sowie eine Bildergalerie. Zur Zeit nimmt sich die Band eine Auszeit und arbeitet an einem neuen Album.

2006 nahmen sie den Song The Saints are coming gemeinsam mit U2 auf; 2007 haben sie das von Hans Zimmer komponierte Thema der Musik zu „Die Simpsons – Der Film“ interpretiert.

Seit Dezember 2007 treten die Mitglieder der Band mit ihrem Side-Project Foxboro Hot Tubs in Erscheinung.

Das neue Album wird am 21. Mai 2009 veröffentlicht und trägt den Namen 21st Century Breakdown. Es wird 16 Songs beinhalten, die in drei Akte aufgeteilt werden: Akt 1: Heroes and Cons, Akt 2: Charlatans and Saints und Akt 3: Horseshoes and Handgrenades.

Wissenswertes

* Der Name Green Day leitet sich von einem kalifornischen Slangbegriff für einen Tag (Day) voller Langeweile ab, der mit dem Rauchen von Gras (Green) totzuschlagen versucht wird. Als Bandname soll der Begriff Green Day verwendet worden sein, nachdem Ernie von der Sesamstraße ihn verwendete, was die Drei so lustig fanden, dass dies sich zu einem Insiderwitz entwickelte. Später benutzten sie ihn dann als Bandnamen, weshalb aus The Sweet Children schließlich Green Day wurde.
* Green Day ist eine sehr beliebte Live-Band (wofür sie einen MTV Music Award bekamen), da Frontmann Billie Joe stets das Publikum während der Songs aktiv in die Musik mit einbindet. So animiert er beispielsweise das Publikum immer wieder, rhythmisch zu applaudieren oder zu rufen.
* Zum Cover-Song Knowledge (Original von Operation Ivy) wählt er stets einen Zuschauer aus, der diesen Song auf der Bühne mit der E-Gitarre spielen darf. Ihre Konzerte sind nicht zuletzt dadurch stets ausverkauft.
* Ihr aktuelles Album American Idiot wurde in der ersten Woche 1,5 Millionen Mal verkauft. Die erste Single American Idiot war gewissermaßen der Trailer für das gleichnamige Album. Als nächstes erschien am 10. Dezember 2004 ihr Video Boulevard Of Broken Dreams, welches auf einem Flughafen in Los Angeles gedreht wurde. Am 20. Januar 2005 kam die dazugehörige Single auf den Markt.
* Green Day waren für sechs Grammys 2005 nominiert. Sie gewannen allerdings „nur“ einen für das „Beste Rockalbum“.
* Nach Holiday war Wake me up when September ends, zu dem ein sehr episches Video gedreht wurde, die vierte Auskopplung aus dem Album American Idiot. In diesem Video kann man Jason White sehen (seit der Warning: Tour 2000 Mitglied der Live-Crew), der damit als erster Musiker außerhalb des Trios in einem Green-Day-Video mitspielt, sowie die US-amerikanische Schauspielerin Evan Rachel Wood und der Brite Jamie Bell (Billy Elliot – I Will Dance).
* Eine Verfilmung des Albums American Idiot ist in Planung.
* Einige der Charaktere im Animationsfilm Live Freaky! Die Freaky! wurden von Billie Joe, Mike Dirnt und Tré Cool gesprochen.[2]
* Für „Live Freaky Die Freaky“ hat Billie-Joe extra die Solosingle „Mechanical Man“ aufgenommen.
* Green Day traten als Gaststars in „Die Simpsons – Der Film“ auf. Die Titelmelodie der Simpsons so wie einige ihrer Songs wurde für den Soundtrack von ihnen neu interpretiert.

DVDs

* 2001: International Supervideos!
* 2003: Riding in Vans with Boys
* 2005: Bullet in a Bible

Auszeichnungen

* Amadeus Austrian Music Award
o 2006 Album des Jahres international (American Idiot)

* Bravo Otto
o 1995 Band Rock in Bronze
o 2005 Band Rock in Silber

* Brit Awards
o 2006 International Album (American Idiot) und International Gruppe

* ECHO
o 2005 Gruppe International

* Grammy Awards
o 1995 Bestes Alternative-Album (Dookie)
o 2005 Bestes Rock-Album (American Idiot)
o 2006 Single des Jahres (Boulevard Of Broken Dreams)

* MTV Australia Video Music Awards
o 2005 Beste Gruppe und Bestes Rockvideo (American Idiot)
o 2006 Beste Gruppe

* MTV Europe Music Awards
o 2005 Bester Rock-Künstler und Bestes Album (American Idiot)

* MTV Video Music Awards
o 2005 Best Group Video, Best Rock Video, Best Direction In A Video, Best Editing In A Video und Best Cinematography In A Video (alle für Boulevard Of Broken Dreams), sowie Viewer’s Choice (American Idiot)

Literatur

* Marc Spitz: Green Day – Nobody Likes You. Die autorisierte Biografie. Rockbuch Verlag Buhmann & Haeseler 2006, ISBN 3-927638-37-4
* Alex Hanaford: Green Day . Schwarzkopf & Schwarzkopf; 1. Auflage (März 2006), ISBN 3-896-02713-1
* Ben Myers: Green Day. Die Triografie. Hannibal; 1. Auflage (März 2006), ISBN 3-854-45265-9

Quelle: www.wikipedia.de


Hier finden sie den Link zur Offiziellen Homepage von Green Day.

Hier finden sie Bilder von Green Day.

Niederlande

Die Niederlande (Niederländisch: Nederland) sind eine parlamentarische Monarchie und Teil des Königreichs der Niederlande. Das im nördlichen Westeuropa liegende Land wird durch die Nordsee im Norden und Westen, Belgien im Süden und Deutschland im Osten begrenzt. Zusammen mit Belgien und Luxemburg bilden die Niederlande die Beneluxstaaten.

Landesname

Der offizielle und auch in der Umgangssprache übliche niederländische Name des Landes lautet Nederland (Singular), während im Standarddeutschen der Landesname Niederlande (Plural) heißt und umgangssprachlich zumeist als Holland benannt wird. Der Name Holland bezieht sich eigentlich nur auf den nordwestlichen Teil des Landes, auf die frühere Provinz Holland als bedeutendste Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist diese Provinz aufgeteilt in die zwei Provinzen Nordholland (Hauptstadt Haarlem) und Südholland (Hauptstadt Den Haag). Im Niederländischen verwendet man den Ausdruck Holland in erster Linie für diese zwei Provinzen. Ansonsten ist Holland eher eine ironische Selbstbezeichnung. Auch beim Fußball lautet die Selbstbezeichnung Holland, zum Beispiel im Schlachtenruf Hup, Holland, hup!.

Außerhalb der Niederlande werden die Niederländer zumeist als „Holländer“ bezeichnet und auch die niederländische Tourismusindustrie und sonstige Wirtschaft vermarkten das Land durchweg als Holland (sowohl im Englischen als auch im Standarddeutschen). Niederländer, die nicht aus der Region Holland stammen, hegen meist eine gewisse Abneigung gegenüber der Bezeichnung Holland für die Niederlande und Holländer für den Niederländer, da die tonangebende Region Holland in den übrigen niederländischen Landesteilen bei vielen Nicht-Holländern unbeliebt ist.

Der Landesname „Niederlande“ (im Plural) ergibt sich aus der Geschichte. Die Niederlande waren lange Zeit ein Teil des Herrschaftsgebietes des Fürstenhauses Habsburg, das sowohl am Ober- als auch am Niederrhein Herrschaftsgebiete besaß. Erstere nannten sie „die oberen Rheinlande“ (Sundgau, Breisgau, Vorderösterreich), Letztere „die niederen Rheinlande“ (Holland, Flandern, Seeland usw.). Im Laufe der Zeit entfiel die Flussbezeichnung, insbesondere auch deshalb, weil die Habsburger ihre oberrheinischen Gebiete verloren und so blieb lediglich die Bezeichnung „Niederlande”, während es seitdem sprachlich keine Oberlande (mehr) gibt.

Im Niederländischen sagt man zu den historischen Regionen auch de Lage Landen, also die tief oder niedrig liegenden Länder, da es in den Niederlanden kein Gebirge und nur wenige Erhöhungen gibt. Die nordniederländischen Provinzen der Utrechter Union (Holland, Zeeland, Utrecht, Gelderland, Overijssel, Groningen und Friesland) erklärten sich am 26. Juli 1581 unabhängig vom Landesherren Philipp II. von Spanien. In den Verträgen des Westfälischen Friedens 1648 wurde die Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich proklamiert, das Gebiet entsprach in etwa den späteren Niederlanden. Der südliche Teil des Gebietes, inklusive Flandern, verblieb hingegen beim Reich; später entstand daraus der Staat Belgien. Man sprach dann von den nördlichen und den südlichen Niederlanden.

Der Wiener Kongress vereinigte Norden und Süden als unabhängigen Staat Koninkrijk der Nederlanden noch einmal für kurze Zeit. Jedoch schon 1830 erklärten sich die südlichen Niederlande unter der Bezeichnung Belgien für unabhängig. (Belgica ist der Name einer alten römischen Provinz, und in der Renaissance wurde der Ausdruck als lateinischer Name der Niederlande verwendet, auch für den Norden.)

Die englische Bezeichnung „Dutch” ist aus mittelniederländischen Formen wie duutsc entstanden. Die mittelniederländischen Formen duutsc und dietsc bezeichneten die im Volk gesprochenen westgermanischen Mundarten und dienten der Abgrenzung dieser Mundarten gegenüber dem Lateinischen – der Sprache von Verwaltung, Wissenschaft und Kirche. Die Formen Dutch und duutsc entsprechen dem standarddeutschen Wort deutsch, siehe auch Deutsch (Etymologie) und Niederländisch (Name).

Batavia ist ein früherer lat. Name für die heutigen Niederlande und bezieht sich auf den beim Rheindelta siedelnden germanischen Stamm der Bataver. Die Niederländer nannten die heutige Hauptstadt Indonesiens, Djakarta, während ihrer Kolonialzeit zuerst ebenfalls Batavia.

Geographie

Ungefähr die Hälfte des Landes liegt weniger als einen Meter über, rund ein Viertel des Landes unterhalb des Meeresspiegels (gemessen bei Amsterdam). Die flachen Gebiete werden in der Regel durch Deiche vor Sturmfluten geschützt, die insgesamt eine Länge von ca. 3.000 km haben. Der höchste Punkt des Festlandes, der Vaalserberg im äußersten Süden im Dreiländereck zu Deutschland und Belgien, befindet sich 322,50 m über dem Amsterdamer Pegel. Der höchste Berg des Königreichs ist mit 877 m der Mount Scenery auf der karibischen Insel Saba, der kleinsten bewohnten Insel der Niederländischen Antillen.

Teile der Niederlande, wie z. B. fast die gesamte Provinz Flevoland, wurden durch Landgewinnung dem Meer abgewonnen. Sie werden als Polder (seltener auch als Koog) bezeichnet. Ungefähr ein Fünftel der Landesfläche ist mit Wasser bedeckt, wovon das IJsselmeer den größten Teil ausmacht, eine ehemalige Nordsee-Bucht namens Zuiderzee, die 1932 durch einen 29 km langen Abschlussdeich eingepoldert wurde.

Die wichtigsten Flüsse der Niederlande (de grote rivieren – die großen Flüsse) sind Rhein, Maas und Schelde und finden sich wieder im mehr oder weniger zusammenhängenden Rhein-Maas-Delta, der größten und zentralen Landschaft des Staates. Der Rheinstrom verzweigt sich erstmals in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Der Name „Rhein“ geht im Delta bemerkenswerterweise auf weniger wichtige Deltaarme über. Der Hauptstrom des Rheinsystems heißt im Delta anfangs Waal, später Merwede, dann Noord, schließlich Neue Maas (!). Weitere große Deltaströme sind Nederrijn, Lek und Issel. Die Maas mündete früher bei Gorinchem in die Waal, seit 1904 ist sie jedoch aufgrund künstlicher Verlegung der Maasmündung mit dem Rheinsystem eigentlich nicht mehr verbunden und fließt über Bergse Maas und Amer in die ehemalige Meeresbucht Hollands Diep („Holländische Tiefe“). Von der Schelde liegt lediglich ihr Mündungsbereich nördlich des belgischen Antwerpens in den Niederlanden.

Die Hauptwindrichtung ist Südwest, daraus resultiert ein gemäßigtes maritimes Klima mit kühlen Sommern und milden Wintern. Besonders im Westen des Landes, an der Nordseeküste, ist das Klima stärker atlantisch geprägt (milde Winter, kühle Sommer). Nach Osten hin nimmt der atlantische Einfluss leicht ab, sodass man in der Nähe der deutschen Grenze schon eher von subatlantischem Klima sprechen kann mit etwas kälteren Wintern (mild bis mäßig-kalt) und leicht wärmeren Sommern.

Siehe auch: Geologie der Niederlande und Flanderns

Bevölkerung

Die Niederlande gehören mit etwa 484 Einwohnern pro Quadratkilometer Landfläche zu den am dichtesten besiedelten Flächenstaaten der Welt (zum Vergleich: Weltweiter Durchschnitt 48, Irland 60, Deutschland 231, Nordrhein-Westfalen 528, Namibia 2,4). Im Januar 2009 hatten die Niederlande 16.493.156 Einwohner  ,davon wohnte ungefähr die Hälfte in der Randstad, dem dicht besiedelten Westen des Landes.

Die Amtssprache im gesamten Staat ist die Niederländische Sprache (Standardniederländisch), die aus niederfränkischen Mundarten in den Niederlanden (niederländische Dialekte) entstanden ist. In der Provinz Friesland ist zusätzlich das eng verwandte Friesisch Verwaltungssprache.

In der südwestlichen Hälfte des Landes werden niederfränkische Mundarten gesprochen. Die Ortsdialekte des Südostens gehören zum Ripuarischen und im Nordosten zum Niedersächsischen. Niederfränkische, ripuarische und niedersächsische Mundarten werden im Dialektkontinuum staatsübergreifend auch in Deutschland gesprochen, niederfränkische und ripuarische Dialekte auch in Belgien.

In den überseeischen Reichsteilen (in der Karibik) ist Niederländisch Amtssprache, neben entweder Papiamento oder Englisch. Eine Tochtersprache des Niederländischen ist Afrikaans in Südafrika.

Die Niederländer sind statistisch das längste Volk der Welt, mit im Durchschnitt 1,83 m (Männer) und 1,72 m (Frauen). Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug im Jahr 2005 77 Jahre für Männer und 82 Jahre für Frauen.

In den Niederlanden leben zwischen 5.000 und 10.000 Sinti und Roma. sowie ca. 30.000 sogenannte woonwagenbewoners. Sie werden abschätzig auch kampers genannt, bevorzugen selbst die Bezeichnung reizigers. Sie leben ortsfest auf Standplätzen in stationären Caravans. Viele üben ambulante Erwerbstätigkeiten aus. Ganz überwiegend gehen sie auf verarmte niederländische Bauern, Landarbeiter und Torfstecher des 18. und 19. Jahrhunderts zurück. Ihre Zahl ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Zusammenhang von Arbeitsmigration und Wohnkosten durch Zuzug aus der Mehrheitsbevölkerung erheblich angewachsen. Die gruppeninterne Sprache Bargoens ist eine niederländisch basierte Sondersprache, deutschem Rotwelsch oder Jenisch vergleichbar.

In die Niederlande sind Menschen aus der ganzen Welt eingewandert. Abgesehen von vielen Zugezogenen aus den Nachbarstaaten (u.a. aus Deutschland, Belgien und England) leben heute viele Menschen aus anderen Erdteilen hier, wie u.a. aus Marokko und der Türkei, aus den ehemaligen Kronkolonien Indonesien, Surinam und aus der Karibik.

Religion

Den Mitgliederzahlen (siehe Geloven in het publieke domein WRR [9]) der Kirchen zufolge ist die wichtigste Religion das Christentum: mit Katholizismus (27,0 %) und Protestantismus (16,6 %). Insgesamt sind etwa 44 % der Niederländer Mitglied einer christlichen Kirche. Etwa 5,7 % der Bevölkerung gehören dem Islam an, ca. 1,3 % sind Hindus und ebenfalls ca. 1 % sind Buddhisten. 48,4 % oder etwa die Hälfte der Niederländer fühlen sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig (Stand: 31. Dezember 2005).

Im Jahr 2006 haben die zwei größten Kirchen (wie auch in Deutschland) wieder Mitglieder verloren und haben laut letzten eigenen Angaben (KASKI Daten) die folgenden Mitgliederzahlen:

1. Römisch-katholische Kirche: 4,35 Millionen Mitglieder, 26,6 % der Bevölkerung
2. Protestantische Kirche (Protestantse Kerk in Nederland, PKN): 1,84 Millionen Mitglieder, 11,1 % der Bevölkerung

Andere christliche Kirchen sind deutlich kleiner. Sie haben jeweils weniger Mitglieder als ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Zu diesen gehören verschiedene reformierte Freikirchen als auch Baptisten und Mennoniten (Taufgesinnte). In der Reformationszeit waren die Niederlande eines der Zentren der Täuferbewegung (siehe Menno Simons). Andere religiöse Minderheiten sind Moslems, Juden, Hindus (vor allem aus Suriname) und Buddhisten.

Laut Niederländischem Zentralamt für Statistik ist die Anzahl der Katholiken und Protestanten, die auf einer Umfrage (etwas weniger als 10.000 Personen) basiert, jeweils höher:

* 29 % Katholizismus
* 21 % Protestantismus (reformiert, altreformiert und lutherisch)
* 9 % sonstige Religionen (5,8 % Islam, 0,6 % Hinduismus, ferner Buddhismus, Judentum, Freikirchen und weitere christliche Kirchen)
* 42 % Konfessionslose

Der Norden und der Westen des Landes sind traditionell protestantisch, während im Süden und Osten die Katholiken die Bevölkerungsmehrheit stellen. In der Mitte des Landes gibt es einen sogenannten Bijbelbelt („Bibelgürtel“) mit erhöhtem Anteil strenger Calvinisten. Noch immer stellen Katholiken die Mehrheit der Bevölkerung in den Gebieten südlich dieses Bibelgürtels dar (> 75 % in Limburg). Nördlich und westlich dieses Bibelgürtels sind die Konfessionslosen deutlich in der Mehrheit.

Eine Kirchensteuer wird in den Niederlanden nicht erhoben.

Verkehrswesen

Die Niederlande besitzt ein gut ausgebautes Straßennetz mit einer totalen Länge von 116.500 Kilometer.

Das Schienennetz hat eine totale Länge von 2808 Kilometer und ist das am dichtesten befahrene Schienennetz Europas. Das wichtigste Verkehrsunternehmen ist die niederländische Eisenbahngesellschaft Nederlandse Spoorwegen, kurz NS. Vom gesamten Transport der Niederlande werden 44% per Straße und 30,5% per Schiene verfrachtet.

Siehe auch: Liste niederländischer Bahnstrecken

Die Flüsse Rhein, Maas und Schelde, welche aus dem europäischen Ausland durch die Niederlande in die Nordsee fließen, machen die Niederlande zu einem Knotenpunkt der europäischen Schifffahrt.

Der Hafen von Rotterdam war jahrzehntelang der größte Hafen der Welt. Diese Position verlor er jedoch im Jahre 2004 an den Hafen von Shanghai. Der Rotterdamer Hafen bleibt jedoch weiterhin der größte Hafen Europas. Weitere wichtige Hafenstädte innerhalb der Niederlanden sind Amsterdam, Eemshaven, Vlissingen/Terneuzen.

Die Niederlande hat zwei wichtige, internationale Flughäfen. Dies sind Schiphol und der Flughafen von Rotterdam. Schiphol ist jedoch der größte Flughafen in den Niederlanden und spielt auch eine große, wichtige, internationale Rolle. Er zählt zu den wichtigsten Flughäfen in Europa und ist, was die Anzahl der Passagiere betrifft, auf Rang 13 der größten Flughäfen weltweit.

Alle Straßenbahnen in den Niederlanden, etwa in Den Haag oder Rotterdam, verwenden die Normalspur. Städtische Busse dürfen offiziell den Gleiskörper mit straßenähnlichem Belag mitbenutzen, um nicht im Verkehr steckenzubleiben.

Die Niederländer benutzen meistens die Brücken vom Typ Holländerbrücke mit ihrem hoch aufgehängten Gegengewicht. Aber auch einige Schubbrücken, Drehbrücken und Hebebrücken sind noch aktiv und bei Kanal- und Gracht-Querungen im Einsatz.

In den Niederlanden ist das Fahrrad (fiets) weit verbreitet. Den Radlern stehen oft eigene Verkehrsstreifen oder ein gesondertes Radwegenetz zur Verfügung.

Mittelalter

Nach der Aufteilung des Frankenreiches gehörten die niederen Lande zum ostfränkischen Königreich (Regnum Teutonicae) und danach zum Heiligen Römischen Reich. Unter Kaiser Karl V., der zugleich spanischer König war, war das Land in siebzehn Provinzen aufgeteilt und umfasste auch Belgien (mit Ausnahme des Fürstbistums Lüttich) und Teile Nordfrankreichs und Westdeutschlands. Am 15./16. Juli 1572 kamen Repräsentanten der meisten Städte der Grafschaft Holland in Dordrecht (im Gebäude „Het Hof“) zusammen und beschlossen ihre Unabhängigkeit von Spanien. Sie machten Wilhelm von Oranien zu ihrem Führer. Neueren historischen Forschungen zufolge gilt diese Dordrechter Ständeversammlung als eine wesentliche Keimzelle von verfassungstextlich und politisch wirksamen Grundrechten in der Neuzeit.

Nach der Utrechter Union vom 23. Januar 1579, der endgültigen Unabhängigkeitserklärung vom 26. Juli 1581 und dem Achtzigjährigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle Unabhängigkeit von Spanien im Frieden von Münster als Teil des Westfälischen Friedens am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen Deutschen Reich führte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande.

Republik der Sieben Vereinigten Niederlande

In der Folge wuchsen die Niederlande oder die so genannten niederen deutschen Lande („de nederen duitse landen”) als Republik der Vereinigten Niederlande, zu einer der größten See- und Wirtschaftsmächte des 17. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wurden Kolonien und Handelsposten auf der ganzen Welt errichtet.

Bekannt ist die Gründung von Neu Amsterdam (Nieuw Amsterdam), welches später in New York umbenannt wurde. In Asien schufen die Niederländer ihr Kolonialreich Niederländisch-Indien (‘Nederlands-Indië’), das heutige Indonesien, welches im Dezember 1949 unabhängig wurde. Auch im nordöstlichen Südamerika (Suriname) und der Karibik entstanden die niederländischen Kolonien Aruba, Bonaire, Curaçao, Saba, Sint Eustatius und Sint Maarten; diese Inseln, Aruba und die Niederländischen Antillen (die fünf übrigen Inseln), sind heute autonomer Teil der niederländischen Monarchie (Königreich). Deswegen besteht das Königreich der Niederlande („Koninkrijk der Nederlanden“) offiziell aus drei Teilen: der Niederlande, Aruba und den Niederländischen Antillen.

Napoleonische Zeit und 19. Jahrhundert

1795 wurde mit französischer Unterstützung die Batavische Republik gegründet (benannt nach dem germanischen Stamm der Bataver, der das Gebiet zwischen Rhein und Maas zuerst besiedelt hatte); 1806 machte der französische Kaiser Napoleon I. daraus das Königreich Holland. König wurde Louis-Napoléon Bonaparte, ein Bruder des Kaisers.

Kaiser Napoléon war nicht zufrieden damit, wie sein Bruder das neue Königreich verwaltete. Im Juli 1810 löste er deshalb das Königreich Holland auf. Die Niederlande wurden Frankreich einverleibt.

Die Niederlande erlangten ihre Unabhängigkeit zurück im Jahre 1813. Wilhelm I. aus dem Haus Oranien-Nassau wurde souveräner Fürst der Niederlande; 1815 wurde er König. Der Wiener Kongress fügte 1815 die südlichen Niederlande, das heutige Belgien, an das Königreich hinzu. Man beabsichtigte damit, dass Frankreich in Zukunft im Norden von einem starken Staat begrenzt werde. Die damals verabschiedete Verfassung der Niederlande gilt heute noch, wenn auch mit zahlreichen Änderungen. Die wichtigste, von 1848, führte die Ministerverantwortlichkeit ein und ebnete damit den Weg zum parlamentarischen System.

Der Wiener Kongress erhob außerdem das Herzogtum Luxemburg zum Großherzogtum Luxemburg und sprach Luxemburg Wilhelm I. persönlich zu, als Entschädigung für den Verlust seiner Gebiete in Deutschland (Nassau-Dillenburg, Siegen, Hadamar und Diez). Die südlichen Niederlande erlangten nach der belgischen Revolution von 1830 ihre Unabhängigkeit, die allerdings erst 1839 von Wilhelm I. anerkannt wurde.

Der niederländische König war seit 1815 auch Großherzog von Luxemburg, wo die Lex Salica kein weibliches Staatsoberhaupt zuließ. Als Wilhelm III. bei seinem Tod 1890 nur eine Tochter (Königin Wilhelmina) hinterließ – seine Söhne waren verstorben – ging der Luxemburger Thron auf eine andere Erbfolgelinie im Haus Nassau über und Wilhelms Vetter Adolf von Nassau übernahm dort die Regierung.

20. Jahrhundert

Die Niederlande blieben im Ersten Weltkrieg offiziell neutral und konnten sich auch aus dem Krieg heraushalten. Sie hielten ihre Truppen aber dennoch bis zum Kriegsende mobilisiert und hatten überdies mit einer großen Flüchtlingswelle aus dem von Deutschland besetzten Belgien zu tun. Nach dem Ersten Weltkrieg gewährten die Niederlande dem bisherigen Deutschen Kaiser Wilhelm II. Exil.

Auch im Zweiten Weltkrieg versuchte die niederländische Regierung zunächst, sich neutral zu verhalten. Hitler jedoch befahl die Okkupation der Niederlande, um so Frankreich unter Umgehung der „Maginot-Linie“ von Norden her einnehmen zu können. Nach dreitägigem Kampf zwangen die deutschen Truppen am Abend des 14. Mai 1940 die Niederlande zur Aufgabe. Ausschlaggebend war hierfür das Bombardement von Rotterdam, welches zunächst noch verhindert werden sollte, da aber die Flugzeuge nicht mehr rechtzeitig zurückgerufen werden konnten, fand das Bombardement doch statt, wurde aber dann abgebrochen. Die königliche Familie war zu diesem Zeitpunkt schon nach England geflohen. Das Land wurde von da an von der Wehrmacht besetzt gehalten. Die Nationaal-Socialistische Beweging (NSB) unter Anton Adriaan Mussert arbeitete mit den deutschen Besatzungstruppen zusammen, erlangte aber keinen relevanten Einfluss in der Bevölkerung oder im Besatzungsapparat. Jedoch stellten die Niederlande mit 60.000 Freiwilligen ein bedeutendes Kontingent an ausländischen Freiwilligen in der Waffen-SS. Nach der Invasion kam es zur Judenverfolgung durch die deutschen Besatzer. Der Februarstreik 1941 gegen die Deportationen wurde blutig niedergeschlagen. Von den zu Beginn des Krieges 160.000 jüdischen Niederländern und 20.000 jüdischen Flüchtlingen lebten am Ende des Krieges nur noch etwa 30.000. Symbol für die Judenverfolgung ist der Fall der Anne Frank. Der Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau fielen auch Roma und Sinti („Manoesje“) aus den Niederlanden zum Opfer.

Am 11. Januar 1942 begann die japanische Invasion von Niederländisch-Indien. Die Niederländer kapitulierten am 1. März 1942. Der südliche Teil der Niederlande wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 von den vorrückenden Alliierten befreit; der Norden des Landes erst durch das Kriegsende. Sofort nach der japanischen Kapitulation riefen die indonesischen Nationalisten am 17. August 1945 die Unabhängigkeit aus. Erst nach militärischen Auseinandersetzungen, „Polizeiaktionen“ genannt, wurde Indonesien am 27. Dezember 1949 formal in die Unabhängigkeit entlassen. Bei den Niederlanden verblieb bis 1962 der Westteil der Insel Neu-Guinea.

Von 1949 bis 1963 waren westdeutsche Gemeinden aus dem Landkreis Geilenkirchen-Heinsberg (Selfkant) und die Gemeinde Elten (bei Emmerich) unter niederländische Verwaltung gestellt. Bestrebungen der Niederländischen Regierung, Teile Niedersachsens sowie des westlichen Münster- und Rheinlandes an die Niederlande anzugliedern (Bakker-Schut-Plan), hatten sich nicht durchsetzen können. 1952 gründeten die Niederlande mit Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien und Luxemburg die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (und damit die spätere Europäische Union). Sie waren ebenfalls Mitbegründer der NATO.

Im Februar 1953 verheerte eine Sturmflut den Südwesten der Niederlande und forderte 1853 Tote. Die Niederlande waren Gründungsmitglied der Benelux-Wirtschaftsunion (seit 1944 geplant, am 3. Februar 1958 festgelegt und am 1. November 1960 in Kraft getreten). 1980 folgte Königin Beatrix Königin Juliana nach, die im Alter von 71 Jahren abdankte.Die Morde am Politiker Pim Fortuyn am 6. Mai 2002 und an dem Filmregisseur Theo van Gogh am 2. November 2004 erschütterten die niederländische Öffentlichkeit und führten zu heftigen Debatten über das Selbstverständnis der niederländischen Gesellschaft. Nach dem Mord an Theo van Gogh kam es in den Niederlanden auch zu Brandanschlägen auf islamische und christliche Einrichtungen.

Seit 2002 ist in den Niederlanden die Schließung von gleichgeschlechtlichen Ehen möglich. Damit waren die Niederlande der weltweit erste Staat, der über den Status der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ zur Schaffung eines rechtlichen Rahmens für homosexuelle Beziehungen hinaus kam.

Die Niederländer wiesen am 1. Juni 2005 mit einer großen Mehrheit von 61,6 % den Vertrag über eine Verfassung für Europa zurück.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Niederlande

Die Niederlande sind eine parlamentarische Monarchie. Das Staatsoberhaupt ist der Verfassung zufolge die Königin, zur Zeit Königin Beatrix. Sie ernennt offiziell den Ministerpräsidenten und die Minister, zusammen formen sie die Regierung.

Das Parlament, die Generalstaaten (Staten-Generaal), besteht aus zwei Kammern. Die erste wird von Abgesandten der Provinzparlamente gebildet, die zweite wird nach Listen von den niederländischen Bürgerinnen und Bürgern gewählt. Damit ist die Zweite Kammer (Tweede Kamer) die wichtigere; sie entspricht dem deutschen Bundestag oder dem Nationalrat in Österreich und der Schweiz. Formell hat das Parlament nicht über die Zusammensetzung der Regierung zu bestimmen, tatsächlich aber ernennt die Königin die Minister nach Konsultierung der Fraktionen.

In der Zweiten Kammer mit 150 Sitzen sind seit 2006 zehn Parteien vertreten. Bislang waren aber nur relativ wenige Parteien in der Regierung vertreten. Von den großen drei Parteien, christdemokratische CDA, sozialdemokratische PvdA und rechtsliberale VVD, sind meist zwei in der Regierung, manchmal zusammen mit einer kleinen dritten Partei. Im linkspolitischen Spektrum wird in jüngerer Zeit die SP stärker, im rechtspolitischen hat die Partij voor de Vrijheid (PVV) das Wählerpotential des 2002 ermordeten Pim Fortuyn aufgefangen.

Polizei

Hauptartikel: Niederländische Polizei

Das Land ist seit 1994 in 25 Polizeiregionen (politieregio’s) eingeteilt, die je über ein Regionalkorps (regiokorps) verfügen. Daneben gibt es ein Landespolizeikorps (Korps Landelijke Politie Diensten – KLPD), bei der diverse Stellen angesiedelt sind wie Wasserschutz-, Bahn- und Autobahnpolizei, Interpol-Verbindungsbüro, berittene Polizei und ein Sicherheitsdienst für Regierungseinrichtungen und Botschaften. In den Niederlanden sind etwa 55.000 zivile Polizeibeamte im Dienst.

Die niederländische Gendarmerie namens Koninklijke Marechaussee mit ungefähr 6.800 Mitarbeitern gehört organisatorisch als eigene Teilstreitkraft zu den Niederländischen Streitkräften. Sie hat Aufgaben wie den Grenzschutz, die Bewachung der Flughäfen und den Personenschutz für die Königsfamilie.

Militär

Hauptartikel: Niederländische Streitkräfte

Die allgemeine Wehrpflicht wurde 1996 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Niederlande verfügen damit über eine Berufsarmee. Die Streitkräfte umfassen insgesamt 53.130 Personen, davon entfallen auf das Heer 23.150, auf die Luftwaffe 11.050 und auf die Marine 12.130 Soldaten. Daneben existiert noch die Koninklijke Marechaussee, seit 1998 als eigenständiger Teil der Streitkräfte. Die Militärausgaben betragen 1,6 % des BIP (zum Vergleich: Deutschland: 1,5 %, USA: 3,4 %).

Das niederländische Heer (Koninklijke Landmacht) ist auch durch das 1. Deutsch-Niederländische Korps mit der Deutschen Bundeswehr verbunden.

Internationale Zusammenarbeit

Die Niederlande sind Mitglied unter anderem in den folgenden internationalen Organisationen:

* Benelux
* Vereinte Nationen
* Westeuropäische Union
* NATO
* Europarat
* Europäische Union

Das Land stimulierte die Einführung des Euros im Jahre 1999 (Vertrag von Maastricht) als Währungseinheit der EU. Seit dem 1. Januar 2002 ist der Euro die offizielle Währungseinheit, der den Gulden ablöste.

In den Niederlanden haben unter anderem folgende internationale Institutionen ihren Sitz:

* Internationaler Gerichtshof
* Internationaler Strafgerichtshof
* Europol
* Europäisches Weltraumforschungs- und Technologiezentrum

Provinzen und Gemeinden

Hauptartikel: Provinzen der Niederlande

Die Niederlande sind ein dezentralisierter Einheitsstaat. Unterhalb der nationalen Ebene gibt es die Provinzen (niederländisch provincies). 1579 gab es zunächst sieben Provinzen. Später kamen die so genannten Generalitätslande (niederländisch Generaliteitslanden) als Provinzen Nord-Brabant und Limburg hinzu. Drenthe wurde ebenfalls eine eigene Provinz, und die dominierende Provinz Holland wurde 1840 in Nord-Holland und Süd-Holland aufgespalten. Erst 1986 wurde Flevoland als jüngste Provinz gegründet, damit sind es jetzt zwölf.

Man teilt die Provinzen oft in vier Gruppen zusammen: Utrecht, Nord- und Südholland im Westen, Zeeland, Brabant und Limburg im Süden, Flevoland, Gelderland und Overijssel im Osten sowie Drenthe, Groningen und Friesland im Norden.

Es wird darüber diskutiert, beispielsweise Rotterdam als stadsprovincie auszugliedern oder die drei Nordprovinzen zusammenzulegen. Das Recht dazu hätte der niederländische Innenminister. Allgemein aber sind die Provinzen sehr alt und traditionsreich, so dass mit einer voreiligen Änderung nicht zu rechnen ist.

Die Provinzen wiederum gliedern sich in 443 Gemeinden (gemeenten) (Stand: 1. Januar 2007). Die Stadt Amsterdam beispielsweise ist eine Gemeinde mit vierzehn Stadtteilen, ebenso ist Oude IJsselstreek eine Gemeinde, die eine Stadt sowie mehrere Dörfer und Ortschaften beinhaltet. Eine Einteilung in Kreise und kreisfreie Städte gibt es nicht. Die 443 Gemeinden gehören jeweils einer der zwölf Provinzen an sowie einer der 25 Polizeiregionen. Ferner gibt es noch die waterschappen, die sich mit Deichschutz und Wasserwirtschaft beschäftigen. So genannte plusregio’s sind eine Zusammenarbeitsform, die manchmal eine Gruppe von Gemeinden für sich gewählt hat. Beispiele sind das Stadsgewest Haaglanden, die Stadsregio Arnhem-Nijmegen und die Parkstad Limburg. 2006 gab es acht solcher plusregio’s.

Die Provinzen haben jeweils ein Parlament (Provinciale Staten) und eine Regierung (College van Gedeputeerde Staten). Das College besteht aus dem Beauftragten der Königin (Commissaris van de Koningin)und gewählten Vertretern des Parlamentes der Provinz. Ähnlich gibt es in den Gemeinden einen Gemeinderat und einen Gemeindevorstand (College van Burgemeester en Wethouders). Der Gemeindevorstand besteht aus dem Bürgermeister und gewählten Vertretern des Gemeinderates.

Die Beauftragten der Königin und die Bürgermeister werden mit königlichem Beschluss von der Regierung ernannt, im Allgemeinen auf Vorschlag der Staten oder des Gemeinderates. Bei den Provinzen und großen Städten wird die politische Machtverteilung im nationalen Parlament berücksichtigt. Viele Bürgermeister machen eine Karriere im Bürgermeisterberuf, in der sie nacheinander in unterschiedlichen Gemeinden Dienst tun (für eine jeweils sechsjährige Periode, die aber verlängert werden kann). Ein Bürgermeister ist also nicht der gewählte Vertreter des Gemeinderates oder der lokalen Bevölkerung. Seit Jahren gibt es Initiativen, etwa durch Referenden die Einwohner der Gemeinde an der Auswahl des Bürgermeisters zu beteiligen. Bei den bisher veranstalteten Referenden hatten die Einwohner jedoch nur die Wahl zwischen zwei Kandidaten, die derselben Partei angehörten.

Allgemeines

Die Niederlande haben ein gut funktionierendes, eher liberales Wirtschaftssystem. Seit den 1980er Jahren hat die Regierung ihre ökonomischen Eingriffe weitgehend zurückgenommen. Mit Zustimmung von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Staat erfolgte im Land eine Lohnmäßigung. Die Arbeitslosenquote ist mit 2,8% sehr niedrig.Beim produzierenden Gewerbe dominieren Lebensmittel (Unilever, Heineken), chemische Industrie (Akzo-Nobel, DSM), Erdölraffinerie (Shell) und die Herstellung von Elektrogeräten (Philips, TomTom, Océ) sowie LKW (Daf).

Lange vor seinen europäischen Nachbarn sorgte das Land für einen ausgewogenen Staatshaushalt und bekämpfte erfolgreich die Stagnation im Arbeitsmarkt.

Dienstleistung ist außergewöhnlich wichtig. Die großen Finanzdienstleister (ING, Fortis, Aegon), die Welthäfen Rotterdam und Amsterdam, Schiphol (Amsterdam Airport) gehören zu den 5 größten Dienstleistern in Europa.

Die hoch technologisierte Landwirtschaft ist außerordentlich produktiv: neben Getreide-, Gemüse-, Früchte- und Schnittblumenanbau – die Tulpenzüchtung beeinflusste sogar die Geschichte des Landes – gibt es noch Milchviehhaltung in großem Maßstab. Letztere liefert die Grundlage für Käse als wichtiges Exportprodukt.

Die niederländische Landwirtschaft beschäftigt nur 2% der Arbeitnehmer, trägt jedoch erheblich zum Export bei. Die Niederlande sind nach den USA und Frankreich der weltweit drittgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Als Mitbegründer der Euro-Zone wurde in den Niederlanden für Bankgeschäfte am 1. Januar 1999 die vorherige Währung, der Gulden, durch den Euro ergänzt. Drei Jahre später, am 1. Januar 2002, ersetzten die Euromünzen und -banknoten für die Konsumenten den Gulden als Zahlungsmittel. Auf der nationalen Rückseite der Münzen ist ausnahmslos die Königin abgebildet.

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichen die Niederlande einen Index von 126 (EU-25:100) (2005).

Die Niederlande haben mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen.

Naturressourcen

Die Niederlande verfügen über Erdgaslager, aus denen nahe Groningen sowie in der südlichen Nordsee in großem Maßstab gefördert wird. 1996 wurden 75,8 Mrd. m³ (nach BP) gefördert. Damit stehen die Niederlande im Ländervergleich bei der Erdgasförderung auf Platz fünf, nach Russland (561,1 Mrd. m³), USA (546,9 Mrd. m³), Kanada (153,0 Mrd. m³) und Großbritannien (84,6 Mrd. m³). Weiterhin gibt es an der emsländischen Grenze kleinere Erdölreserven und größere Salzlagerstätten bei Delfzijl und Hengelo. Abgesehen von Torf (u. a. im Bourtanger Moor) verfügen die Niederlande über keine weiteren nennenswerten Bodenschätze.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2005 lag der Anteil der Staatsausgaben für

* das Gesundheitssystem bei 31 %
* das Bildungswesen bei 17 %
* das Militär bei 2,7 %

Malerei und Kunst

Viele weltberühmte Maler waren Niederländer. Einer der bekanntesten frühen Künstler war Hieronymus Bosch. Die Blütezeit der Republik im 17. Jahrhundert, das so genannte Goldene Zeitalter brachte große Künstler wie Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Frans Hals, Carel Fabritius, Gerard Dou, Paulus Potter, Jacob Izaaksoon van Ruisdael oder Jan Steen hervor. Berühmte Maler späterer Epochen waren Vincent van Gogh und Piet Mondrian. M. C. Escher und Otto Heinrich Treumann waren bekannte Grafiker.

Architektur

Niederländische Architekten gaben wichtige Impulse für die Architektur des 20. Jahrhunderts. Hervorzuheben sind vor allem Hendrik Petrus Berlage und die Architekten der De-Stijl-Gruppe (Robert van’t Hoff, Jacobus Johannes Pieter Oud, Gerrit Rietveld). Johannes Duiker war ein Vertreter des Neuen Bauens. Die so genannte Amsterdamer Schule (Michel de Klerk) leistete einen bemerkenswerten Beitrag zur expressionistischen Architektur.Auch nach dem Zweiten Weltkrieg traten innovative niederländische Architekten hervor. Aldo van Eyck und Herman Hertzberger prägten die Architekturströmung Strukturalismus. Piet Blom wurde durch seine eigenwilligen Baumhäuser bekannt.

Unter den Gegenwartsarchitekten zählt Rem Koolhaas mit seinem Büro Office for Metropolitain Architecture zu den einflussreichsten Vertretern einer zeitgenössischen, auf urbanistischen Erfahrungen beruhenden Architekturrichtung (zeitweise zum Dekonstruktivismus zugeordnet), die weitere weltweit bekannte Büros wie MVRDV, Mecanoo, Erick van Egeraat, Neutelings-Riedijk beeinflussten (großenteils Schüler oder ehem. Mitarbeiter bei OMA). Niederländische Architektur hat seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts und immer noch fortdauernd einen erheblichen Einfluss auf die weltweite Architekturentwicklung genommen.

Siehe auch: Top 100 der niederländischen UNESCO-Denkmäler

Wissenschaft und Technologie

Aus den Niederlanden stammten Erasmus von Rotterdam, Baruch Spinoza, Christiaan Huygens und Antoni van Leeuwenhoek. René Descartes verbrachte den Großteil seiner Schaffenszeit in den Niederlanden. Überhaupt fanden seit der frühen Neuzeit zahlreiche verfolgte Wissenschaftler in den Niederlanden Asyl und Wirkungsmöglichkeiten.Die moderne Soziologie verdankt ihrem niederländischen Begründer S. Rudolf Steinmetz bedeutende Anregungen. Für die Medizin der frühen Neuzeit war die Stadt Leiden ein relevantes Zentrum, von dem wichtige Impulse ausgingen.

In Noordwijk ist die Europäische Weltraumorganisation angesiedelt.

Literatur

Hauptartikel: Niederländische Literatur

Im „Goldenen Zeitalter“ (De Gouden Eeuw) der Niederlande blühte neben der Malerei auch die Literatur, als bekannteste Vertreter wären Joost van den Vondel und Pieter Corneliszoon Hooft zu nennen.

Während der deutschen Besatzung (1940–1945) verfasste Anne Frank in Amsterdam ihr weltbekanntes Tagebuch.

Als die drei wichtigsten Autoren der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten Harry Mulisch („Die Entdeckung des Himmels“, auch verfilmt), Willem Frederik Hermans und Gerard Reve. Zu den auch in Deutschland etwas bekannteren gehören ferner Cees Nooteboom, Jan Wolkers und Hella Haasse.

Musik

Eine hervorragende Strömung der Renaissance war die Niederländer Schule, die jedoch wesentlich von Flamen, Hennegauern und Franzosen getragen wurde.

Das niederländische Musikleben war im Bereich der klassischen Musik lange Zeit nicht auf dem Niveau anderer europäischer Staaten organisiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Professionalisierung statt und es bildeten sich zahlreiche Orchester und Kammerensembles.

Wichtige niederländische Komponisten um 1800 waren beispielsweise der gebürtige Deutsche Johann Wilhelm Wilms sowie Carolus Antonius Fodor, die sich beide an der Wiener Klassik orientierten. Im 19. Jahrhundert dominierten lange Zeit von der deutschen Romantik beeinflusste Strömungen das Musikleben, u.a. repräsentiert durch Richard Hol. Bernard Zweers versuchte als erster eine spezifisch niederländische Nationalmusik zu entwickeln. Ihm folgten Julius Röntgen und Alphons Diepenbrock, mit denen die niederländische Musik den Anschluss an die internationale Musikentwicklung fand. Wichtige Komponisten im 20. Jahrhundert sind Willem Pijper, Matthijs Vermeulen, Louis Andriessen, Otto Ketting, Ton de Leeuw, Theo Loevendie, Misha Mengelberg, Tristan Keuris und Klaas de Vries (Liste niederländischer Komponisten klassischer Musik).

Die wohl bekannteste niederländische Rockband Golden Earring hatte in den 1970er Jahren ihren größten Hit mit „Radar Love“. Ebenfalls weltbekannt war in den 1970er Jahren die Classic Rock Band Ekseption um Rick van der Linden sowie Shocking Blue mit ihrem Hit „Venus“.

International bekannte niederländische Musiker sind zum Beispiel Herman van Veen, Nits, Candy Dulfer, Anouk Teeuwe, Ellen ten Damme, Tiesto oder die Gruppen Within Temptation und The Gathering (Band).

Der bekannte Pianist Bob Versteegh, der heute in Detmold, Deutschland arbeitet, stammt ursprünglich aus Arnheim.

Das jährlich veranstaltete North Sea Jazz Festival in Den Haag gehört zu den wichtigsten Jazz-Ereignissen weltweit.

Seit einigen Jahren ist nederlandstalige muziek, Musik in der Landessprache, sehr erfolgreich. Die berühmtesten Pop/Rockbands sind Bløf, die meistgespielte Band im niederländischen Radio der vergangenen Jahre, und Acda en de Munnik, ein Duo, das mit Kleinkunstprogrammen bekannt geworden ist. Noch höhere Plattenverkaufszahlen erzielen Schlagerkünstler, wie Marco Borsato, Jan Smit und Frans Bauer. Bekannte niederländische Rapper sind Ali B und Lange Frans & Baas B.

Seit den Neunzigern ist eine neue Musikrichtung in den Niederlanden entstanden, die sich in ganz Europa und Amerika immer größerer Beliebtheit erfreut. Hardcore Techno oder Gabber entstand in Rotterdam, Trance wanderte von Deutschland in die Niederlande und hat dort seine weltweit größte Popularität. Bekannte Vertreter sind Angerfist, Neophyte oder DJ Buzz Fuzz. Seit ein paar Jahren sind auch die erweiterten Musikrichtungen Jumpstyle, Hardstyle und Speedcore sehr beliebt.

Zeitungen und politische Magazine

Die überregionalen Tageszeitungen genießen einen erheblich höheren Stellenwert als in den meisten anderen europäischen Staaten, die bedeutendsten Traditionszeitungen sind De Telegraaf, AD, de Volkskrant, NRC Handelsblad und Trouw. Eine historisch wichtige überregionale Tageszeitung war Het Parool, die später zu einer Amsterdamer Stadtzeitung umkonzipiert wurde. 1999 erschienen mit metro und Sp!ts die ersten Gratiszeitungen in den Niederlanden, mittlerweile sind DAG und De Pers hinzugekommen. Diese und das Internet haben den Traditionsblättern zum Teil erhebliche Marktanteile abgenommen. Mit De Groene Amsterdammer, Elsevier, HP/De Tijd, Vrij Nederland erscheinen vier politische Wochenzeitschriften.

Siehe auch: Liste niederländischer Zeitungen

Fernsehen

Wie in vielen europäischen Ländern, unterscheidet man auch in den Niederlanden die Fernsehlandschaft in öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender. Zu den öffentlich-rechtlichen Sendern gehören Nederland 1, Nederland 2 und Nederland 3 und für Niederländer im Ausland BVN-TV. Sie werden großteils über Steuern finanziert, teilweise jedoch noch durch das Mitgliedssystem: Ursprünglich waren die Rundfunksender von weltanschaulich orientierten Vereinen errichtet worden, wie das katholische oder das Arbeiterradio.

Die Niederlande zählen sieben Privatsender, dies sind RTL 4, RTL 5, RTL 7,RTL 8, NET 5, SBS 6, Veronica. Marktführer ist in den Niederlanden die RTL Group mit RTL 4.

Die ausländischen TV-Inhalte wie z.B. amerikanische Produktionen welche einen Großteil des niederländischen Fernsehens ausmachen, werden nicht wie in Deutschland synchronisiert sondern in Originalsprache ausgestrahlt und untertitelt. Bei Kinderprogrammen trifft dies nicht zu. Diese werden im Gegensatz zu den erwachsenen Programmen durchaus synchronisiert.

Natursehenswürdigkeiten

* De Hollandse Biesbosch, eine Fluss- und Sumpflandschaft
* Keukenhof
* die Nationalparks Hoge Veluwe und Veluwezoom in der Veluwe
* die Naturschutzgebiete auf Texel
* Reeuwijkse Plassen bei Gouda
* Schiermonnikoog
* Die Deltawerke Schutzwehre gegen Sturmfluten. Gebaut nach der Sturmflut von 1953
* Der Nationalpark De Meinweg bei Roermond in der Provinz Limburg

Niederländische Küche

Hauptartikel: niederländische Küche

Ursprünglich unterscheidet sich die niederländische Küche nicht sehr von der deutschen, in der auch Kartoffeln, Sauerkraut und Würste eine große Rolle spielen (zum Beispiel im stamppot). Am bekanntesten sind ‘frieten’ oder ‘patat’, niederl. für Pommes Frites mit verschiedenen Saucen, wobei die wohl bekannteste Kombination aus Mayonnaise und Erdnussoße (mit Zwiebeln) besteht, die ‘patatje oorlog’. Andere Spezialitäten sind Gouda-Kaas und Hollandse Nieuwe; bei diesen Matjes handelt es sich um junge, noch nicht geschlechtsreife Heringe. Durch die Vergangenheit als Seemacht kamen allerdings auch kulinarische Einflüsse aus den ehemaligen Kolonien ins Land, wie zum Beispiel der Nasibal oder Bamibal. Dabei handelt es sich um Nasi- oder Bamigoreng in Frikadellenform. Über die Grenzen hinaus bekannt sind auch der niederländische Pudding „Vla“ und die Bratrollen, die „Frikandel“ genannt werden (im Gegensatz zur Aussprache deutscher Touristen liegt die Betonung bei „Frikandel“ auf der letzten Silbe – ähnlich der deutschen Frikadelle – und nicht auf der zweiten!).

Literatur

* Wielenga, F./I. Taute (Hrsg.): Länderbericht Niederlande. Geschichte – Wirtschaft – Gesellschaft, Bonn 2004.
* Meyer, C.: Anpassung und Kontinuität. Die Außen- und Sicherheitspolitik der Niederlande von 1989 bis 1998, Münster 2007.
* Moldenhauer, G./J. Vis (Hrsg.): Die Niederlande und Deutschland. Einander kennen und verstehen, Münster u.a. 2001.
* Lademacher, Horst: Die Niederlande. Politische Kultur zwischen Individualität und Anpassung, Frankfurt am Main/Berlin 1993.
* Linthout, Dik: Frau Antje und Herr Mustermann. Niederlande für Deutsche, Ch. Links, Berlin 2002, ISBN 3-86153-268-9.
* Michael North 2008: Geschichte der Niederlande. München : C.H.Beck Verlag. ISBN 978-3-406-41878-5

Quelle:  www.wikipedia.de

Hier finden sie Bilder von und zu den Niederlanden.

Motorola krzr k1

hallo!
ich schreibe heute meinen Bericht, in dem es um etwas geht womit man täglich mehrmals zu tun hat: das Handy!

Nachdem mein altes Handy leider langsam den Geist aufgegeben hat, entschloss ich mich mal was neues ausprobieren, denn ein Motorola-Handy hatte ich noch nie! Ich habe viel negatives und Vorurteile über Motorola gehört, warum auch immer! Motorola Handys sollen angeblich eine komplizierte Menüführung und eine schlechte Qualität haben. Ich muss dazu sagen, ich war mit einem Handy noch nie so zufrieden wie mit dem Motorola KRZR K1! Als erstes ist mir das super edle und schicke Design aufgefallen! Das Handy ist echt so hübsch und dazu noch superschlank, trotz dieser Form liegt es sehr gut in der Hand und lässt sich super bedienen! Außerdem sind die Funktionen und extras nicht zu verachten! Zu allem anderen komme ich jetzt…
-Menüführung:

Klar ist es etwas gewöhnungbedürftig von einer Handymarke auf die andere umzusteigen, aber das ist überhaupt kein Problem! Das Menü ist hier sehr übersichtlich aufgebaut und sehr gut gegliedert! Ich komme sehr gut damit klar!
Man kann sich sein Menü noch einstellen ob man es als Symbole (alle Menüpunkte mit kleinen Symbolen auf einer Seite) oder als Liste (alle Menüpunkte als Schrift untereinander) anzeigen lassen möchte. So wie es jeder persönlich am liebsten mag!
-Telefonieren:

Sehr gute Qualität! Ich werde immer gut verstanden und verstehe meinen Gesprächspartner gut, das finde ich schonmal sehr wichtig das die Sprachqualität gut ist. Es ist sehr angenehm mit dem Handy ein Gespräch zu führen, ich hatte noch nie störende Geräusche (rauschen etc.) die vom Handy aus kamen.
Man kann sich noch Kurzwahltasten einstellen, das man z.B. nur die „1″ und auf anrufen drückt und dann wird die eingestellte Nummer gleich angerufen. Finde ich auch sehr praktisch! Also hier für das Motorola KRZR K1 volle Punktzahl!-SMS schreiben/empfangen: AmAnfang musste ich mich dran gewöhnen, aber das ist nicht schlimm! Vorher habe ich mit einem Nokia-Handy gesimst, jetzt mit dem tollen Motorola. Da drückt man schonmal schnell ne falsche Taste wenn man beispielsweise die Leertaste drücken will die sich beim Nokia bei der „0″ und bei dem Motorola beim „*“ befindet. Weil es einfach noch so gewohnt war. Aber da kann ja das Handy nix für und man hat es ruck zuck raus!
Das Handy verfügt über das „T9″ Wörterbuch, damit es noch schneller geht. Man kann darin natürlich auch eigene Wörter speichern, falls die nicht vorgespeichert sind. Wenn man eine SMS empfangen hat, wird das auf dem Außendisplay und auf dem Innendisplay angezeigt. Klappt man das Handy dann auf , hat man die Wahl ob man die SMS gleich oder später lesen möchte. Falls man sie später liest, bleibt als Erinnerung für eine ungelesene Mitteilung ein kleiner, blauer Briefumschlag auf dem Display eingeblendet.

-MMS
Das Handy kann auch MMS empfangen und versenden! Dies geht sehr einfach und ich denke ich muss das nicht genauer erläutern.

-Kamera
Das Handy verfügt über eine 2 Megapixel Kamera mit 8-fach Zoom. Ich hatte noch nie ein Handy mit einer so tollen Kamera! Die Bilder sind klar und die Helligkeit stimmt auch. Darüber bin ich echt begeistert, weil sonst meistens die Handykameras frn Ar*** sind;)
Man kann bei Bedarf auch Lichtverhältnisse anpassen.
Geschossene Fotos können außerdem noch bearbeitet werden, z.B. von Farbe in schwarz/weiß! Die Kamera begeistert mich also wirklich!
Selbstverständlich können damit auch Videos gedreht werden, auch hier ist das Bild wieder toll. Der Ton ist auch klar und deutlich.

-MP3-Player
Eine sehr praktische und tolle Funktion, der integrierte MP3 Player. Man kann sich also sehr einfach (mit der dazugehörigen Software) Musik auf sein Handy laden und speichern. Diese kann dann im Music Player gespeichert und abgespielt werden. Dies funktioniert völlig ohne Probleme und Die Klangqualität ist wieder super!
So hat man die Lieblingsmusik immer dabei…
Ach ja, die Musik kann über Headset, aber auch so über das Handy wieder gegeben werden!

-Speicher
Das Handy hat einen Speicher von 20.000 KB. Das reicht schonmal um einige Bilder und Lieder zu speichern.
Der Speicher kann Problemlos mit einer Speicherkarte erweitert werden (das Handy unterstützt Karten bis zu 1 GB).
Ich habe seit gestern eine Speicherkarte. Das einlegen geht im Handumdrehen. Einfach Akku-Deckel auf und die vorgesehe „Öffnung“ dafür stecken. Man muss nicht mal Akku oder Simkarte dabei entnehmen!
Ein Installieren oder ähnliches ist dabei nicht nötig, einfach Karte rein und los;)

-Bluetooth
Bluetooth ist in diesem tollem Handy sicherlich auch vorhanden. So geht der Datenaustausch noch einfacher!
Auch hier können wieder persönliche Einstellungen vorgenommen werden. Man kann seinem Telefon z.B. einen eigenen Namen geben, der dann anderen angezeigt wird, wenn man verbunden ist.
Die Bluetoothübertragung läuft schnell und ohne Probleme!

-Internet/WAP
Auch das habe ich mal ausprobiert, Webseiten können problemlos aufgerufen werden! Manchmal dauert es etwas, aber es funktioniert.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich das wirklich nur mal zum probieren benutzt habe!

-Games
Man kann mit dem Handy auch Spiele spielen, das ist auch mal ein schöner Zeitvertreib. Habe das mal getestet, bei mir war ein Spiel vorinstalliert, das läuft ohne Probleme.
Man kann sich auf Wunsch weitere Spiele downloaden, aber das habe ich (noch) nicht gemacht!

-Außendisplay bzw. externes Display
Eine sehr schöne Sache! Das Motorola KRZR K1 verfügt über ein kleines Außendisplay, das einem alle wichtigen Ereignisse (SMS, Anruf etc.) anzeigt.
Die Uhrzeit kann da auch immer eingesehen werden!

-Akku, Ladezeit
Auch hier wieder eine super Leistung!
Das Handy braucht so ca. 2 Stunden um sich vollständig zu laden. Der Akku hält dann (bei mir) so um die 4 Tage, das kommt aber auch immer darauf an was man immer mit dem Handy macht. Manche Funktionen kosten ja mehr Akkuleistung.
Aber auch die Akkulaufzeit ist bei dem Handy top!

-Telefonbuch
Auch das Telefonbuch ist sehr übersichtlich und einfach gestaltet. Man kann Kontakte auf dem Telefon oder auf der Simkarte speichern, kann man auch wieder alles persönlich entscheiden wie es einem am besten gefällt.
Das Speichern einer neuen Kontaktes ist auch sehr einfach und schnell getan.

-Display Einstellungen/Themes/Wallpaper/Screensaver
Das Display zeigt den Akkuzustand, die Uhrzeit, den Netzanbieter, den Empfangsstatus und das Profil welches man gerade eingestellt hat (z.B. lautlos, vibrieren….)
Auch die Größe des Displays ist hier wieder optimal, es sieht klar aus und man kann alles perfekt sehen und lesen!

Auch beim Display können wieder persönliche Einstellungen vorgenommen werden.
Es können eigene Bilder als Wallpaper (Hintergrund), Screensaver (Bildschirmschoner) verwendet werden. Das finde ich persönlich auch wieder sehr schön!
-Tasten

Endlich mal Tasten die wirklich perfekt zu bedienen sind! Egal wie dick die Finger sind, man kann mit den Tasten super umgehen! Wird man alles auch merken, wenn man das schicke Teil in der Hand hält;)
-Tools (Rechner,Wecker,Kalender)

Auch diese Funktionen sind wieder einwandfrei! Der Kalender ist super aufgebaut, eigene Termine und Ereignisse können eingetragen werden. An diese kann man sich selbstverständlich erinnern lassen!
Der Wecker tut auch immer seine Arbeit und hat mich noch nie im Stich gelassen;) man kann hier auch seine eigenen gespeicherten Lieder als Weckmelodie verwenden, super!
Auch eine „Schlummerfunktion“ ist vorhanden! Wenn man den Wecker nicht ausgestellt hat, sondern sich nochmal drehen möchte;)
Man wird so nach ein paar Minuten (ich glaub 9, so genau weiß ich das jetzt nicht) nochmal sanft geweckt..

Zum Rechner muss ich ja nicht großartig was sagen, auch dieser funktioniert ganz einfach und ist manchmal eine hilfreiche Funktion!

-Meine Meinung/Fazit
So jetzt habe ich alle meine Erfahrungen und mein Wissen weiter gegeben! Das Handy ist für mich perfekt und ich denke man kann rauslesen das ich sehr begeistert bin und dieses Handy ohne Bedenken empfehlen würde!
Was ich noch wichtig zu erwähnen finde, das ich das Handy jetzt ca. 3 Monate habe und nie Probleme damit hatte! Bei manchen Handys hört man ja das sie nach ein paar Wochen schon in Reparatur müssen oder so. Das Motorola KRZR K1 liefert eine super Qualität in wirklich allen Bereichen!
Leider verfügt das Handy nicht über ein Radio, diese Funktion hätte ich noch gern gehabt. Aber alles andere schlägt diesen Mangel aus!
Wirklich ein Klasse Handy mit super viel Style!

Quelle: www.ciao.de

Hier finden sie Bilder zum Motorola krzr k1^^

Coca Cola

Coca-Cola, oder kurz Coke, ist das geschützte Warenzeichen für ein koffein- und kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk und seine koffeinfreien Varianten. Sie ist die weltweit erste und umsatzstärkste Cola-Marke. Inhaber ist The Coca-Cola Company aus Atlanta in den USA, der größte Softdrinkhersteller weltweit.

Der „Coca-Cola“-Schriftzug ist eines der bekanntesten Markenzeichen der Welt und ein Symbol für den westlichen Lebensstil.

Geschichte

Der Anfang unter Pemberton

Erfunden wurde Coca-Cola von John Stith Pemberton. Der Kriegsveteran und Pharmazeut aus Atlanta braute mit Wein, Kolanüssen, Damiana und einem Extrakt aus den Blättern der Cocapflanze einen Sirup als Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen, das er Pemberton’s French Wine Coca nannte. Vorbild hierfür war der beliebte Vin Mariani. Sein Ziel war es, durch das enthaltene Kokain einen Ersatz für das damals beliebte, aber mit Nebenwirkungen behaftete Morphin zu finden. Nachdem am 25. November 1885 Atlanta und Fulton County beschlossen hatten, die Prohibition am 1. Juli 1886 versuchsweise für zwei Jahre einzuführen, war Pemberton gezwungen, den Wein aus dem Getränk zu nehmen, und erfand so Coca-Cola.

Mit Sodawasser gemischt wurde der Sirup erstmals am 8. Mai 1886 als Getränk in Jacob’s Pharmacy in Atlanta für 5 Cent pro Glas verkauft. Er wurde damals nicht als Erfrischungsgetränk, sondern als Medizin angepriesen. In Apotheken und den damals beliebten Soda-Bars vertrieben, gingen zu Beginn nur durchschnittlich 13 Gläser täglich über den Tresen.

Der Aufstieg unter Candler

Nachdem Pemberton, vermutlich, um sich Geld für seine Morphinsucht zu beschaffen, das Rezept und die Rechte an Coca-Cola mehrfach verkauft hatte, verschaffte sich der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler nach mehreren Irrungen und vermutlich auch Betrügereien am 30. August 1888, kurz nach dem Tod des Erfinders, die Rechte an der Marke. Insgesamt hatte er 2.300 US-Dollar für die gesamten Rechte bezahlt. 1892 gründete er The Coca-Cola Company. Ein Jahr später ließ Candler Coca-Cola als Marke schützen und vermarktete sein Produkt schon 1895 in den gesamten USA und seit 1896 auch im benachbarten Ausland. Einer seiner Partner war Frank M. Robinson, Pembertons Buchhalter, der erst aus Enttäuschung darüber, von Pemberton beim Verkauf der Coca-Cola-Rechte übergangen worden zu sein, Candler das Rezept zukommen ließ und später die Produktion und vor allem Werbung von Coca-Cola organisierte. Da in den USA in immer mehr Bundesstaaten die Prohibition galt, hatte es Coca-Cola nicht schwer, sich mit seinem Verkaufspreis von einem Nickel (5 Cent) als „Ersatzdroge“ durchzusetzen.

Nachdem seit Mitte des Jahrzehnts Coca-Cola schon vereinzelt unter Verwendung des Sirups in Flaschen abgefüllt wurde, kam das Geschäft damit erst 1899, nach der Einführung von Kronkorken, richtig in Fahrt. In der Annahme, Coca-Cola sei hauptsächlich für Soda-Bars bestimmt, gab Candler die Rechte zur Abfüllung praktisch zum Nulltarif an Franklin Thomas und Joseph Brown Whitehead ab. Diese gründeten die Coca-Cola Bottling Co. und belieferten bald die gesamten Vereinigten Staaten. Coca-Cola wurde bald nicht mehr nur von der urbanen Oberschicht in Soda-Bars, sondern vor allem auch von der Landbevölkerung getrunken.

Der gesellschaftliche Erfolg unter Woodruff

Im Januar 1916 übergab Asa Candler die Führung des Geschäfts an seinen Sohn Howard, und zu Weihnachten des Jahres vermachte er seinen Verwandten seine 90 % der stimmberechtigten Aktien bis auf sieben Stück. Jedoch schon 1919 verkaufte Howard Candler hinter dem Rücken des Vaters die Coca-Cola Company an ein Konsortium um Ernest Woodruff und Eugene Stetson für 25 Mio. Dollar weiter.

1923 trat Robert W. Woodruff, der Sohn von Ernest Woodruff, seine Tätigkeit als neuer Präsident der Coca-Cola Company an. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen und Coca-Cola das, was der Journalist William Allen White später als das „sublimierte Wesen Amerikas“ bezeichnete. Sein Ziel war es, dass Coca-Cola nie mehr als „eine Armeslänge von der Lust“ entfernt sein dürfe und es weltweit zu verbreiten, wofür er 1926 das Foreign Sales Department – später The Coca-Cola Export Corporation – gründete.

Coca-Cola und das Militär

Während des Zweiten Weltkrieges wurde in den USA der Zucker rationiert. Trotzdem versprach der damalige Chef Robert Woodruff für jeden Soldaten eine Coke für 5 Ct. Das war der Anfang einer engen Beziehung zwischen dem Militär und der Coca-Cola Company. So wurden in der Folgezeit auf Befehl des amerikanischen Generals Eisenhower („Eisenhower Cable“) 248 Coca-Cola-Angestellte in die Armee aufgenommen, die 64 Abfüllanlagen an den Kriegsschauplätzen errichteten, um die Versorgung mit Coca-Cola sicherzustellen, das als Rückgrat der Moral der Soldaten galt. Diese Angestellten erhielten, ohne dass sie gedient haben mussten, den Rang eines „Technical Observers“, ein Begriff, der ursprünglich für Panzer-Techniker geschaffen wurde. Vor Ort hatten die Coca-Cola-Techniker mit verschmutztem Wasser, Krankheiten, veralteten Geräten und Arbeitskräftemangel zu kämpfen. In manchen Abfüllanlagen wurden auch deutsche und japanische Kriegsgefangene eingesetzt. Während des Krieges starben drei Coca-Cola-Techniker, vermutlich, weil ihr Flugzeug abgeschossen wurde. Für das Militär füllte man Coca-Cola 1950 auch zum ersten Mal in Dosen ab.

Der finanzielle Erfolg unter Goizueta

Im August 1980 wurde Roberto Crispulo Goizueta Präsident der Coca-Cola Company. Unter ihm – inzwischen Vorstandsvorsitzender – und dem damaligen Präsidenten Don Keough wurde 1982 Diet Coke eingeführt, die sich als Riesenerfolg herausstellte. 1985 änderte Coca-Cola sein Rezept und bot das Produkt unter dem Namen New Coke in den USA an. Nach massiven Protesten der Verbraucher wurde jedoch kurz darauf die alte Rezeptur unter dem Namen Coca-Cola Classic wieder eingeführt.

Neuere Geschichte

Nach Beendigung der Offensive der Alliierten im Irak-Krieg war Coca-Cola die erste Firma, die im kriegszerstörten Irak ihre Verteilungszentren einrichtete. Noch während des Krieges versorgte Coca-Cola alle US-Soldaten mit Sonnenbrillen. Ähnlich wie im 2. Weltkrieg wurden außerdem US-Soldaten im Irak von Coca-Cola auch mit Getränken versorgt. Im Sommer 2005 erhielt der Konzern nach 40 Jahren eine Verkaufs-Lizenz für den Irak.

Gegenwart

Coca-Cola ist 2008 die wertvollste Getränkemarke der Welt und liegt mit einem Wert von 58 Milliarden US-Dollar weltweit auf Platz vier der teuersten Marken. Coca-Cola ist das zweitbekannteste Wort auf der Welt, gleich hinter OK. Der Umsatz lag im Jahre 2005 bei 23,1 Milliarden Dollar bei einem Nettoergebnis von 4,9 Milliarden Dollar mit einer Gesamtabfüllmenge von etwa 110 Milliarden Liter.

Coca-Cola in Deutschland

1929 wurde in Deutschland die erste Coca-Cola abgefüllt. Im ersten Jahr wurden allerdings nur 5.840 Kisten verkauft, 1933 jedoch war der Absatz schon auf 100.000 Kisten pro Jahr gesteigert worden. Der endgültige Durchbruch für Coca-Cola kam mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Dass es ein US-amerikanisches Getränk ist, hat Coca-Cola dabei während der Zeit des Nationalsozialismus nicht geschadet, vielmehr wurde es als deutsches Getränk, produziert von der Coca-Cola GmbH in Essen, verkauft. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Fanta als neues Getränk auf Molkebasis entwickelt, da der Coca-Cola-Sirup in Deutschland durch den Krieg nicht mehr verfügbar war.

In Norddeutschland ist Coca-Cola seit den 1950er-Jahren untrennbar mit Max Schmeling verbunden, der 1952 die Konzession für einen Abfüllbetrieb in Hamburg erhielt.

2003 verlegte Coca-Cola die Deutschland-Zentrale von Essen nach Berlin. Abgefüllt werden die Getränke bundesweit in 25 Produktionsbetrieben.

In Deutschland ist Coca-Cola unangefochtener Marktführer, im Gegensatz zu den USA. Mit Einführung des Dosenpfands sank der Marktanteil jedoch von über 60 % auf knapp 50 %, während Pepsi seinen Marktanteil von 15 % nahezu verdoppeln konnte. Der Absatz betrug 2005 etwa 3,3 Milliarden Liter.

Cola als Marke

Auch international nutzen verschiedene Hersteller den Begriff Cola (auch Kola) für Limonaden, entweder um von der Bekanntheit der Coca-Cola zu profitieren oder auch um sich „ideologisch“ von dem US-amerikanischen Produkt abzusetzen. Diese Marken sind in der Liste von Cola-Marken aufgeführt.

Produkt

Vermarktung

Die Erfindung des Namens Coca-Cola, abgeleitet aus den ursprünglichen, heute nicht mehr verwendeten, Zutatenlieferanten Kokablatt (engl. coca leaves) und Kolanuss (engl. cola nut) und des ersten Logos, wird Pembertons Buchhalter Frank M. Robinson zugeschrieben, der der Ansicht gewesen sein soll, die beiden geschwungenen Cs seien gut für die Werbung geeignet. Die rote Farbe soll von roten Fässern kommen, die Pemberton damals zum Abfüllen benutzt haben soll. Die erste Zeitungsanzeige erschien bereits am 29. Mai 1886 im Atlanta Journal.Unter Pemberton wurde Coca-Cola anfangs als Medizin beworben und verkauft. Es richtete sich vor allem an städtische Intellektuelle, die unter Müdigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Impotenz oder der Modekrankheit Neurasthenie litten.

Coca-Colas rasanter Aufstieg unter Asa Candlers Führung wird nicht zuletzt auch den für damalige Zeiten ungewöhnlich hohen Summen zugeschrieben, die er für Werbung aufwandte (1900: 85.000 Dollar; 1912: 1 Mio. Dollar). Bei der Vermarktung ging er neue Wege und schickte z. B. Vertreter durch das Land, die Coca-Cola wie diverse andere Wundermittel damals durch das Versprechen des Blauen vom Himmel verkaufen sollten. In den Städten richtete sich die Werbung an Geschäftsleute, so versprach Candler „Eine Coke um 8 wirkt bis 11“. Aus dieser Zeit stammt auch der heute immer noch gebräuchliche Slogan „Drink Coca-Cola“. Hauptverantwortlich für die Werbung war in dieser Zeit der zu Candler übergelaufene Robinson. Immer mehr Frauen und Kinder kamen auf den Geschmack und wünschten sich, Coca-Cola nicht mehr als Medizin kaufen zu müssen, damit man es auch trinken könnte, wenn man nicht krank war. Also leitete Robinson 1905 eine Wende ein, änderte das Image von Coca-Cola und bewarb es als Erfrischungsgetränk unter dem Slogan „Delicious and Refreshing“. Zudem ging man dazu über, das Getränk, das häufig wegen seines angeblichen Kokain- oder seines geheim gehaltenen Koffeingehalts von Verbraucherorganisationen angegriffen wurde, in der Werbung nicht mehr gegen diese Attacken zu verteidigen, sondern es als absolut „rein“, „stärkend“ und als Alternative zu Medizin zu bezeichnen.

Um die Jahrhundertwende setzte man in der Werbung auch erstmals auf weibliche Schönheiten und engagierte z. B. die Schauspielerin Hilda Clark und die blonde Sängerin Lillian Nordica für Anzeigen.

Ein erfolgreiches Mittel waren auch Streuartikel, die die Abnehmer des Sirups für einen günstigen Preis dazubekamen. 1913 zierte der Schriftzug bereits über eine Million Artikel, darunter Thermometer, Streichholzschachteln, Baseballkarten, japanische Fächer, Kalender und unzählige Papp- und Metallschilder.

1906 wurde Robinson entmachtet und Sam Dobbs, ein Neffe Candlers, bekam die Verantwortlichkeit für die Werbung. Dieser engagierte dafür seinen Freund William D’Arcy mit seiner Werbeagentur und verpulverte den Werbeetat regelmäßig schon vor Ende des Jahres.

1911 wurde die Coca-Cola Company von der US-Regierung verklagt. Harvey Wiley, der erste Leiter des U.S. Bureau of Chemistry, hatte eine Abneigung gegen Coca-Cola, da er meinte, ein Getränk, das sich an Kinder richte, dürfe kein Koffein enthalten. Coca-Cola wies die Vorwürfe damit zurück, dass das Getränk doch gar nicht für Kinder konzipiert sei. Seitdem gab es, bis 1986, bei Coca-Cola das ungeschriebene Gesetz, in der Werbung keine Kinder unter 12 Jahren zu zeigen. Dabei bewegte man sich stets an der Grenze zum Selbst-Erlaubten, indem man jugendlich aussehende Models einsetzte.

1919 übernahm Archie Lee die Verantwortung für die Werbung und änderte sie zu Anzeigen mit weniger Text, die Gründe für den Kauf aufzählten, und mehr Bildern in Farbe, die oft nur belebte Plätze oder Panoramen zeigten, in denen das Coca-Cola-Logo prangte. Mit dem Slogan „Durst kennt keine Jahreszeit“ landete er 1922 seinen ersten großen Coup. Die dazugehörige Werbeoffensive Ende des Jahres war die erste durchgezogene Winterkampagne von Coca-Cola.Woodruffs Ziel, dass eine Coca-Cola nie mehr als eine Armeslänge entfernt sein dürfe, wurde in den 1920er-Jahren angegangen, als man 1923 für Coca-Cola den Sechserpack entdeckte und dieser mit der Erfindung des Kühlschranks immer populärer wurde, so dass die Leute sich erstmals Coca-Cola auch in größeren Mengen mit nach Hause nehmen konnten. 1928 bereits wurde mehr Cola in Flaschen als in den Soda-Bars verkauft. Als einige Jahre später auch gekühlte Getränkeautomaten für einen erschwinglichen Preis auf den Markt kamen, wurde ein weiterer Schritt zu diesem Ziel gegangen, indem man an praktisch allen öffentlichen Orten diese Automaten aufstellte. Vor allem Tankstellen waren von großer strategischer Bedeutung. 1929 hatte man ein landesweites Netz mit insgesamt 1,5 Mio. Tankstellen aufgebaut.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in den Niederlanden durfte sich Coca-Cola erstmals „Offizielles Erfrischungsgetränk der Olympischen Spiele“ nennen.
Coca-Cola-Weihnachtstruck

1931 erschien in der Coca-Cola-Werbung zum ersten Mal ein Weihnachtsmann. Dieser war ein freundlicher, dicker, rot bekleideter Mann mit langem, weißem Bart. Zuvor wurde der Weihnachtsmann oft als ein bärtiger, alter Mann mit langem, braunen Pelzmantel und Kapuze gezeichnet, nur selten in der von Coca-Cola verwendeten Gestalt. Daher hat Coca-Cola den roten Weihnachtsmann zwar nicht erfunden, wie oft behauptet wird, aber es trug durch die sehr bekannten Weihnachtswerbespots zur raschen weltweiten Verbreitung dieser Farbgebung bei, so dass heute praktisch alle Weihnachtsmänner Coca-Cola-rot sind.

An den Erfolg von Coca-Cola wollten viele andere Unternehmen anknüpfen. So sprossen unzählige Mengen von Nachahmern aus dem Boden. Der größte Konkurrent Pepsi gab sich in den 1950er-Jahren nicht mehr damit zufrieden, ein „Plagiat“ zu sein. Er wandte sich von seiner damaligen Zielgruppe, der biederen Mittelschicht, ab und der Jugend zu. So entstand einer der wirksamsten Slogans der Werbegeschichte, die Pepsi-Generation. Dies war der Anfang einer Auseinandersetzung, die später zum sogenannten Cola-Krieg ausuferte.

Die wohl bekannteste Werbung war der durch Billy Davis’ Lied „I’d Like to Teach the World to Sing“ unterlegte Spot, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alters sich im Laufe des Spots auf einer Wiese zusammenfinden, um gemeinsam zu singen, und der das Gemeinschaftsgefühl, das durch das Trinken von Coke entstehen soll, stark betont. Nachdem Pepsi 1985 den Cola-Krieg offiziell eröffnet und den Superstar Michael Jackson für einen Werbespot engagiert hatte, konterte die Coca-Cola Company, indem sie eine neue Fassung dieses Spots drehte. Coca-Cola-Werbung funktioniert auch heute noch nach diesem Prinzip, wie der aktuelle Spot „The March“ zeigt, der als zweite Fortsetzung des Spots von 1971 angesehen werden kann.

Die Brause wird offiziell in Nordkorea, Myanmar sowie auf Kuba nicht verkauft. In Indien war Coca-Cola von 1977 bis 1991 verboten, da sich das Unternehmen weigerte, das Rezept offenzulegen.

Mythos Kokain

Über den ursprünglichen Kokaingehalt einer Coca-Cola ist viel spekuliert worden. Laut einem Rezept, das wohl von Frank M. Robinson verfasst wurde, enthielt ein Glas 8,45 mg Kokain, wobei die heutzutage typischerweise geschnupfte Dosis bei 20 – 30 mg liegt und oral eingenommenes Kokain schwächer wirkt. Ein Glas allein wird also keinen Rausch ausgelöst haben. Trotzdem streitet die Coca-Cola Company heute offiziell immer noch ab, dass ihr Getränk jemals Kokain enthalten habe.

Nachdem die suchterzeugende Wirkung von Kokain sich allmählich in den westlichen Ländern herumgesprochen hatte, ging der Hersteller 1902 dazu über, nur noch nichtalkaloide Extrakte aus den Kokablättern als Aroma zuzugeben. Dies geschah nicht zuletzt, um den Anspruch auf das Warenzeichen nicht zu verlieren. Ob Koka heute noch zur Cola-Herstellung verwendet wird, ist umstritten. Coca-Cola bestreitet es. Die Stepan Company besitzt eine Sondergenehmigung zur Einfuhr und Verarbeitung von Koka-Blättern aus Peru und Bolivien. Ob Coca-Cola davon profitiert, bleibt Spekulation.

Dieser „Hauch der Sünde“ hat Coca-Cola bei ihrem Erfolg und Image geholfen. In den USA wird Coca-Cola inzwischen nur unter dem ehemaligen Spitznamen „Coke“ vermarktet, der auch Koks im Sinne des Heizmaterials bedeutet, aber umgangssprachlich auch für Kokain steht. In den Südstaaten nannte man Coca-Cola lange schlicht nur „Dope“.

Design

Die berühmte Konturflasche, auch „Humpelrock“ genannt, wurde 1916 in den USA durch die Manufaktur „Root Glass Company“, von Earl R. Dean erfunden. Als Vorbild für die weiblichen Rundungen soll eine gläserne Tiffany-Vase Pate gestanden haben. Die Riffelung des Glases kommt vermutlich daher, dass ein Mitarbeiter der Manufaktur bei der Suche nach einer Abbildung des Kokablattes im Lexikon unter Kakaobohne nachsah. Sie wurde eingeführt, um Coca-Cola von den damals unzähligen Cola-Kopien zu unterscheiden. Ein weiterer Vorteil war auch das dicke Glas, das den Inhalt größer erscheinen ließ. Am Anfang war das Glas noch grünlich gefärbt; heute ist es Klarglas. Die Flasche entwickelte sich – neben dem Namen und dem Schriftzug – schnell zu einem eigenständigen Kennzeichen des Getränks, wurde aber markenrechtlich erst 1960 geschützt.

Da ab den 1950er-Jahren Pepsi nicht zuletzt wegen ihrer 12-Unzen-Flasche immer mehr Marktanteil gewann, wurden im Februar 1955 die „King Size“-10- und 12-Unzen-Flaschen und die 26 Unzen fassende Familien-Flasche eingeführt. Erstere wurden zum gleichen Preis wie die originale 6-Unzen-Flasche verkauft, was aber deren Beliebtheit keinen Abbruch tat. 1977 wurde in Deutschland das rot-weiße Logo erstmals als farbiges Etikett auf die Flaschen geklebt.

Produktvarianten

Neben der klassischen Coca-Cola vermarktet die Coca-Cola Company auch abgeleitete Produkte unter den Marken Coca-Cola und Coke. So wurde 1982 mit großem Erfolg die kalorienreduzierte Diet Coke/Coca-Cola Light eingeführt (in Deutschland 1983). Von Coca-Cola und Diet Coke/Coca-Cola light gibt es auch koffeinfreie Versionen.

1985 erschien eine Coca-Cola mit neuem Rezept als New Coke in den USA, wurde aber nach Verbraucherprotesten wieder zurückgezogen. Die klassische Coca-Cola kehrte dann unter dem Namen Coca-Cola Classic wieder zurück. In manchen Regionen ist die neue Coca-Cola als Coke II weiterhin erhältlich.

Geschmackliche Variationen sind etwa Vanilla Coke mit Vanillegeschmack, Cherry Coke mit Kirsch-Geschmack, Coca-Cola Citra mit Zitrus-Geschmack, Coca-Cola mit Zitronen-, Limonen- oder Himbeer-Geschmack sowie Coke Light Lemon mit Zitronengeschmack.

2004 wurde zuerst in Japan und dann in den USA Coca-Cola C2 mit halbierter Zuckermenge und damit halbierter Kalorienmenge eingeführt.

2005 erschien in den USA Coca-Cola Zero, im Juli 2006 in Deutschland. Wie Coca-Cola light enthält Coca-Cola Zero keinen („zero“) Zucker und daher (fast) keine Kalorien aber dafür Süßstoff (< 0,25 kcal/100 ml). Laut Hersteller unterscheiden sich beide Produkte ausschließlich im Geschmack: Coke Zero schmecke „fast wie die klassische Coca-Cola“, während Coca-Cola light einen „eigenen einzigartigen Geschmack“ habe. Kritiker sehen die Einführung eines weiteren zuckerfreien Cola-Getränks in der Vermarktung begründet: Während sich die Werbung für Coca-Cola light vermehrt an Frauen richtet, sind die Zielgruppe der Werbung für Coca-Cola Zero figurbewusste Männer.

Anfang 2006 testete die Coca-Cola Company das neue Produkt Coca-Cola BlāK mit Kaffee-Geschmack in Frankreich und führte es kurz darauf in den USA ein. In Frankreich wurde ebenfalls das neue Coca-Cola light sango eingeführt.

Ab April 2008 wird in Deutschland das Produkt Coke Light Lemon durch die Wellness-Variante Coca-Cola Light Plus Lemon C ersetzt und zusätzlich die neue Variante Coca-Cola Light Plus Green Tea (mit Grünem-Tee-Geschmack) eingeführt. Beide sollen die weibliche Zielgruppe der 25- bis 39-Jährigen ansprechen.

Nachahmer

Durch den Erfolg von Coca-Cola, eigentlich selbst als Nachahmung des Vin Mariani entstanden, wurden viele Nachahmer auf den Plan gerufen, so sprossen um die Jahrhundertwende eine Unzahl von Colas aus dem Boden, unter anderem Coke-Ola, Carbo-Cola, Sola-Cola, Coca-Nola, Pepsi-Cola, Pepsi-Nola, Cola-Coke, Kola-Kola, Noka-Cola oder Cold-Cola. Auch Pembertons ehemaliger Partner J. C. Mayfield produzierte Getränke wie Dope, Wine Cola oder Koke.

Auch deswegen wollte sich Candler den Coca-Cola-Schriftzug als Warenzeichen schützen lassen. Dabei stieß er aber auf den Drogeristen Benjamin Kent aus New Jersey, der seit 1884 Kent’s Coca-Cola verkaufte und sich diese schon 1889 hatte schützen lassen, aber aus rechtlichen Gründen angegeben hatte, sie erst seit 1888 zu verkaufen. Wegen dieses glücklichen Umstands konnte sich Candler die Rechte schützen lassen, da Pemberton den Namen Coca-Cola schon 1887 hatte eintragen lassen.

Daraufhin wollte die Coca-Cola Company die leidigen Nachahmer verklagen, scheiterte aber anfangs, da die Angeklagten argumentierten, Coca-Cola sei nur ein deskriptiver Name für die Hauptbestandteile. Aus Angst, dass diese Argumentation Allgemeingut werde, sah Candler zunächst von weiteren Klagen ab.

1904 trat der Anwalt Harold Hirsch Candlers Anwaltskanzlei bei und 1905 wurde das US-amerikanische Markenzeichengesetz eingeführt, das „Coca-Cola“, ob deskriptiv oder nicht, zunächst für 10 Jahre unter Schutz stellte. Als Hirsch 1909 bei der Coca-Cola Company Hauptverantwortlicher für Rechtsangelegenheiten wurde, heuerte er erst Detektive an, die in Soda-Bars Proben nahmen und kontrollierten, ob unter dem Namen Coca-Cola nicht andere Produkte ausgeschenkt wurden. 1915 baute er eine hausinterne Ermittlungsabteilung mit vollzeitbeschäftigten Spionen auf. Dazu verklagte er jede Getränkefirma, deren Produktname nur entfernt an Coca-Cola erinnerte oder die rote Fässer, ein ähnliches Schriftlogo oder rautenförmige Etiketten verwendeten. Zudem versuchte er erfolglos, die braune Färbung von Coca-Cola schützen zu lassen. 1923 hatte er genug Prozesse gewonnen, um ein 650 Seiten starkes Buch über das Coca-Cola-Recht herauszugeben. 1926 hatte er schon schätzungsweise 7000 Marken „unter die Erde“ gebracht und strengte durchschnittlich eine Klage pro Woche an.

In den 1930er-Jahren sollte auch Pepsi-Cola verklagt werden, nachdem Walter Mack die Firma übernommen hatte und dieser Coke aus mehreren seiner eigenen Ausschankstätten verbannt und durch Pepsi ersetzt hatte. Zudem hatte man bei Coca-Cola das Ziel ins Auge gefasst, das Wort Cola für sich zu registrieren. Dazu musste man sichergehen, dass Cola der geläufige Ausdruck für Coca-Cola blieb. Nachdem Mack jedoch Beweise für Bestechung in einem früheren Prozess gegen ein anderes Plagiat entdeckt hatte, einigte man sich außergerichtlich darauf, dass Pepsi sein Getränk auch weiterhin eine Cola nennen durfte. Da man nun seitens der Coca-Cola Company keine Chance mehr hatte, sich diesen Ausdruck zu sichern, forcierte man die Anstrengungen darauf, Coke, das eigentlich Koks-Kohle bedeutet, als landläufige Bezeichnung für Coca-Cola zu etablieren und sich so diesen Namen schützen zu lassen.

Sorten in Deutschland

* 1929 Coca Cola
* 1983 Coca-Cola light (seit 1991 und 1995 jeweils mit neuem Geschmack)
* 1990 Coca-Cola light koffeinfrei
* 2000 Coca-Cola Cherry (1985-1986 Cherry Coca-Cola; 1986-2000 Cherry Coke)
* 2006 Coca-Cola Zero
* 2008 Coca-Cola light Plus Lemon C (ersetzt Coca-Cola light Lemon)
* 2008 Coca-Cola light Plus Green Tea
* 2008 Coca-Cola Vanilla (2003-2008 Vanilla Coke)

Rezept

Die von Pemberton gebraute Pemberton’s French Wine Coca aus Wein, Kolanüssen und Kokablättern hat mit der heutigen Coca-Cola nicht viel gemeinsam. Sein Rezept war hauptsächlich konzipiert, den bitteren Geschmack des Kokablattes zu überdecken. Nachdem Pemberton das Rezept für die von ihm bereits abgewandelte, weinlose Coca-Cola mehrfach verkauft hatte, hatte außerdem ein Dutzend Leute Zugang zu seinem Rezept. Aus diesen Gründen änderte Candler die Zusammensetzung und gab ihr den Code 7X, wodurch er Coca-Cola geschmacklich vom Ursprungsrezept abgrenzen konnte. Er war so besessen von Geheimhaltung, dass er das Rezept niemals zu Papier brachte, die Etiketten immer von allen Konzentraten entfernte und seine Cola stets eigenhändig hinter verschlossenen Türen braute. Das Konzentrat aus Kolanuss und Kokablatt erhielt den Namen Merchandise No. 5.

Da der synthetische Zuckeraustauschstoff Saccharin konservierend wirkte und billiger war, wurde schon bei den ersten Abfüllversuchen seitens des Abfüllers Thomas im Geheimen damit experimentiert, den Sirup zum Abfüllen damit zu strecken. Um die Jahrhundertwende ging diese Zutat dann irgendwann in das Rezept ein, vermutlich nach Rücksprache mit Thomas. 1906 wurde es jedoch wieder herausgenommen, um dem Pure Food and Drug Act zu entsprechen, das Saccharin als „verfälschende“ Zutat deklarierte. Weil die Coca-Cola Company aufgrund dieses Gesetzes wegen des Koffein-Gehaltes von Coke verklagt wurde, einigte man sich 1917, den Koffein-Gehalt auf 130 mg/100 ml zu reduzieren, dafür jedoch den Anteil von Merchandise No. 5 zu verdoppeln.

Noch heute wird behauptet, dass die Rezeptur (Formel 7×100) eines der bestgehüteten Geheimnisse sei. Die Formel liegt der Legende nach in einem Tresor in Atlanta; nie mehr als zwei Menschen sollen Zugang zu diesem haben und die genaue Rezeptur kennen.

Die hauptsächlichen Geschmacksträger waren und sind echte Vanille, Orangen-, Zitronen- und Zimtöle. Für den sauren Geschmack sorgt Phosphorsäure, für die Süße gewöhnlicher Haushaltszucker (chemisch Saccharose). Die Zutaten sind heute überall auf der Welt die gleichen, und alle Zutaten wie Wasser oder Zucker müssen gleich aufbereitet werden. Hierbei gelten strenge Auflagen. Einzig bei der verwendeten Zuckerart dürfen die Produzenten wählen. So wird in Europa hauptsächlich Rübenzucker, in Asien eher Rohrzucker und in Amerika Zucker aus Mais-Sirup verwendet. Der Geschmack ist weltweit gleich.

Offizielle Zutatenliste

Auf dem Etikett von Coca-Cola sind folgende Zutaten angegeben:

Wasser, Zucker, Kohlensäure, Lebensmittelfarbstoff E 150d (Zuckerkulör), Säuerungsmittel: E 338 (Phosphorsäure), Aroma, Aroma-Koffein

Die meisten Varianten wie etwa Coca-Cola light unterscheiden sich dem Etikett nach hauptsächlich durch Verwendung von Zuckeraustauschstoffen.

100 ml Cola enthalten durchschnittlich 10 mg Koffein (zum Vergleich: 100 ml Filterkaffee enthalten etwa 64–96 mg Koffein.) Obwohl es sich bei Koffein um eine pharmakologisch aktive Substanz handelt, müssen Getränke, die weniger als 15 mg/100 ml Koffein enthalten, in Deutschland keine Konzentrationsangaben ausweisen.

Pendergrasts Rezept

Mark Pendergrast behauptet in seinem Buch (Lit.: [a]), die ursprüngliche Coca-Cola-Rezeptur gefunden zu haben. Sie stammte aus der Feder von Thomas, der bei Pemberton angestellt war. Da einem Chemiker, der aus Coke die braune Farbe entfernen sollte, das gleiche Rezept gegeben wurde, kann man davon ausgehen, dass dies das Ur-Rezept ist. Ihm zufolge bereitet man Coke wie folgt zu:

* 1 Unze Koffein-Citrat
* 1 Unze Vanille-Extrakt
* 2½ Unzen Essenz
* ausreichend Karamell

* 4 Unzen F.E. Coco 4
* 3 Unzen Zitronensäure
* 1 Quart Limonellensaft

* 30 lbs Zucker
* 2½ Gallonen Wasser

Die Essenz besteht aus:

* 80 Tl. Orangenöl
* 120 Tl. Limonenöl
* 40 Tl. Muskatnussöl

* 40 Tl. Zimtöl
* 20 Tl. Korianderöl
* 40 Tl. Neroliöl

* 1 Quart Alkohol

Koffeinsäure und Limonellensaft in 1 Quart kochendem Wasser mischen, Vanille und Essenzen zusetzen, sobald es abgekühlt ist.

Das Rezept sagt aber nicht aus, was mit dem Zucker, dem Koka-Extrakt, dem Karamell oder dem Rest des Wassers passiert.

Da Pendergrast behauptet, dass sein Rezept für 2,5 Gallonen Cola sei und dass Poundstones Rezept genau dasselbe sei, nur eben für nur 1 Gallone, schließt man daraus, dass die hier angegebene Mengenangabe von Pendergrast „ausreichend Karamell“ dieselbe Menge von Poundstones Rezept, nur mal 2½, ist. Sprich: „ausreichend Karamell“ ist in Pendergrasts Rezept nichts anderes als 37 g Karamell, die man für eine Gallone braucht, mal 2½ = 92,5 g Karamell (die Menge für 2½ Gallonen).

Poundstones Rezept

Die augenblicklichen Zutaten für 1 Gallone, wenn auch nicht in der richtigen Menge, so meint Mark Pendergrast, entspräche William Poundstones in dessen Buch Big Secrets abgedruckten Rezept:

* 2400 g Zucker
* 37 g Karamell

* 3,7 g Koffein
* 11 g Phosphorsäure

* 1,1 g Entkokainisierte Kokablatt-Tinktur
* 0,37 g Kolanüsse

Zucker in gerade genug Wasser auflösen. Kokablatt und Kolanüsse in 22 Gramm zwanzigprozentigem Alkohol tränken, dann filtern und die Flüssigkeit dem Sirup zusetzen.

Herstellung der Essenz (7X-Essenzen):

* 30 g Limonellensaft
* 19 g Glyzerin
* 1,5 g Vanille-Extrakt
* eine Spur Neroliöl

* 0,47 g Orangenöl
* 0,88 g Limonenöl
* 0,07 g Muskatnussöl

* 0,20 g Kassiaöl (chinesisches Zimtöl)
* 0,27 g Limonellenöl
* eine Spur Korianderöl

Mit 4,9 g 95-prozentigem Alkohol mischen, 2,7 g Wasser hinzufügen, 24 Stunden bei ca. 15 °C ziehen lassen. Eine trübe Schicht fällt aus. Den klaren Teil der Flüssigkeit nehmen und ihn dem Sirup hinzufügen. Ausreichend Wasser für 1 Gallone Sirup auffüllen. Eine Unze Sirup mit kohlensäurehaltigem Wasser mischen, so dass 6,5 Unzen Flüssigkeit entstehen.

Laut Aussagen, die die Firma schon gemacht hat, liegt diese Formel bei wenigstens drei Mengenangaben daneben:

* 13,2 g Phosphorsäure statt 11 g
* 1,86 g Vanilleextrakt statt 1,5 g
* 91,99 g Karamell statt 37 g

Poundstone und mehrere Quellen behaupten auch, dass Lavendelöl zur Essenz gehört.

Kritik

Der Coca-Cola Company wird eine Mitverantwortung für die zunehmende Zahl gesundheitlicher Schäden in den wohlhabenden Ländern zu Lasten gelegt (ausführlicher siehe The Coca-Cola Company).

2006 wurden in Indien bis zu dreißigfach über den Grenzwerten liegende Pestizid-Werte in Coca-Cola nachgewiesen. Das Unternehmen bestritt die Vorwürfe und das regionale Verbot des Verkaufs von Coca-Cola wurde von einem Gericht aufgehoben. Eine aktuelle Studie bestätigt die Einhaltung der europäischen Richtlinien für Pestizide in Getränken. Dazu ist anzumerken, dass in Indien das Grundwasser durch den enorm hohen Einsatz von Pestiziden belastet ist. Eine Produktion mit indischem Grundwasser führt somit immer zu einer Pestizidbelastung im Endprodukt, da sich Pestizide nicht aus dem Wasser ausfiltern lassen.

Indische Aktivisten, wie Nandal Master, fordern außerdem die Schließung der Abfüllanlagen von Coca Cola, da diese durch den immens hohen Wasserverbrauch (500 Millionen Liter im Jahr) den Einheimischen den Zugang zu Trinkwasser verwehren. Des Weiteren wird Coca Cola beschuldigt, in Kolumbien mit Hilfe rechter Paramilitärs Druck auf die Belegschaft dortiger Anlagen auszuüben. Sogar Morde an Gewerkschaftern von Sinaltrainal, einer Lebensmittelgewerkschaft, werden der Firmenleitung in Kolumbien zu Last gelegt.

Der weltgrößte Pensionsfonds TIAA-CREF verkaufte 2006 seine Coca-Cola Anteile im Wert von 52,4 Millionen Dollar, nachdem bekannt geworden war, dass der Konzern gegen Kinderschutz, ILO- und Umweltstandards verstoßen haben soll.

Coca-Cola und Gesundheit

100 ml Coca-Cola enthalten nach Firmenangaben 10,6 g Zucker und 42 kcal oder 175,73 kJ, das entspricht bei einer Liter-Flasche etwa 36 Stück Würfelzucker. Dies ist in etwa die Energiemenge, welche bei einem 50-minütigem Dauerlauf verbraucht wird. Wegen des hohen Zuckergehaltes kann der häufige Konsum von Coca-Cola Übergewicht fördern.

Der Zucker und die Säuerungsmittel Phosphorsäure, Kohlensäure und Zitronensäure in Coca-Cola können zu Zahnschäden führen, da andauernde Säureumspülung den Zahnschmelz erodiert.

Der pH-Wert von Coca-Cola liegt bei ungefähr 3 (vergleichbar mit Speiseessig). Dies ist jedoch nicht schädlich, da der Magen selbst sauer ist und auch der Speichel neutralisierend wirkt.

Die Behauptung, Fleisch oder Zahnschmelz löse sich in Coca-Cola auf, ist falsch. In Umlauf gebracht wurde dieses Gerücht angeblich von deutschen Mitbewerbern während der Zeit des Nationalsozialismus. Allerdings kann man einen rostigen Nagel nach ca. 48 Stunden Cola-Bad rostfrei aus der Flüssigkeit ziehen. Auch trübe gewordene Geldstücke können mit Cola gereinigt werden. Diese Effekte sind aber genauso gut mit anderen säurehaltigen Getränken zu erreichen.

In der Sendung Mythbusters wurde in einer Folge ein Augenmerk auf die oben erwähnten Mythen gelegt. Demnach ist Cola ein gutes Reinigungsmittel gegen Blutflecke, ein gutes Chromreinigungsmittel und, wie oben genannt, säubert es eine Münze. Die anderen Mythen wurden durch Versuche widerlegt.

Die angeblichen positiven gesundheitlichen Wirkungen bei Durchfallerkrankungen sind wissenschaftlich nicht belegt. Die Empfehlung, Cola zu trinken, beruht in erster Linie darauf, dass der enthaltene Zucker dafür sorgt, dass dem Körper über einen Glucose-Natriumchlorid-Cotransporter wieder Kochsalz zugeführt werden kann. Bei Durchfallerkrankungen funktioniert der Natriumchlorid-Transporter im Darm nämlich nicht. Dieser Effekt kann aber auch durch jedes beliebige andere zuckerhaltige Getränk erzielt werden.

100 ml Coca-Cola enthalten 10 mg Koffein. Empfindliche Menschen sollten abends keine koffeinhaltigen Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola mehr trinken, denn Koffein hemmt den Parasympathikus, der für Erholung und geregelte Verdauung sorgt.

Die Framingham Osteoporosis Study von 2006 legt den Verdacht nahe, dass eine häufige Einnahme von Cola-Getränken, nicht aber von anderen kohlensäurehaltigen Getränken, bei Frauen zu einer deutlichen Schwächung der Knochen führt. Das wird von den Erstellern der Studie auf den hohen Anteil von Phosphorsäure zurückgeführt, die den Körper an der Aufnahme von Calcium hindert und die Ausscheidung des Minerals fördert. Auch das in Cola enthaltene Koffein wurde in der Vergangenheit bereits mit Osteoporose in Verbindung gebracht. Ebenso hat die Studie ergeben, dass die Einnahme von koffeinfreier Cola von Teilen der Probanden sich weniger stark auf den Mineralstoffgehalt der Knochen ausgewirkt hat.

Coca-Cola-Light-Produkte enthalten laut Etikett den Süßstoff Aspartam. Die FDA wertete eine große Anzahl toxikologischer und klinischer Studien zu Aspartam aus und erklärte 1981 den Gebrauch für sicher, sofern eine Tagesdosis von 50 mg/kg Körpergewicht/Tag nicht überschritten wird. Der EU-Grenzwert wurde auf 40 mg/kg Körpergewicht/Tag festgesetzt. Praktisch bedeuten 40 mg/kg Körpergewicht für einen 70 kg schweren Menschen etwa 266 Süßstofftabletten, oder 26,6 Liter Cola light, die an einem Tag eingenommen werden müssten. Über mögliche weitere Gesundheitsgefahren bei der Verwendung von Aspartam gibt es kontroverse Meinungen. Nähere Informationen dazu siehe Aspartam#Gesundheitsfragen.

Aspartam ist eine Phenylalaninquelle und darf von Menschen mit der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie nicht in unkontrollierter Dosis eingenommen werden, da sie Phenylalanin im Körper nicht abbauen können. Deswegen wird auf den Flaschenetiketten bei Aspartam der Zusatz „enthält eine Phenylalaninquelle“ ergänzt.

Zitate

“You can be watching TV and see Coca-Cola, and you can know that the President drinks Coke, Liz Taylor drinks Coke, and just think, you can drink Coke, too. A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All the Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it, the President knows it, the bum knows it, and you know it. ”

„Du kannst vor dem Fernseher sitzen und siehst Coca-Cola, und du weißt, dass der Präsident Coke trinkt, Liz Taylor Coke trinkt, und denkst daran, auch du kannst Coke trinken. Eine Coke ist eine Coke, und kein Geld der Welt kann dir eine bessere Coke kaufen als die, die der Penner an der Ecke gerade trinkt. Alle Cokes sind gleich und alle Cokes sind gut. Liz Taylor weiß es, der Präsident weiß es, der Penner weiß es und du weißt es.“

– Andy Warhol

Siehe auch

* Getränkemarken der Coca-Cola GmbH – unterschiedliche Produkte der deutschen Tochter der Coca-Cola Company
* Pepsi
* Cola-Krieg
* Knibbelbilder
* OpenCola – Colagetränk, dessen Rezept frei ist

Literatur

* Mark Pendergrast: Für Gott, Vaterland und Coca-Cola. München: Heyne 1995, ISBN 3-453-08784-4.
* Ulf Biedermann: Ein amerikanischer Traum: Coca-Cola: die unglaubliche Geschichte eines 100-jährigen Erfolges. Hamburg: Rasch und Röhring 1985, ISBN 3-89136-044-4.
* Helmut Fritz: Das Evangelium der Erfrischung: Coca-Cola, die Geschichte eines Markenartikels. Siegen: Forschungsschwerpunkt Massenmedien u. Kommunikation 1980.
* Christa Murken-Altrogge: Werbung, Mythos, Kunst: am Beispiel Coca-Cola. Tübingen: Wasmuth 1977, ISBN 3-8030-3023-4.
* David Greising: Die Welt soll Coca-Cola trinken: so machte Roberto Goizueta Coca-Cola zur Nr. 1. Landsberg: Lech mit Verl. Moderne Industrie 1999, ISBN 3-478-36720-4.
* Siegfried Pater: Zuckerwasser: vom Coca-Cola-Imperium. Bonn: Retap 2002, ISBN 3-931988-09-0.
* Maja Kraas: Produkthaftung und Warnhinweise: eine rechtsökonomische Analyse am Beispiel von Coca-Cola. Frankfurt a. M.: Lang 2004, ISBN 3-631-52360-2.
* Peter H. C. Mutke: Experimentelle Untersuchungen über den psychophysischen Einfluß von Coca-Cola auf den alkoholbeeinflußten Menschen. Heidelberg 1953, Hochschulschrift: Heidelberg, Med. F., Diss. v. 18. April 1953 (Nicht f. d. Ausl.)

Quelle: www.wikipedia.de




Hier finden sie Bilder zu dem legendären Erfrischungsgetränk.

LOL

1.Lol (Fluss), einen Fluss in der Region Bahr al-Ghazal im Sudan, Afrika

2.Chemiestunde: „Was geschieht mit Gold, wenn man es an der freien Luft liegen lässt?“ „Es wird gestohlen…“

3.Der kleine Hans Jürgen fragt: „Vati, bist du als Kind eigentlich immer brav in die Schule gegangen?“ – „Aber natürlich, mein Sohn. Ich habe keinen einzigen Tag ausgelassen!“ – „Siehst du Mutti, es hat auch nichts genützt!“

4.Der stolze Vater prahlt beim Kaffee, wie toll sein einjähriger Sohn schon sprechen kann. „Bubi, sag’ mal Rhinozeros!“ Der Kleine kommt zum Tisch gekrabbelt, zieht sich an der Tischkante hoch, schaut skeptisch in die Runde und fragt: „Zu wem?“

5.Die Kuh eines ostfriesischen Bauern ist krank. Besorgt fragt er seinen Nachbarn: „Was hast Du denn damals deiner Kuh gegeben als sie so krank war?“ „Salmiak-Geist.“ Gesagt, getan. Nach einer Woche besucht der Bauer seinen Nachbar. „Meine Kuh ist tot“, sagt er. Darauf dieser: „Meine damals auch.“

6.Die Mutter schimpft: „Wenn du dich weiterhin so benimmst, geben wir dich in ein Internat, damit du gute Manieren lernst.“ Sagt der Sohn: „Kann ich die denn nicht zu Hause lernen?“

7.Die schwäbische Nationalmannschaft hat ein Spiel gewonnen. Der Trainer kommt in die Kabine und sagt: „Kerle, ihr warad großartig. Ihr hend eich jetzt a Erfrischung redlich verdient. Los, Made, machs Fenschder ufff!“

8.Ein Dicker zu einem Dünnen: „Wenn man Dich so ansieht, meint man, es wäre eine Hungersnot ausgebrochen.“ Darauf der Dünne: „Und wenn man Dich so ansieht, meint man, Du wärst Schuld daran.“

9.Ein Kannibale fliegt zum ersten mal. Die Stewardess kommt vorbei und fragt: „Mein Herr, was darf ich denn ihnen bringen?“ Der Kannibale: „Hmm, zuerst könnten sie mir mal die Passagierliste bringen.“

10.Ein kleiner Junge steht auf und sagt zur Lehrerin: „Tante, ich muss mal!“ „Hör mal, Peterle, in einem derartigen Fall sollst du den Finger hochheben!“ „Sooo?“ fragt der Kleine erstaunt, „Damit geht es auch?“

11.Ein kleiner Junge war zwei Tage nicht in der Schule. Am dritten Tag bringt er die Entschuldigung für seine Lehrerin: „Hiermit entschuldige ich das Fehlen meines Sohnes in der Schule. Er war sehr krank. Hochachtungsvoll, meine Mutter“

12.Ein kleines Mädchen ging, mit drei großen Eistüten in der Hand, den Strand entlang. Gerade als sie bei den Eltern ankam, rutschte ihr eines aus der Hand und fiel in den Sand. „Wie schade,“ sagte sie traurig, „jetzt habe ich Dein Eis fallen lassen, Vati!“

13.Ein Mann bewirbt sich in Kanada bei einer Holzfällergesellschaft. Da er sehr schmächtig ist bezweifelt man seine Fähigkeit und fragt nach seiner Herkunft. „Ich komme aus der Sahara“ „Aber das ist doch eine Wüste?!“ „Eben“

14.Ein Schwabe breitet im Winter Mist aus auf dem gefrorenen Bodensee. Kommt ein Schweizer und sagt: „Ja du Depp, im Frühjahr taut´s und dein Mist versinkt im ‘See!“ Darauf der Schwabe:“ Halts Maul, nochher kommt en Öschderreicher, der will den Acker kaufa.“

15.Ein schwäbisches Ehepaar wandert durch die Alpen und fällt in eine Gletscherspalte. Am nächsten Tag hören sie eine Stimme von oben rufen: „Hallo, hier ist das Rote Kreuz!“ Darauf ruft der Schwabe zurück: „Mir gäbet nix!

16.Eine ältere Dame kommt in eine Zoohandlung und schaut sich die vielen Tiere an. Vor dem Papageienkäfig bleibt sie stehen und fragt: „Na du kleiner bunter Vogel, kannst du auch sprechen?“ Darauf der Papagei: „Na du alte Krähe, kannst du auch fliegen?“

17.Eine Ameise flaniert über die Wiese und wird von einem Pferdeapfel getroffen. Zwei Stunden braucht sie um sich heraus zu wühlen. Scheiße schimpft sie. Genau aufs Auge.

18.“Erwin, wenn ich Deine schmutzigen und obszönen Ausdrücke höre, denke ich manchmal, meine ganze scheiß Erziehung war für den Arsch!“

19.Es begegnen sich zwei Freunde und der eine geht gebückt, fragt der andere: „Du warum gehst du so krumm.“ „Ich habe in die Hose gemacht. Sagt der andere :“ Darum musst du doch nicht so krumm gehen, doch da sagt der andere: Ich bin noch nicht fertig.“

20.Evi sieht immer zu, wenn ihr kleiner Bruder gewickelt wird. Einmal vergisst die Mutter den Puder. „Halt!“, schreit Evi, „du hast vergessen ihn zu salzen!“

21.Frage: Was ist die Unterschied zwischen Brokkoli und Nasenschleim? Antwort: Es ist schwierig, Kinder zu finden, die Brokkoli gerne essen…

22.Fragt der Malermeister seinen Sohn: „Wann ist Mutter denn endlich fertig mit Schminken?“ Darauf der Kleine: „Mit dem Unterputz ist sie schon fertig, sie macht gerade den ersten Anstrich.“

23.Fragt die Mutter ihren Sprössling: „Sag mal, warum spielst du eigentlich nicht mehr mit dem Oskar?“ „Ach Mami, würdest du mit jemandem spielen, der dich beim kleinsten Streit immer gleich verhaut?“ „Nein, natürlich nicht.“ „Siehst du, Mami, Oskar eben auch nicht.“

24.Frau Sebald zu dem jungen Mann: „Sie haben sich erlaubt, meiner Tochter einen Heiratsantrag zu machen. Warum haben Sie nicht erst mich gefragt?“ „Ich wusste nicht, dass Sie mich auch lieben!“

25.Fritz kommt in die Schule. In der ersten Stunde fragt der Lehrer: „Wie heißt du?“ „Mueller ohne F“ „Aber in Mueller kommt doch gar kein F vor!“ „Naja, das sagte ich doch gerade“

26.Gehen zwei Hunde durch die Wüste. Sagt der eine zum anderen: „Wenn nicht gleich ein Baum kommt, dann passiert ein Unglück.“

27.Geht ein Patient ständig den Gang auf und ab. Das macht die Schwester nervös. Schließlich nimmt sie den Patienten beim Arm und meint genervt: „SOOOO, und jetzt gehen wir aber schön ins Bett“
Der Patient: „Na, Schwester, wenn das mal kein anderer merkt…!“

28.Gestern schloss die Ostfriesische Landesbibliothek.
Das Buch wurde geklaut.

29.Hans kommt zufrieden aus der Schule: „Wir haben heute Sprengstoff hergestellt!“ „Und was macht ihr morgen in der Schule?“ „Welche Schule?“

30.“Ich möcht einen Whiskey“, bestellt der zehnjährige Knirps. „Willst du mich in Schwierigkeiten bringen?“, fragt die Kellnerin. „Darüber reden wir später. Erst mal möchte ich einen Whiskey!“

31.In der Geographiestunde fragt der Lehrer die Schüler: „Wenn ich im Schulhof ein tiefes Loch grabe, wo komme ich dann hin?“
Ein Schüler antwortet: „Ins Irrenhaus…“

32.Am Tisch stellt der Sohn dem Vater diverse Fragen: „Papa, warum…“ Immer antwortet der Vater: „Weiß ich nicht, mein Sohn.“ Nach fünf Minuten sagt die Mutter zum Sohn: „Frag Pappi doch nicht immer solches Zeug!“ Daraufhin der Vater: „Lass ihn doch, sonst lernt er ja nix…“

Lol (Fluss), einen Fluss in der Region Bahr al-Ghazal im Sudan, Afrika

FC Schalke 04

FC Schalke 04

Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. (kurz FC Schalke 04 oder S04) ist ein Fußballverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke. Mit sieben Deutschen Meisterschaften und vier Erfolgen im Tschammer- bzw. DFB-Pokal sowie dem Sieg im UEFA-Pokal 1997 zählt Schalke 04 zu den erfolgreichsten Fußballvereinen des Landes.

Mit 76.963 Mitgliedern (Stand: 1. Januar 2009) ist der Verein der zweitgrößte Sportverein Deutschlands und unterhält Abteilungen auch für Basketball, Tischtennis, Handball und Leichtathletik. Seit August 2001 tragen die Fußball-Profis ihre Heimspiele in der Veltins-Arena aus, einem der modernsten Stadien der Welt.

Geschichte

1904 bis 1912: Gründungsjahre als „Westfalia“

Ein Jahr, nachdem das aufstrebende, stark vom Bergbau (Zeche Consolidation) geprägte Industriedorf Schalke in die Stadt Gelsenkirchen eingemeindet worden war, trafen sich einige 14- und 15-jährige Jungen, die einfach nur gemeinsam Fußball spielen wollten – der Legende nach in einem Hinterhof nahe der Gewerkenstraße am Schalker Markt. Josef Ferse, Wilhelm „Willy“ Gies, Johann Kessel, Viktor Kroguhl, Heinrich Kullmann, Adolf Oetzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg gründeten dazu am 4. Mai 1904 einen losen Verein, dem sie den Namen „Westfalia Schalke“ gaben. „Es ist die Stunde, da die Schalke-Geschichte beginnt“, schreibt 100 Jahre später Die Zeit, „eine Geschichte der Leidenschaft, des Schwindels, der Macht – die Geschichte des legendärsten deutschen Fußballklubs.“

Bis zum Jahresende hatte sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt; die Gründungsgeneration war „gegenüber der Masse der zugewanderten Arbeitskräfte eher kleinbürgerliche[r] Herkunft“ mit einer „relativ stabilen Lebensweise“, so war beispielsweise Willy Gies Lehrling beim Küchengerätehersteller Küppersbusch. Wie andere Vereine aus dem Ort spielten auch die Schalker auf dem städtischen Sportplatz, ehe der Vereinswirt ihnen einen eigenen an der Grenzstraße vermittelte. 1907 zählte der Verein bereits 40 – inzwischen zahlende – Mitglieder („fünf Pfennig monatlich für Schüler und zehn Pfennig für Schulentlassene“). Vereinsfarben waren in diesen Jahren nicht die heutigen Blau und Weiß, sondern Rot und Gelb.

1909 wurde mit der Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Gelsenkirchen aus den Freizeitkickern offiziell ein Verein; Vorsitzender wurde – da Willy Gies, den die Kicker bis dahin als ihren Leiter betrachteten, noch nicht volljährig war – Heinrich Hilgert, der auf der Zeche als Wiegemeister arbeitete. Die Umgebung des Vereins und viele seiner Fußballer entstammten diesem Bergmannsmilieu; dies brachte den Schalkern den Spitznamen „die Knappen“ ein – ein Knappe ist ein Bergmann nach abgeschlossener Lehre.

1912 bis 1924: Vom „Turnverein 1877“ zum „FC Schalke 04“

In den damaligen Fußballverband, den Westdeutschen Spielverband, wurden die Schalker Kicker auch als Verein zunächst noch nicht aufgenommen. Daher fusionierten die „Westfalen“ 1912 mit dem Schalker Turnverein 1877 unter Präsident Fritz Unkel, der diesem Verband bereits angehörte. Die Fußballer blieben allerdings eine eigenständige Abteilung innerhalb des Vereins.

Der Beginn des Weltkriegs 1914 beeinflusste auch den Sportverein aus Schalke; der Spielbetrieb wurde eingestellt. 1915 versuchte Robert Schuermann ihn mit einer Neugründung der Westfalia auf dem Gelände des Turnvereins wieder aufzunehmen; bis 1917 gelang dies, dann kam der Spielbetrieb endgültig für die Zeit des Krieges zum Erliegen.

Nach Ende des Krieges schlossen sich am 24. Juli 1919 der Schalker Turnverein 1877 und der Sportverein Westfalia Schalke endgültig zusammen; aus ihnen wird der Turn- und Sportverein Schalke 1877. Wenige Wochen zuvor, der Legende nach am 25. Mai 1919, gab es ein für die Zukunft ebenso wichtiges Ereignis: Ernst Kuzorra machte als B-Jugendlicher gegen Erle 08 sein erstes Spiel für den Verein.

1920 hatte der TuS 1877 im Fußballbereich fünf Senioren- und vier Jugendmannschaften; ein Team stieg in diesem Jahr in die A-Klasse, ein Jahr später als Meister in die Emscher-Kreisliga auf. Im August 1922 machte der Verein sein erstes Spiel gegen eine Mannschaft aus dem Ausland – den Halbprofis des österreichischen Erstligisten und amtierenden Pokalsiegers Wiener Associationfootball-Club unterliegen an der Grenzstraße die „Knappen“ knapp mit 1:2.

Wichtigste Schalker dieser Zeit sind die Brüder Hans und Friedrich („Fred“) Ballmann. Sie waren in Dortmund geboren; mit drei Jahren wanderten sie nach England aus, wo sie vom schottischen Kombinationsfußball mit seinen kurzen und flachen Pässen beeinflusst wurden. Fritz Unkel erinnerte sich 1934: „…als sie 1919 wieder nach Deutschland zurückkamen, galt es als eine Sensation, die ‚Engländer‘ spielen zu sehen. Ihr System […] kannte man in Deutschland nicht.“ Was sie von der Insel mitgebracht hatten, waren „Flachpass-Spiel. Dribbeln. Täuschen. Freilaufen.“ Die Grundlagen für das, was, später mit den Namen Ernst Kuzorra und Fritz Szepan verbunden, zum Erfolgsrezept des Teams in den 1930er Jahren wurde: den „Schalker Kreisel“.

Am 5. Januar 1924 spaltete sich auf einer Sitzung beim Vereinswirt Oeldemann die Turn- von der Fußballabteilung des Vereins ab. Die Fußballer wählten als neuen Namen Fußballklub Schalke 04 e.V. und die Vereinsfarben Blau und Weiß. Hans J. König schrieb das Vereinslied „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich“, das mit der Zeile „Tausend Feuer in der Nacht haben uns das große Glück gebracht“ auch von der Gelsenkirchener Schwerindustrie kündet.

1924 bis 1930: Mit dem „Kreisel“ zur Westdeutschen Meisterschaft

Hans Ballmann hatte den Verein im Oktober 1923 verlassen. Er wurde später Küster in Philadelphia, doch sein Bruder kümmerte sich bis 1926 weiter um die Verbesserung der „Kreiseltechnik“. Seine erfolgreichsten „Schüler“ waren dabei Ernst Kuzorra und dessen Schwager Fritz Szepan. 1924 wurden die Mannen Bezirksmeister der Kreisliga.

1925 verpflichteten die Gelsenkirchener zum ersten Mal einen richtigen Trainer – den ehemaligen Nationalspieler Heinz Ludewig. Mit ihm wurden sie Meister der Emscherkreisliga, Ruhrgaumeister der Kreisliga und Westdeutscher Meister der Kreisliga. Damit hätten die Schalker bereits eine weitere Stufe erklommen, hätte der Verband nicht eine Aufstiegssperre verhängt gehabt. Noch Jahre später witterten die damaligen Aktiven darin eine Verschwörung gegen den Verein. „Die wollten uns nicht in ihrer höchsten Klasse dabei haben“, zitiert die WAZ den ehemaligen Torwart August Sobotka. Mit „die“, also mit denjenigen, die mit dem Arbeiterverein Schalke nichts zu tun haben wollten, waren der Verband und die „bürgerlichen“ Vereine der Region, wie Schwarz-Weiß Essen, gemeint.1926 wiederholten die Schalker aber den Meistertitel und durften nun aufsteigen in die damals höchste Spielklasse, die Ruhrbezirklasse (Gauliga Ruhr), in der sie 1927 Meister und anschließend westdeutscher Vizemeister wurden. Damit erreichten sie erstmals die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, schieden jedoch in der Vorrunde durch eine 1:3-Niederlage gegen den TSV 1860 München aus. Die Euphorie war jedoch groß, und so beschloss die Mitgliederversammlung den Bau eines neuen Stadions, der alsbald in Angriff genommen wurde. Ernst Kuzorras Spielklasse wurde in diesem Jahr mit seinem ersten Einsatz in der deutschen Nationalelf am 20. November beim Spiel gegen die Niederlande gewürdigt. Er war damit der erste Schalker in der Auswahl.

1928, mit dem Österreicher „Guggi“ Wieser als Trainer, reichte es als erneuter Bezirksmeister nur zu Platz 3 der Westdeutschen Meisterschaft, der aber zum Erreichen der Endrunde genügte. Auch diesmal schieden die Knappen frühzeitig aus, mit einem 2:4 beim späteren Finalsieger Hamburger SV. Im September des Jahres gab es das erste Spiel in der neuen Glückauf-Kampfbahn, benannt nach dem Gruße der Bergleute; in Freundschaft ging es zur Eröffnung gegen Tennis Borussia Berlin. Dankbar, dass die Stadt Gelsenkirchen sich an den Kosten für die neue Spielstätte beteiligt hatte, benannte sich der Verein um in FC Gelsenkirchen-Schalke 04.

1929 feierte Schalke die dritte Bezirksmeisterschaft in Folge – und reüssierte erstmals auch in der Westdeutschen Meisterschaft: im Endspiel besiegten sie den Meidericher Spielverein. In der DM-Endrunde gab es jedoch wieder keinen Erfolg, mit einem 1:4 gegen Hertha BSC kam das Aus diesmal allerdings erst im Viertelfinale. Ähnlich lief es 1930: Der Westdeutsche Meister schied in der Endrunde ebenfalls im Viertelfinale mit einem 2:6 gegen den damaligen Rekordmeister 1. FC Nürnberg aus.

1930 bis 1933: Vom „Profi“-Skandal zur deutschen Vizemeisterschaft

Zum ersten schwarzen Tag in der blau-weißen Historie wurde der 25. August 1930: der Verein wurde vorübergehend aus dem Westdeutschen Spielverband ausgeschlossen, 14 Spieler des FC Schalke 04 wurden zu Profis erklärt und vom Spielbetrieb exkludiert. Der Verein habe sich mit „überhöhten Spesenzahlungen“ an die Spieler eines „Verstoßes gegen das Amateurwesen“ schuldig gemacht. Bis zu zwanzig statt der erlaubten fünf Mark Handgeld sollen unter anderem Hans Tibulski, Fritz Szepan und Ernst Kuzorra kassiert haben. Tatsächlich gab es auch Jahrzehnte später noch Gerüchte über Kuzorras finanzielles Gebaren – vor großen Spielen soll er erst einmal die Anzahl der Menschen auf den Rängen geschätzt und bei gutem Besuch das Hinauslaufen auf den Platz verzögert haben, bis die Verantwortlichen „’nen Hunderter für jeden Spieler“ in die Stiefel geschoben hatten.

So amüsant die Anekdote auch sein mag, so traurig war die Realität: Schalkes Schatzmeister Willy Nier nahm sich aus Scham über die Ereignisse das Leben.

Bereits im Januar 1931 wurde der Verein wieder in den Verband aufgenommen, die gesperrten Spieler zum 1. Juni 1931 begnadigt. 70.000 Zuschauer sahen an diesem Tage in der Glückauf-Kampfbahn das Comeback ihrer Spieler gegen Fortuna Düsseldorf. Auch für die Nationalmannschaft werden die Schalker bald wieder berücksichtigt; im September spielen Kuzorra, Szepan – zum einzigen Male gemeinsam – und Tibulski für den DFB in Hannover gegen Dänemark.

Szepan und Kuzorra sind in diesen Tagen die treibenden Kräfte der Schalker Mannschaft, verantwortlich für Taktik und Aufstellung, wenn auch offiziell Hans Sauermann als Trainer fungierte. 1932 erreichen die „Knappen“ so erneut die Endrunde der Deutschen Meisterschaft; erst im Halbfinale ist gegen Eintracht Frankfurt (1:2) Endstation.

Es mag strittig sein, ob der Verein auch ohne die Machtergreifung durch die NSdAP seine großen Erfolge in den 1930er und 1940er Jahren hätte feiern können; klar ist aber, dass er vor der Zeit des Nationalsozialismus auf einem Weg war, der stetig bergauf ging. Auch 1933 erreichte Schalke als Westdeutscher Meister die Endrunde der Deutschen Meisterschaft; nach Siegen gegen den Berliner FC Viktoria 89 und FSV Frankfurt gewannen die Blau-Weißen diesmal auch das Halbfinale, im Leipziger Probstheidaer Stadion gegen 1860 München. Im Finale ging es in Köln am 11. Juni 1933 gegen Fortuna Düsseldorf, das in der Westdeutschen Meisterschaft noch hinter den Schalkern gelandet war. Doch vor 60.000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion war es die Fortuna, die das Spiel mit 3:0 für sich entschied. Bis zur ersten Deutschen Meisterschaft sollte es noch ein Jahr dauern.

1933 bis 1945: Titelsammler unterm Hakenkreuz

Die erfolgreichsten Jahre des FC Schalke 04 fielen in die Zeit des Nationalsozialismus. Zwischen 1934 und 1942 stand die Mannschaft jedes Jahr mindestens im Meisterschafts- oder Pokalfinale. Sechsmal gewann sie die Meisterschaft, einmal (1937) zusätzlich den Tschammerpokal. Unvermeidlich war dabei, dass die Erfolge der Mannschaft von den Nationalsozialisten ideologisch ausgeschlachtet und Spieler instrumentalisiert wurden. Spieler ließen sich aber auch instrumentalisieren. Die Meisterschaftsfinals wurden ab 1937 im Olympiastadion Berlin ausgetragen und der Kampf- und Teamgeist der Spieler propagandistisch in den Vordergrund gestellt. Absurd war an der NS-Propaganda insbesondere, dass damals die Mannschaftsaufstellungen dank der Nachkommen vieler masurischer, Posener und schlesischer Zuwanderer gar nicht „germanisch“, sondern eher polnisch klangen (Szepan, Kuzorra, Zajons, Urban, Przybylski und viele mehr).

1933 wurden die Knappen der neuen Gauliga Westfalen zugeordnet, die sie in den kommenden Jahren dominieren sollten: in allen elf Spielzeiten bis 1944 war Schalke am Ende Westfalenmeister und erreichte die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Am 15. August 1933 wurde der ehemalige Nationalspieler Hans „Bumbes“ Schmidt neuer Trainer – einer der Garanten der künftigen Erfolge. In der Meisterschaftsendrunde 1934 unterlagen die Gelsenkirchener in den Gruppenspielen zwar sowohl dem VfL Benrath als auch dem Eimsbütteler TV, doch mit einem Punkt Vorsprung erreichten sie das Halbfinale. In Düsseldorf brachte ein Sieg über den SV Waldhof 07 die Blau-Weißen wie im Vorjahr ins Finale. Am 24. Juni 1934 trafen in Berlin die Mannen des ehemaligen Nürnberger Meisterspielers Schmidt auf den 1. FC Nürnberg. Dank zweier Tore von Szepan und Kuzorra kurz vor Schluss errangen die Schalker ihren ersten deutschen Meistertitel. Ein Jahr später wiederholten sie den Triumph mit einem 6:4-Sieg im Finale gegen den VfB Stuttgart. Im Dezember 1935 standen sie auch im Endspiel des erstmals ausgetragenen deutschen Pokalwettbewerbs. In Düsseldorf unterlagen sie dem großen Rivalen der 1930er Jahre, dem 1. FC Nürnberg, mit 0:2.

Nachdem 1936 ein Jahr ohne Titel blieb, schafften die Knappen 1937 das Double aus Meisterschaft und Pokal; 1939, 1940 und 1942 folgten weitere deutsche Meisterschaften. Obwohl in den ersten Kriegsjahren die Spieler noch vom Kriegsdienst für Spiele freigestellt wurden, konnte nach 1942 nicht mehr von einem normalen Spielbetrieb die Rede sein.

1945 bis 1963: Oberliga mit deutscher Meisterschaft

Ab Juli 1946 war die von Bomben zerstörte Glückauf-Kampfbahn wieder bespielbar. Die Elf konnte jedoch nicht an ihre alten Erfolge anknüpfen. Schalke spielte zunächst in einer zweigeteilten Westfalenliga; 1947 unterlag die Mannschaft im Entscheidungsspiel um die Westfalenmeisterschaft den Reviernachbarn aus Dortmund mit 2:3.Im selben Jahr wurde die Oberliga West gegründet, in der – neben den Schalkern – auch der Anfang der 1950er Jahre erfolgreichere STV Horst-Emscher Gelsenkirchen repräsentierte. In der ersten Saison erreichte S04 nur den sechsten Platz, Horst-Emscher kam auf den dritten Rang. Während die Stadtrivalen 1949 ihre Platzierung halten konnten, verhinderte lediglich eine Aufstockung der Liga den Abstieg der Schalker in die Zweitklassigkeit. Wenig später beendeten Fritz Szepan, der mittlerweile auch als Trainer fungierte, und der inzwischen fünfundvierzigjährige Ernst Kuzorra ihre Laufbahnen mit einem Freundschaftsspiel gegen Atlético Mineiro Belo Horizonte.

1951 wurde Schalke erstmals Meister der Oberliga West und erreichte nach sieben Jahren wieder die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Nach einem schlechten Start mit Niederlagen gegen St. Pauli und in Kaiserslautern und einem Unentschieden in Fürth gewann die Mannschaft zwar alle Rückspiele, wurde jedoch nur Gruppenzweiter und musste dem späteren Meister aus der Pfalz den Vortritt lassen. Im folgenden Jahr erreichten die Knappen als Oberligazweiter erneut die Meisterschaftsendrunde. Während das Team im DFB-Pokal in den ersten Nachkriegswettbewerben schon früh ausgeschieden war, erreichte man im Pokalwettbewerb 1955 nach Anlaufschwierigkeiten mit zwei Wiederholungsspielen das Finale gegen den Karlsruher SC, unterlag jedoch trotz 2:1-Führung in den Schlussminuten noch mit 2:3.

1956 beendete Schalke die Saison als Zweiter hinter Borussia Dortmund. In der Endrunde gab es in der Gruppe 1 ein spannendes Rennen um die Finalteilnahme; am Ende standen die Schalker ebenso wie der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern mit jeweils 7:5 Punkten gleichauf, so dass der Torquotient entscheiden musste – und der sprach bei 7:5 für den KSC, der somit das Finale gegen den BVB erreichte. Wäre statt des Torquotienten zu dieser Zeit bereits die Tordifferenz – Schalke hatte 16:12 Tore erreicht – ausschlaggebend gewesen, hätte es ein reines West-Endspiel gegeben.

1958 erreichten die Gelsenkirchener, seit 1954 von Edi Frühwirth trainiert, zum zweiten Mal als Meister der Oberliga die DM-Endrunde. In einer Gruppe mit Eintracht Braunschweig, Tennis Borussia Berlin und dem Karlsruher SC gewann Schalke alle drei Spiele und setzte sich souverän mit einem Torverhältnis von 16:1 durch. Im Endspiel traf man auf den Hamburger SV, der ebenfalls drei Gruppensiege vorzuweisen hatte. Am 18. Mai 1958 wurde „Berni“ Klodt, WM-Teilnehmer von 1954, zum Wegbereiter des klaren Sieges; mit zwei Toren brachte er seine Mannschaft vor der Halbzeit in Führung; „Manni“ Kreuz machte mit dem dritten Treffer kurz vor Spielende den Erfolg klar. Berni Klodt sagte später: „Wir hatten lange gebraucht, bis wir wieder eine Spitzenmannschaft besaßen. Gegen die Hamburger lief alles wie am Schnürchen. Unsere Mannschaft war mit 22,5 Jahren im Schnitt noch sehr jung. Aber sie war auch sehr hart, konnte richtig hinlangen. Das war sicherlich nicht mehr der Stil der alten Schalker Meisterelf, unsere Stärken lagen auf anderem Gebiet.“ Nicht mehr mit dem Schalker Kreisel, sondern mit Kampfkraft und Konzentration behaupteten sich die Blauen auch im folgenden Europapokal. In drei Spielen setzten sie sich in der Qualifikation gegen Kjøbenhavns Boldklub durch, im Achtelfinale schalteten sie den englischen Meister Wolverhampton Wanderers aus. Erst im Viertelfinale kam das Aus gegen Spaniens Vizemeister Atlético Madrid.

Unter den Anstrengungen litt der Ligabetrieb – Schalke wurde nur Elfter, konnte aber in den kommenden Spielzeiten wieder auf Spitzenpositionen vorstoßen; mit Platz zwei in der vorletzten Oberliga-Saison qualifizierte sich das Team nach einem Ausscheidungsspiel gegen den Nordzweiten Werder Bremen noch einmal für die Meisterschaftsendrunde. Als Oberligasechster 1963 ging der FC Schalke 04 in die erste Saison der neuen Bundesliga.

1963 bis 1981: Bundesliga mit Skandal und Abstieg

In der 1963 gegründeten Bundesliga spielte Schalke durchgängig bis 1981. Im Jahr 1971 war der Verein in den Bundesliga-Skandal verwickelt. Gegen Bestechungsgelder hatte die Mannschaft das Spiel gegen Arminia Bielefeld absichtlich 0:1 verloren. Mehrere Spieler wurden gesperrt, nachdem das Team die Saison 1971/72 als Vizemeister und Pokalsieger beendet hatte. 1973 zogen die Fußballer in das Parkstadion im Gelsenkirchener Stadtteil Erle um, das in Hinblick auf die Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland errichtet wurde, aber auch für Leichtathletikveranstaltungen genutzt werden konnte. Das Parkstadion wurde im Laufe der Zeit ein beliebter Veranstaltungsort für Großkonzerte.

Am 21. Juli 1973 bezeichnete Carmen Thomas, damals Moderatorin des Aktuellen Sportstudios, den Verein irrtümlich als „Schalke 05“. In einer massiven Kampagne insbesondere der Bild-Zeitung wurde ihre Entlassung gefordert, aber das ZDF ließ sie weitere zwei Jahre das Sportstudio moderieren. Über dreißig Jahre später, beim Heimspiel am 28. August 2004 gegen Hansa Rostock, entschuldigte sie sich in der Arena für ihren Lapsus offiziell bei allen anwesenden Schalker Fans.

1977 wurde Schalke erneut Vizemeister hinter Borussia Mönchengladbach; in dieser Saison erzielte die Elf um Klaus Fischer am 9. Oktober 1976 mit einem 7:0 beim FC Bayern München ihren bislang höchsten Bundesligasieg. Noch vier Jahre spielte der Verein in der ersten Liga, ehe Schalke am Ende einer verkorksten Saison 1980/81 als Bundesliga-Siebzehnter nach 55 Jahren erstmals wieder in die Zweitklassigkeit absteigen musste.

1981 bis 1997: Aufschwung zum UEFA-Pokal

In den 1980er Jahren stieg Schalke weitere zweimal in die Zweite Liga ab und musste wegen finanzieller Probleme um seine Lizenz bangen. Geistlicher Beistand wurde den Schalkern insbesondere seit dem 2. Mai 1987 zuteil, als Papst Johannes Paul II. eine Messe im Parkstadion mit 100.000 Teilnehmern feierte und zum Ehrenmitglied der „Knappen“ ernannt wurde. Mit dem Aufstieg 1991 begannen sich die sportlichen Erfolge wieder einzustellen, gekrönt vom Gewinn des UEFA-Pokals gegen Inter Mailand im Jahr 1997.

1997 bis heute: „Meister der Herzen“ etabliert sich in der Spitze

Der Geschäftsbetrieb wurde professionalisiert. Seit 1994 wird der Vorstand nicht mehr direkt von den Vereinsmitgliedern gewählt, sondern vom gewählten Aufsichtsrat bestellt. 2000 wurde die „FC Schalke 04 AG“ und mehrere Tochtergesellschaften unter anderem für den Stadionbetrieb gegründet. 2001 wurde Schalke Vizemeister; am letzten Spieltag fühlten sich die Schalker bereits für vier Minuten zum achten Mal als deutscher Meister, doch ein Freistoßtor von Patrik Andersson, mit dem der FC Bayern München in der Nachspielzeit beim Spiel in Hamburg noch ein Unentschieden erreichte, ließ die Träume platzen. Schalke wurde von den Medien zum „Meister der Herzen“ gekürt und zog erstmals in die Champions League ein. Wenig Trost brachte es, dass in Berlin eine Woche später gegen Union Berlin der dritte Pokalsieg gelang. In der folgenden Saison verteidigten die Blauen den Pokal im Endspiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Veltins-Arena

Im August 2001 zogen die Knappen abermals um, diesmal in die Arena AufSchalke. Seit 2005 heißt das Stadion Veltins-Arena. Infolge der großen Investitionen in „Steine und Beine“ verschuldete sich der Verein. In Zusammenhang mit dem Bau des neuen Stadions und der Verstärkung des Kaders wurde unter anderem im Herbst 2002 eine Anleihe in Höhe von 85 Millionen Euro aufgenommen, die kurzfristige Kredite ersetzt. Nach Auskunft des damaligen Finanzvorstandes und jetzigen Präsidenten Josef Schnusenberg belasteten den Verein im Herbst 2006 Verbindlichkeiten in Höhe von 195 Millionen Euro; in verschiedenen Presseorganen wurde die Summe 225 Millionen Euro genannt.

Allerdings gingen damit sportliche Erfolge einher. In den Spielzeiten 2004/05 und 2006/07 hatte die Mannschaft es zweimal erneut in der Hand, deutscher Meister zu werden, schaffte aber jeweils letztlich nur den zweiten Platz. Am 17. Mai 2006 trat der langjährige Manager Rudi Assauer von allen Ämtern im Verein zurück. Zuvor wurde er verdächtigt, geheime finanzielle Informationen an das Nachrichtenmagazin „Focus“ weitergegeben zu haben. Der Focus berichtete, dass Schalke damals Privatkredite aufgenommen habe, um eine Insolvenz abzuwenden. Assauers Nachfolger wurde Andreas Müller, der nun für den sportlichen Bereich zuständig ist. In Dresden wurde am 10. Oktober 2006 ein bis Mitte 2012 währender Sponsorenvertrag mit dem russischen Energiekonzern Gazprom unterzeichnet. Seit dem 1. Januar 2007 befindet sich das Logo der Firma auf den Trikots des Profi-Kaders. Der Sponsor zahlt nach Angaben von Schalke 04 mindestens einen Betrag von 60 bis 66 Millionen Euro, im Erfolgsfall – d.h. Erreichen der Champions League sogar bis zu 100 Millionen Euro in die Kasse des Vereins. Außerdem wurde eine enge Kooperation mit dem russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg beschlossen, der ebenfalls von Gazprom gesponsert wird. Die ehemaligen Hauptsponsoren Victoria und Veltins unterstützen den Verein bis 2012 bzw. 2015.

In der Champions League 2007/08 überstand Schalke erstmals die Gruppenphase und scheiterte erst im Viertelfinale am FC Barcelona. Seit Januar 2008 ist der FC Schalke 04 eines von vier deutschen Mitgliedern der neugegründeten ECA, der Interessensvertretung europäischer Fußballclubs. Der FC Schalke 04 hat im Geschäftsjahr 2007 einen Rekordumsatz von 156 Millionen Euro verbucht. Der Gewinn betrug 12,7 Millionen Euro. Zum Jahresende 2007 konnte man die Verbindlichkeiten von knapp 130 Millionen Euro bis auf 102 Millionen Euro senken und zudem wurde der Anteil an der VELTINS-Arena auf nun bereits 75 Prozent erhöht. Außerdem wurde eine Einrichtung einer königsblauen Hall of Fame beschlossen. Am 9. März 2009 wurde Andreas Müller als Manager beurlaubt.

Stadien

* Veltins-Arena, bis Juli 2005 Arena AufSchalke
o Einweihung am 13. und 14. August 2001
o Fassungsvermögen: 61.673 Zuschauer, bei internationalen Spielen: 54.142 Zuschauer
o eines der modernsten Stadien Europas

Parkstadion mit der neuen Arena im Hintergrund

* Parkstadion, bis 2001 das Heimstadion des FC Schalke 04.
o Einweihung am 4. August 1973 gegen Feyenoord Rotterdam
o Fassungsvermögen: 70.600 Zuschauer, nach dem Umbau 1998 62.004 Zuschauer
o Geburtsstätte der „Eurofighter“ und der „Meister der Herzen“
o Anfang 2004 wurde mit dem Teilabriss des Stadions begonnen.

Glückauf-Kampfbahn 2005

* Glückauf-Kampfbahn
o Fassungsvermögen: 34.000 Zuschauer
o Einweihung am 29. August 1928
o Geburtsstätte des Schalker Kreisels
o Zuschauerrekord: 70.000 im Jahr 1931
o letztes Bundesligaspiel am 6. Juni 1973 gegen den Hamburger SV mit einem 2:0-Sieg für Schalke
o Die Glückauf-Kampfbahn war bis 2005 die Spielstätte der Schalker Jugend und der 2. Mannschaft des FC Schalke 04 in der Oberliga Westfalen und in der 4. Liga.

Erfolge

International

UEFA-Cup-Sieger (1 Mal)

* 7. Mai 1997: Hinspiel UEFA-Cup-Finale, Schalke 04 – Inter Mailand 1:0
o Tor: 1:0 Marc Wilmots
o Spielort: Parkstadion Gelsenkirchen
o Zuschauer: 56.824
* 21. Mai 1997: Rückspiel UEFA-Cup-Finale, Inter Mailand – Schalke 04 1:0, 1:4 nach Elfmeterschießen
o Tor: 1:0 Iván Zamorano
o Elfmeter:
+ Mailand: Iván Zamorano (gehalten), Youri Djorkaeff, Aron Winter (verschossen)
+ Schalke: Ingo Anderbrügge, Olaf Thon, Martin Max, Marc Wilmots
o Spielort: Giuseppe-Meazza-Stadion
o Zuschauer: 83.434

UEFA-Intertoto-Cup-Sieger (2 Mal)

* 12. August 2003: Hinspiel UI Cup-Finale, SV Pasching – Schalke 04 0:2
o Tore: 0:1 Hamit Altıntop, 0:2 Victor Agali
o Spielort: Waldstadion, Pasching (Österreich)
o Zuschauer: 6.000
* 26. August 2003: Rückspiel UI-Cup-Finale, Schalke 04 – SV Pasching 0:0
o Tore: Fehlanzeige
o Spielort: Arena AufSchalke, Gelsenkirchen
o Zuschauer: 56.100    * 10. August 2004: Hinspiel UI Cup-Finale, Schalke 04 – Slovan Liberec 2:1
o Tore: 1:0 Aílton, 2:0 Gerald Asamoah, 2:1 Tomáš Zápotočný
o Spielort: Arena AufSchalke, Gelsenkirchen
o Zuschauer: 55.000
* 24. August 2004: Rückspiel UI Cup-Finale, Slovan Liberec – Schalke 04 0:1
o Tor: 0:1 Aílton
o Spielort: Stadion U Nisy, Liberec (Tschechische Republik)
o Zuschauer: 7.900

National

Deutscher Meister (7 Mal)
* 24. Juni 1934: 2:1 gegen 1. FC Nürnberg
o Tore: Ernst Kuzorra und Fritz Szepan
o Spielort: Berlin
o Zuschauer: 80.000
* 23. Juni 1935: 6:4 gegen den VfB Stuttgart
o Tore: Ernst Poertgen (3), Ernst Kalwitzki, Adolf Urban und Rudolf Gellesch
o Spielort: Köln
o Zuschauer: 74.000
* 20. Juni 1937: 2:0 gegen 1. FC Nürnberg
o Tore: Ernst Kalwitzki und Ernst Poertgen
o Spielort: Berlin
o Zuschauer: 100.000
* 18. Juni 1939: 9:0 gegen Admira Wien
o Tore: Ernst Kalwitzki (5), Fritz Szepan, Adolf Urban, Otto Tibulski und Ernst Kuzorra
o Spielort: Berlin
o Zuschauer: 100.000
* 21. Juli 1940: 1:0 gegen Dresdner SC
o Tor: Ernst Kalwitzki
o Spielort: Berlin
o Zuschauer: 100.000
* 5. Juli 1942: 2:0 gegen Vienna Wien
o Tore: Ernst Kalwitzki und Fritz Szepan
o Spielort: Berlin
o Zuschauer: 100.000
* 18. Mai 1958: 3:0 gegen den Hamburger SV
o Tore: Bernhard Klodt (2) und Manfred Kreuz
o Spielort: Hannover
o Zuschauer: 80.000

Deutscher Vizemeister (8 Mal)

* 1933 0:3 in Köln gegen Fortuna Düsseldorf
* 1938 3:3 und 3:4 in Berlin gegen Hannover 96
* 1941 3:4 in Berlin gegen Rapid Wien
* 1972 in der Bundesliga hinter Bayern München
* 1977 in der Bundesliga hinter Borussia Mönchengladbach
* 2001 in der Bundesliga hinter Bayern München
* 2005 in der Bundesliga hinter Bayern München
* 2007 in der Bundesliga hinter VfB Stuttgart

Deutscher Pokalsieger (4 Mal)

* 9. Januar 1938: 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf, nach den Statuten des DFB zählte dieses Spiel noch zu dem Spieljahr 1937
o Tore: Ernst Kalwitzki und Fritz Szepan
o Spielort: Köln
o Zuschauer: 75.000
* 1. Juli 1972: 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern
o Tore: Helmut Kremers (2), Klaus Scheer, Herbert Lütkebohmert und Klaus Fischer
o Spielort: Hannover
o Zuschauer: 75.000
* 26. Mai 2001: 2:0 gegen 1. FC Union Berlin
o Tore: Jörg Böhme (2)
o Spielort: Olympiastadion Berlin
o Zuschauer: 73.000 (ausverkauft)
* 11. Mai 2002: 4:2 gegen Bayer 04 Leverkusen
o Tore: Jörg Böhme, Victor Agali, Andreas Möller und Ebbe Sand
o Gegentore: Dimitar Berbatov und Ulf Kirsten
o Spielort: Olympiastadion Berlin
o Zuschauer: 70.000 (ausverkauft)

Deutscher Pokalfinalist (11 Mal)

* Tschammerpokal 1935 0:2 in Düsseldorf gegen 1. FC Nürnberg
* Tschammerpokal 1936 1:2 in Berlin gegen VfB Leipzig
* Tschammerpokal 1937 2:1 in Köln gegen Fortuna Düsseldorf
* Tschammerpokal 1941 1:2 in Berlin gegen Dresdner SC
* Tschammerpokal 1942 0:2 in Berlin gegen TSV 1860 München
* DFB-Pokal 1955 2:3 in Braunschweig gegen den Karlsruher SC
* DFB-Pokal 1969 1:2 in Frankfurt gegen FC Bayern München
* DFB-Pokal 1972 5:0 in Hannover gegen 1. FC Kaiserslautern
* DFB-Pokal 2001 2:0 in Berlin gegen 1. FC Union Berlin
* DFB-Pokal 2002 4:2 in Berlin gegen Bayer 04 Leverkusen
* DFB-Pokal 2005 1:2 in Berlin gegen FC Bayern München

Ligapokal-Sieger (1 Mal)

2. August 2005: Finale Schalke 04 – VfB Stuttgart 1:0

* Tor: 1:0 Kevin Kurányi
* Spielort: Zentralstadion Leipzig
* Zuschauer: 40.500

Ligapokal-Finalist (3 Mal)

* 2001 1:4 gegen Hertha BSC
* 2002 1:4 gegen Hertha BSC
* 2007 0:1 gegen FC Bayern München

Meister der 2. Fußball-Bundesliga (2 Mal)

1982, 1991

Meister der Oberliga West (2 Mal)

1951, 1958

Westdeutscher Meister (6 Mal)

1929, 1930, 1932, 1933, 1951, 1958

Westdeutscher Pokalsieger (1 Mal):

1955

Ruhrbezirksmeister (damals höchste Spielklasse) (6 Mal):

1927, 1928, 1929, 1930, 1932, 1933

Westfalenmeister (damals höchste Spielklasse) (11 Mal):

1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 1944

Westfalenpokalsieger (2 Mal)

1943, 1944

Emscherkreismeister (2 Mal)

1924, 1925

Westdeutscher Kreisligameister (1 Mal)

1925

Ruhrgaumeister der Kreisligen (1 Mal)

1925

Meister der Emscherkreisliga (2 Mal)

1924, 1926

Gelsenkirchen Gauligameister (1 Mal)

1926

Meister der A-Klasse (damals zweithöchste Spielklasse) (1 Mal)

1921

Meister der B-Klasse (damals dritthöchste Spielklasse) (1 Mal)

1920

Weitere Titel

Coppa-delle-Alpi-Sieger (1 Mal)

2. Juli 1968: Finale, FC Basel – Schalke 04 1:3 nach Verlängerung

* Tore: 0:1 Bernd Michel, 1:1 Hauser, 1:2 Bernd Michel, 1:3 Bernd Michel
* Spielort: St. Jakob-Stadion, Basel
* Zuschauer: 13.000

Quelle: www.wikipedia.de



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Linkin Park

Linkin Park ist eine im Jahr 1996 in Los Angeles (Kalifornien/USA) gegründete Band, die zumeist dem Crossover oder Nu Metal zugeordnet wird. Hohe Chartplatzierungen unter anderem in den USA und Deutschland, massives Airplay, verschiedene gewonnene Musikpreise und anhaltende Unterstützung durch Massenmedien und Fans sind die Gründe dafür, dass Linkin Park heute als eine der bekanntesten und bestverkauften Rockbands gelten.

Werdegang

Zusammenkommen

Mike Shinoda und Brad Delson kannten sich schon aus der Highschool. Ein 1991 gemeinsam besuchtes Konzert der Thrash-Metal-Band Anthrax zusammen mit der Hip-Hop-Gruppe Public Enemy sollte das Schlüsselerlebnis für die Gründung einer Band sein.

Shinoda und Delson holten sich infolgedessen Rob Bourdon als Schlagzeuger hinzu, später stieß Joseph Hahn – der mit Shinoda Kunst studierte – zur Band. David Farrell, ein Mitbewohner von Delson, komplettierte die Band vorläufig. Sänger der Band war zuerst Mark Wakefield, der allerdings nach dem Einspielen einer Demo die Band wieder verließ. Die Bandmitglieder suchten nach einem wandlungsfähigen Nachfolger, den sie über Delsons Kontakt zu Jeff Blue in Chester Bennington fanden. Sie baten ihn, ihr Demo einzusingen und Bennington schloss sich drei Tage lang in einem kleinen Studio ein, um dies zu tun. Er spielte der Band das Demo über Telefon vor und wurde so Mitglied der Band. Bennington kündigte seine Arbeit und zog mit seiner Frau von Arizona nach Kalifornien, um sich voll auf die Band konzentrieren zu können.

Namensänderungen

Linkin Park hießen bei ihrer Gründung 1996 noch Xero. Erst nach dem Hinzukommen von Bennington im Jahre 1998 benannte man sich in Hybrid Theory um, was später der Titel des ersten Albums werden sollte. Aufgrund möglicher rechtlicher Probleme (es existierte schon eine andere Band unter diesem Namen) wurde eine zweite Umbenennung vorgenommen und man einigte sich auf Linkin Park.

Dieser Name geht auf den Lincoln Park in Santa Monica zurück, welcher heute aber eine andere Bezeichnung trägt. Aufgrund der Tatsache, dass es unzählige Lincoln Parks in den USA gibt, wurde die anfangs überregional unbekannte Band laut eigener Aussage häufig für eine neue Nachwuchsgruppe aus der Gegend gehalten und kam auf diese Weise schnell zu Aufmerksamkeit.

Die Abwandlung der Schreibweise in Linkin Park war rein pragmatischer Art, denn die Band wollte sich eine .com-Domain sichern. Erleichtert wurde diese Entscheidung dadurch, dass man Lincoln Park in Kalifornien tatsächlich wie Linkin Park ausspricht.

Schnelle Erfolge

Die noch Hybrid Theory benannte Band nahm 1999 ihre erste EP mit dem Titel Hybrid Theory EP auf, welche heute als Sammlerstück gilt, da sie aus rechtlichen Gründen nie veröffentlicht wurde. Nach der Umbenennung in Linkin Park bekam die Band einen Plattenvertrag von Warner Brothers/WEA angeboten, welchen sie annahmen.

Die aus dem Album Hybrid Theory stammende erste Singleauskopplung One Step Closer der bis dahin unbekannten Band wird zu einem riesigen Erfolg: Schon vier Wochen vor ihrer offiziellen Veröffentlichung läuft der Song bei allen US-Major-Radiosendern auf Heavy Rotation. One Step Closer wurde außerdem zum Soundtrack des Filmes „Das Experiment“ erschienen bei WEA.

Das Album schaffte es im Zuge dessen direkt in die Top 20 der Billboard-Charts und wurde schon nach drei Wochen vergoldet. Auf der folgenden Tour als Vorband für die Deftones konnten Linkin Park auch vor großem Publikum überzeugen und erhielten wohlwollende Kritiken.

Im Spätsommer 2001 ging die zweite Single Crawling bis auf Platz 14 der deutschen Charts und verhalf so der Band zu ihrer ersten europäischen Headliner-Tour.

Wegen ihres Erfolges sollten Linkin Park gleich die großen Festivals spielen. Bevor es jedoch dazu kam, erkrankte Chester Bennington und die Konzerte mussten kurzfristig ausfallen. Als Grund für die ungeplante Pause stellte sich eine Fehlfunktion des Zwerchfells heraus, wodurch Magensäure in die Speiseröhre des Sängers gelangte und bei diesem während des Singens zu Übelkeit führte. So fielen auch die angesetzten Termine bei Rock am Ring und Rock im Park aus. Nach einer geglückten Operation konnte der Sänger wieder auftreten.

Alleine von ihrem Debüt Hybrid Theory konnten Linkin Park über 15 Millionen Einheiten absetzen, davon weit mehr als 500.000 Stück in Deutschland. Daneben haben Linkin Park eine Vielzahl von Musikauszeichnungen verliehen bekommen, eine kleine Auswahl soll im Folgenden angeführt werden:

  • Grammy in der Kategorie Best Hardrock für Crawling 2002
  • Deutscher Musikpreis Echo 2001
  • MTV Video Music Award für In The End 2002
  • MTV Europe Music Awards 2002 als Best Rock
  • World Music Award 2003
  • MTV Video Music Awards für Somewhere I Belong 2003
  • MTV Europe Music Awards 2004 als Best Rock
  • MTV Video Music Awards Japan 2005 als Best Group Video (Breaking The Habit) und Best Collaboration Video (Numb/Encore)
  • Grammy für Numb/Encore als Best Rap/Sung Collaboration mit Jay-Z 2006
  • MTV Europe Music Awards 2007 als Best Band
  • Echo 2008 als „beste internationale Band“
  • MTV Video Music Awards 2008 Best Rock Video (Shadow of the Day)

Reanimation

2002 veröffentlichte die Band das Album Reanimation, ein hauptsächlich auf Hybrid Theory basierendes Remix-Album. Auf vielen Songs kollaborierte Linkin Park mit anderen Musikern und Rappern. Die Namen der einzelnen Songs leiteten sich von den Namen ihrer Vorlagen her, so wurde z.B. aus Forgotten der Titel Frgt/10

Meteora

Im Jahre 2003 erschien mit Meteora das zweite Studioalbum, das zu einem der erfolgreichsten Alben 2003 avancierte.

Linkin Park legten im Folgenden eine kurze Pause ein, in welcher sich einzelne Bandmitglieder auf verschiedene Nebenprojekte konzentrierten: So veröffentlichte beispielsweise Mike Shinoda mit Fort Minor ein Hip-Hop-Album.

2003 ging Linkin Park mit Metallica auf Tour, eine Live-DVD/-CD mit dem Namen Live in Texas erschien.Im Rahmen der Reihe MTV Mash Up entstand ein gemeinsames Projekt mit Rapper Jay-Z. Auf dem erschienenen Album Collision Course wurden jeweils verschiedene Lieder der beiden Künstler miteinander verwoben. Das Video zum mit einem Grammy ausgezeichneten Lied Numb/Encore wurde beim New Yorker Konzert gedreht.

2005 bis heute

Im Dezember 2005 bestätigte Bandmitglied Mike Shinoda, Co-Produzent von Linkin Parks drittem Studioalbum zu sein. Als Hauptproduzent fungiert Rick Rubin.

Im August 2006 traten Linkin Park als Vorband von Metallica auf dem „Summer Sonic“-Festival in Japan auf. Sie stellten dabei den bislang unveröffentlichten Song Qwerty und Reading My Eyes (vom Xero-Mixtape) vor. Diese Lieder sind bis heute nur über den rein für Fanclubmitglieder erhältlichen Sampler Linkin Park Underground V6.0 erhältlich.

Das Album Minutes to Midnight erschien in Deutschland am 11. Mai 2007, mit What I’ve Done wurde vorab zum 4. Mai eine Single weltweit veröffentlicht. Das Album zeigt die Band, wie zuvor mehrmals angekündigt, stilistisch stark verändert. Die Nu-Metal- und Crossoverelemente sind nur noch sporadisch zu vernehmen und die Musik geht insgesamt mehr in Richtung Alternative Rock. Der sonst charakteristische Wechselgesang zwischen Bennington und Shinodas Raps ist ebenso gewichen und wird nur noch auf einem einzigen Lied (Bleed It Out) derart eingesetzt. Die Texte der neuen Lieder setzen sich auch mit aktuellen politischen Geschehnissen auseinander, so wird in Hands Held High der Irakkrieg kritisiert, in The Little Things Give You Away das Verhalten der US-amerikanischen Regierung beim Hurricane Katrina angeprangert, No More Sorrow richtet sich gegen George W. Bush.

Im Sommer 2007 spielten Linkin Park unter anderem als Headliner auf den Festivals Rock am Ring, Rock im Park und dem Live-Earth-Konzert in Chiba/Japan.

Aus einer Kollaboration mit Busta Rhymes entstand das Stück We Made It, das auf dem Album I’m Blessed des Rappers zu hören ist.

Als nächstes Projekt planen Linkin Park ein Konzeptalbum aufzunehmen.

Stil

Musik

Linkin Park setzten auf ihren ersten Alben hauptsächlich verschiedene Elemente aus Metal und Rap ein und brachten diese in Kontrast zu Pop-ähnlichen Melodielinien. Die Band versuchte diese unterschiedlichen Teile zu einer stimmigen Melange zu vermischen und wollte dabei keine einzelnen Aspekte in den Vordergrund stellen. Vielmehr war es laut Interviews Linkin Parks erklärtes Ziel, Hip-Hopper an Metal heranzuführen und umgekehrt.

Auf dem 2002er Album Reanimation finden sich dann auch fast ausschließlich Remixes von Kompositionen des vorigen Albums Hybrid Theory, was für den Rock-Bereich sehr unüblich ist. Es lassen sich weiterhin Einflüsse aus der elektronischen Musik ausmachen, verschiedene Kollaborationen mit Musikern aus anderen Bereichen erweitern das abgedeckte Spektrum noch. Im Rahmen von Intros und zur atmosphärischen Ausgestaltung ertönen klassische Einflüsse.

Dies erscheint weniger überraschend, wenn man die persönlichen musikalischen Vorlieben und Vorbilder der Band beachtet. Grundverschiedene Gruppen wie die Deftones, Nine Inch Nails, The Roots, Aphex Twin werden angeführt und Brad Delson zählt Depeche Mode zu seinen Vorlieben, was die Melodielastigkeit Linkin Parks zu erklären vermag.

Texte und visuelle Gestaltung

Textlich drehen sich die Lieder zumeist um negative Gefühle, Beziehungskonflikte, innere Probleme und um den Kampf ihrer Bewältigung. Hierbei versuchen Instrumente und Gesang die jeweiligen Textpassagen stimmungsmäßig passend umzusetzen: Ruhige Abschnitte wechseln sich mit harten Stellen ab, die Sänger variieren zwischen melodischem Gesang, systematischem Rap bis hin zu wildem Geschrei. Einen gewissen Textanteil machen jedoch auch Rap-typische Liedtexte aus, welche den Lebensstil des Hip-Hop an sich thematisieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Nu-Metal-Bands wurde auf den ersten Veröffentlichungen der Band auf den Gebrauch von Schimpfwörtern vollständig verzichtet. Dies änderte sich mit dem Erscheinen von Minutes to Midnight, welches als erstes Linkin-Park-Album einen „Parental-Advisory“-Aufkleber bekam.

Die Band legt viel Wert auf die Gestaltung ihrer Musikvideos und der Grafiken für Cover, Webauftritt, etc. und bringt sich dementsprechend produktiv im Entstehungsprozess ein. Eine Folge dessen ist die kreative Beteiligung der Fans am Gesamtbild der Band, z. B. durch umfangreiche Fan-Art.

Anleihen aus dem asiatischen Raum finden sich bei Videoclips in der Anlehnung an Videospiele, Animes und im musikalischen Bereich in der Verwendung von typischen Sounds und Samples, so zum Beispiel bei Breaking The Habit vom Album Meteora.

Kritik

Linkin Park vollzogen, beginnend mit der Veröffentlichung ihres Albums Hybrid Theory, einen steilen Aufstieg, der von Fans und Kritikern oft kritisch begleitet wurde.

Galt das Debütalbum noch als „gelungener Drahtseilakt zwischen Kunst und Kommerz“, der die Band auch für den Mainstream interessant machte, so ließen wegen des „offensichtlichen Pop-Appeals und der damit einhergehenden Hysterie pubertierender weiblicher Fans“  bei umjubelten Auftritten bei Top of the Pops und ähnlichen Formaten Vorwürfe, die Band sei nur ein weiteres kommerzielles Produkt für den Massenmarkt, nicht lange auf sich warten.

Eine starke Präsenz in Jugendmagazinen wie der Bravo führte dazu, dass der Musikgruppe schnell ein „Stigma der Boygroup des NuMetal“  anhaftete.

Mit Meteora brachten Linkin Park ein Album auf den Markt, das sich musikalisch kaum vom Vorgänger abhob und als „Nummer-sicher-Kopie … wie ein berechnetes Produkt“  anmutete und damit erneut „kommerziell wie nichts Gutes“  als auch „zu keiner Sekunde … künstlerisch wertvoll“  war. laut.de kategorisierte das Album als „Fastfood-Nu-Metal“, das Kritikern, die der Band Ausverkauf vorwarfen, in die Hände spielen würde.

Mit Minutes To Midnight soll die „Anbiederung an den Pop-Mainstream dramatisch“  ausgefallen sein. Die Songs seien „schön radio- und kinderzimmertauglich“  und die „bis ins kleinste Detail glattgebürsteten Tracks“ als reiner „Wegwerfartikel“ zu verstehen.

Spiegel Online greift den vielfach zu vernehmenden Vorwurf „Dreck, weil zu kommerziell“ bezüglich des 2007er Albums Minutes to Midnight jedoch derart auf, als dass sie diesen Angriff auch schon für die beiden vorhergehenden Veröffentlichungen für begründet halten. Neider werden „ihr Feindbild in Linkin Park wieder bestätigt sehen, weil Massenkompatibilität und Authentizität für viele einen Gegensatz darstellen.“

Bandmitglieder

Chester Bennington

Chester Bennington wurde am 20. März 1976 in Phoenix (Arizona) geboren. Sein vollständiger Name lautet Chester Charles Bennington, von seinen Bandkollegen wird er auch als „Chazy Chaz“ bezeichnet.

Bennington stieß 1999 zu Linkin Park, als sie noch Hybrid Theory hießen, nachdem er zuvor bei Grey Daze gesungen hatte. Er gab daraufhin seinen Job als Kellner auf, um sich vollkommen auf die Band konzentrieren zu können.

Der Sänger der Band hat eine schwierige Kindheit und Jugend hinter sich, so wurde das Scheidungskind im Alter von elf Jahren sexuell missbraucht und soll als Außenseiter kaum positiven Kontakt zu Gleichaltrigen gehabt haben. Bennington flüchtete sich in Drogen und war schon bald Kokain- und Crystal-Meth-abhängig.

Im Alter von 20 Jahren heiratete Bennington seine Jugendliebe, zwei Jahre später wurde ihr gemeinsames Kind geboren. Im Frühjahr 2005 trennte sich das Ehepaar. Noch im selben Jahr heiratete der Musiker erneut, 2006 kam der gemeinsame Sohn zur Welt.

Chester Bennington ist heute das Aushängeschild von Linkin Park und hat viele insbesondere jugendliche Fans. Seine Popularität geht soweit, dass er schon als Starschnitt in der BRAVO vertreten war und für Paparazzi bedeutsam ist.

Im Jahre 2006 spielte Bennington im Film Crank eine kurze Nebenrolle. Dort verkörpert er die Figur eines Drogensüchtigen in einer Apotheke.

Seit einiger Zeit arbeitet er wie Mike Shinoda an einem Soloprojekt, dieses trägt den Namen Dead by Sunrise und stellt, als Gegensatz zu Fort Minor welches die Rap/Hip-Hop-Variante darstellt, die Rock- und Metalkomponente von Linkin Park dar.

2008 verletzte sich Chester Bennington bei zwei Live-Auftritten, einmal brach er sich während einer Show den rechten Arm und am Ende des Jahres verletzte er sich so schwer am Rücken, dass die komplette Asien-Tour abgesagt werden musste. In einem Interview mehrere Monate nach seiner Rückenverletzung sagte Chester Bennington, dass er wohl nie mehr so aktiv auf der Bühne sein könne wie früher.

Mike Shinoda

Mike Shinoda wurde am 11. Februar 1977 in Agoura (Kalifornien) geboren. Sein vollständiger Name ist Michael Kenji Shinoda, seine Spitznamen „Spike Minoda“, „Shinnizle“ und „The Glue“. Shinodas Mutter ist Amerikanerin russischer Abstammung, sein Vater ist Japaner.

Nach dem Besuch der heimischen Highschool und des College absolvierte Shinoda ein „Illustration and Graphic Design“-Studium am Art Center College of Design in Pasadena, um anschließend als Grafiker tätig zu sein. Deshalb übernahm er auch die Gestaltung der Cover sowohl für die Hybrid Theory EP als auch für das erste Album Hybrid Theory. Shinoda hat mit The Shinoda Imprint sein eigenes kleines Plattenlabel.

Shinoda gründete ursprünglich zusammen mit Brad Delson, den er schon seit der siebten Klasse kannte, die Band Xero. Hauptsächlich ist Shinoda für die gerappten Strophen zuständig, gelegentlich spielt er die zweite Gitarre und steuert Keyboard-Linien wie zum Beispiel im Song Numb bei. Auf Minutes to Midnight singt Shinoda erstmals einen kompletten Song alleine.

Am 22. November 2005 erschien das erste Album von Shinodas Soloprojekt Fort Minor. Das Album mit dem Titel The Rising Tied wurde über das bandeigene Sublabel von Warner Music Machine Shop veröffentlicht.

Seit Mai 2003 ist Shinoda verheiratet.

Brad Delson

Brad Delson wurde am 1. Dezember 1977 in Agoura (Kalifornien) geboren. Sein vollständiger Name lautet Bradford Phillip Delson, er wird oft „Big Bad Brad“ oder kurz „BBB“ gerufen. Unter diesem Pseudonym schreibt er auch Autogramme.

Als Markenzeichen in der Band gelten seine voluminösen Kopfhörer, die er bei jedem Konzert trägt.

Delson ist – wie auch Rob Bourdon – gläubiger Jude und wuchs in einem behüteten Haus auf. Delson ist seit September 2003 verheiratet.

Rob Bourdon

Rob Bourdon wurde am 20. Januar 1979 in Calabasas (Kalifornien) unter seinem vollen Namen Robert Gregory Bourdon geboren, sein Spitzname lautet „Bourdie“.

Zum Schlagzeug kam Rob Bourdon aufgrund seiner Begeisterung nach einem Aerosmith-Konzert, das er aus nächster Nähe betrachten durfte. Nebenbei beschäftigt sich Rob Bourdon privat auch mit dem Klavier. Den ersten Kontakt zu einem seiner heutigen Bandmitglieder hatte er mit Brad Delson, mit welchem er schon in der Band Relative Degree zusammen spielte.

Vor der erfolgreichen Zeit mit Linkin Park jobbte Bourdon als Kellner.

David „Phoenix“ Farrell

David Michael Farrell wurde am 8. Februar 1977 in Plymouth (Massachusetts) geboren, im Alter von fünf Jahren zog er nach Mission Viejo in Kalifornien, wo er später auf die anderen Bandmitglieder traf. Sehr häufig wird Farrells Spitzname „Phoenix“ benutzt.

Farrell spielt bei Linkin Park den Bass, beschäftigt sich in seiner Freizeit aber auch mit Violine, Cello und Gitarre. Seine ersten musikalischen Schritte unternahm er auf der Gitarre, welche ihm von seiner Mutter näher gebracht wurde. Rob Bourdon lernte David Farrell im Rahmen seiner ersten Band Tasty Snax kennen.

Auf dem ersten vollen Album Hybrid Theory ist Farrell nicht zu hören und auch auf dem Cover nicht zu sehen, da er zu dieser Zeit sein Studium beendete. Nach einer Tour mit Tasty Snax und der Veröffentlichung des ersten Albums wurde er allerdings wieder Teil der Band und komplettierte sie somit.

David Farrell ist seit dem 28. Dezember 2002 verheiratet. Er konvertierte vom Katholizismus zum Protestantismus.

Joseph Hahn

Joseph Hahn wurde am 15. März 1977 in Glendale (Kalifornien) geboren, seine Eltern stammen aus Korea. Meist wird er nur „Joe“ genannt, in seiner Funktion als Produzent tritt er als „Mr. Hahn“, auf dem Album „Reanimation“ auch als „Chairman Hahn“ in Erscheinung.

Hahn ist in der Band als DJ tätig und sowohl für Samples als auch Scratches zuständig.

Wie Mike Shinoda war auch Hahn schon Teil der Band, als sie sich noch Xero nannten. Er führte Regie bei fast allen Videoclips der Band (u. a. von Hybrid Theory: In the End, Papercut, von Meteora: Faint, Breaking the Habit, From the Inside) und steuerte Spezialeffekte für Akte X und die Dune-Serie bei.

Quelle: www.wikipedia.de


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U2

U2 ist eine irische Rockband. Sie entstand 1976 in Dublin. Seit 1978, nach zweifacher Namensänderung, besteht die Besetzung aus dem Leadsänger Bono (Paul David Hewson), dem Gitarristen The Edge (David Howell Evans), dem Bassisten Adam Clayton und dem Schlagzeuger Larry Mullen Junior.

GESCHICHTE

Gründung der Band (1976–1979)

Nachdem der damals 14-jährige Schlagzeuger Larry Mullen Junior eine Notiz am schwarzen Brett der Mount Temple Comprehensive School in Dublin hinterließ, in der er Musiker suchte, um eine Band zu gründen, entstand am 25. September 1976 die fünfköpfige Band Feedback. Neben den heutigen Mitgliedern der Band U2 war damals noch Dick Evans, Bruder des Gitarristen The Edge, Mitglied. Dieser stieg aber wieder aus der Gruppe aus und wurde später Mitglied der Virgin Prunes. Die nunmehr vierköpfige Gruppe benannte sich um in The Hype, Bassist Adam Clayton war zusätzlich erster Manager der Band.

Den Namen U2 nahm die Band auf Initiative ihres Freundes Steve Averill an. Steve, später Sänger der Dubliner Band The Radiators from Space, ist bis heute mit seiner Firma four5one für das Design von U2, also Cover Artwork für Alben, Singles, DVDs, Konzertplakate, Merchandising usw., verantwortlich.

Im März 1978 trat die Band dann unter dem Namen U2 in einer Talentshow in Limerick (Irland) auf. U2 gewann diese Talentshow und bekamen außer dem Preisgeld von 500 Pfund auch einen Plattenvertrag von CBS Records. Während der Aufnahme der Demoaufnahme wurde Paul McGuinness Manager der Band, was er bis heute geblieben ist. Im September 1979 kam dann ihre erste Single, mit dem Titel U2:3, heraus. Sie umfasste drei Songs, Out Of Control, Stories For Boys sowie Boy-Girl, und erreichte Platz 1 der irischen Charts.

Die ersten Alben (1980–1983)

Im März 1980 unterschrieb die Band einen Vertrag mit Island Records. Nach ihrer ersten größeren Tour erschien am 20. Oktober ihr erstes Album Boy.

Schon 1981 brachten sie das Studioalbum October heraus, mit dem sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Kritiker auf sich zogen. Bono, The Edge und Larry traten während dieser Zeit einer christlichen Gemeinschaft namens „Shalom“ bei, wodurch es beinahe zur Auflösung der Band kam: Die Regeln jener Gemeinschaft ließen gleichzeitige Mitgliedschaft einer Rock-’n'-Roll-Band nicht zu. Schließlich entschied man sich zugunsten der Musik, in deren Texten immer wieder religiöse Motive auftauchen.

1983 erschien ihr drittes Album War. Die erste Singleauskopplung aus diesem Album, New Year’s Day, wurde ihr erster internationaler Hit. Aus War wurde außerdem die Single Sunday, Bloody Sunday ausgekoppelt, in der sich U2 mit dem Nordirlandkonflikt auseinandersetzte; mit dem Titel wird gleichermaßen auf den Osteraufstand von 1916 wie auf die Blutsonntage von 1920 und 1972 angespielt. Dieses Lied ließ das politische Engagement der Band erkennen. Auf der folgenden Tournee gab U2 erstmals ausverkaufte Konzerte. Aufnahmen dieser Tour kamen 1983 unter dem Namen Under a Blood Red Sky als erstes Livealbum der Band heraus.

Produziert wurden die ersten Alben von Steve Lillywhite, der auch später weitere Alben mit U2 produzierte.

Der Aufstieg (1984–1986)

Ihr viertes Studioalbum kam 1984 unter dem Namen The Unforgettable Fire (benannt nach einer Bilderserie über die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki) heraus. Während die erste Single, die den gleichen Namen wie das Album trug, in den Singlecharts nicht sonderlich erfolgreich war, wurde das auf dem Album enthaltene Lied Pride (In the Name of Love), das ein Tribut an Martin Luther King ist, ein internationaler Hit. Es folgte eine Tour zu dem neuen Album. Während der Tour bezeichnete der Rolling Stone U2 als „Die Band der 80er“ und die einzige Band von Bedeutung (“The only band that matters”). Mit diesem Album wurde der erste große Stilwechsel vollzogen, der stark von den beiden neuen Produzenten Brian Eno und Daniel Lanois beeinflusst war, die noch öfter mit U2 zusammenarbeiten sollten.

Das Live-Aid-Konzert (zur Bekämpfung der Hungersnot in Äthiopien) im Juli 1985 wurde von mehreren hundert Millionen Menschen weltweit gesehen. U2 sollte eigentlich kein Haupt-Act auf diesem Konzert sein, begeisterte aber das Publikum mit einer aufsehenerregenden 13-minütigen Version von Bad. 1986 verstärkten sie ihr politisches und soziales Engagement, indem sie an der Conspiracy of Hope-Tour für Amnesty International teilnahmen. U2 hatte maßgeblichen Anteil an der darauffolgenden Verdreifachung der Mitgliederzahl von Amnesty International.

Der erste Höhepunkt (1987–1989)

Das 1987 erschienene Album The Joshua Tree stieg in Großbritannien, den USA und Deutschland auf Platz 1 der Charts. Die ausgekoppelten Singles With or Without You und I Still Haven’t Found What I’m Looking For erreichten in den USA Platz 1 der Single-Charts. Unter den Musikkritikern gilt The Joshua Tree als das beste Album der Band und als Meilenstein der Musikgeschichte. In Deutschland ist es unter den Top 50 der meistverkauften Alben aller Zeiten. U2 wurde zur dritten Rockband (nach den Beatles und The Who), die auf dem Titel des Time Magazine erschien. Die zum Album folgende Joshua-Tree-Tour war weltweit ausverkauft, und auf den Konzerten traten Musiklegenden wie Bob Dylan und B. B. King auf.

Das Album Rattle and Hum (1988) erschien kurz darauf mit Livematerial der Tour und neuen Liedern, unter anderem unter Mitwirkung von Bob Dylan und B.B. King. Auch auf dieses Album folgte eine Tour zusammen mit B.B. King, diesmal jedoch nicht durch Amerika, da die neuen Singles dort keinen großen Anklang fanden. Der währenddessen entstandene gleichnamige Film Rattle and Hum gilt unter Kritikern als eines der besten Tourvideos.

Stilwechsel und zweiter Höhepunkt (1990–1997)

Nach der Tour Love comes to town zog sich die Band zunächst aus der Öffentlichkeit zurück, nachdem sie auf einem europaweit im Radio ausgestrahlten Neujahrskonzert in Dublin verkündeten, sie wollten eine neue musikalische Richtung einschlagen. Im November 1991 veröffentlichten sie das experimentelle Album Achtung Baby, das unter anderem in Berlin in den Hansa Ton Studios entstand und eine stilistische Kehrtwende darstellte. 1993 folgte das Studioalbum Zooropa, wofür U2 einen Grammy für das beste alternative Album bekam. Im Gegensatz zu den durch den amerikanischen Blues beeinflussten Alben The Joshua Tree und Rattle and Hum standen die folgenden beiden Alben Achtung Baby und Zooropa unter dem Einfluss europäischer Musik und Kultur. Anleihen an die europäische Moderne wie den Expressionismus und insbesondere den Dadaismus sind zahlreich, u. a. in Wortschöpfungen wie „Zooropa“, dem Spiel mit aus ihrem eigentlichen Kontext entrissenen Textversatzstücken (Numb, Zooropa), oder aber Referenzen zum Berlin der 20er Jahre. 1992 begann U2 ihre fast zweijährige Zoo-TV-Welttournee. Leitthema der Tour waren die Möglichkeiten und Gefahren der Neuen Medien und der Informationsüberflutung. Wichtige Inspirationsquelle war hier die Rolle der Medien im Irakkrieg. Während der Konzerte experimentierten sie mit völlig neuen Elementen; so wurden z. B. hunderte von Bildschirmen, fliegende Autos (Trabbis) und von Sänger Bono erfundene Alter Egos wie „The Mirrorballman“, „Mr. MacPhisto“ (visuell eng verwandt mit Gustaf Gründgens’ Darstellung des Mephisto) und „The Fly“ in die Shows eingebaut. Zum Ritual eines jeden Konzerts wurde es, dass Bono von der Bühne aus versuchte, verschiedene prominente Persönlichkeiten anzurufen, wie z. B. den ehemaligen US-Präsidenten George Bush sr. oder Mitglieder der britischen Königsfamilie. Ebenso zeigten U2 wieder ihr starkes politisches Engagement, indem sie während einiger Konzerte in Europa eine Liveschaltung per Satellit in das Krisengebiet um Sarajevo während des Balkankonfliktes herstellten und Betroffene von ihrem Schicksal berichten ließen.

Nach Achtung Baby, Zooropa und der überaus erfolgreichen Zoo-TV-Tour spekulierten Musikkritiker auf eine baldige Rückkehr U2s zu ihrem traditionelleren Stil. U2 überraschte die Öffentlichkeit erneut im Jahre 1995, diesmal mit einem Konzeptalbum mit dem Titel Original Soundtracks I, das unter dem Pseudonym Passengers erschien und welches in enger Kooperation mit Brian Eno entstand. Außer Miss Sarajevo, das zusammen mit Luciano Pavarotti aufgenommen wurde, enthält das Album keine traditionellen Popsongs, sondern vielmehr Soundtracks zu fiktiven Filmen.

Ihr nächstes Album Pop erschien im März 1997. Durch die Mitwirkung des DJs Howie B und Mark ‘Spike’ Stent weist das Album deutliche Einflüsse aus der europäischen Dancemusik auf. Obwohl das Album von Kritikern aufgrund der erneuten Experimentierfreudigkeit U2s positiv aufgenommen wurde, waren zahlreiche Fans eher enttäuscht. Die CD stieg in 27 Ländern (incl. Deutschland und GB) von 0 auf 1 in die Charts ein, verkaufte sich aber in den ersten drei Monaten nach Veröffentlichung nur ca. fünf Millionen mal (bis heute sind ca. acht Millionen Exemplare verkauft). U2 erklärte später, aufgrund der frühzeitigen Buchung der folgenden Popmart Tour hätte das Album halbfertig veröffentlicht werden müssen. Für die spätere Kompilation Best of 1990–2000 nahm U2 in der Tat einige Songs neu auf. Im April 1997 starteten U2 die Popmart-Tour in Las Vegas. Es handelte sich ausschließlich um eine Stadiontour mit gigantischen Ausmaßen (zum Bühnenbild gehörten unter anderem der weltweit bisher größte LC-Bildschirm und eine fünf Meter große zitronenförmige Diskokugel), die die Band erstmals auch in Städte wie Leipzig, Sarajevo, Tel Aviv, Santiago de Chile oder Kapstadt führte.

Zurück zum Rock (seit 1998)

1998 brachte U2 dann ihr erstes Greatest-Hits-Album heraus, The Best of 1980–1990.

1999 gingen sie zurück ins Studio und produzierten das Album All That You Can’t Leave Behind. Nach der großen Kritik der Fans an Pop hatte sich die Band wieder einem ursprünglicheren Stil aus der Zeit von The Joshua Tree zugewandt. Im Vordergrund sollte wieder mehr das simple Zusammenspiel dieser vier Musiker stehen. All That You Can’t Leave Behind erschien im Oktober 2000 und wurde von den Kritikern als „ein Schritt weder vorwärts noch rückwärts“ der Band beschrieben; das Album kam in 22 Ländern aus dem Stand auf Platz 1 der Charts. Das Album erhielt vier Grammys, der ausgekoppelte Titel Beautiful Day erhielt noch weitere drei Grammys. Die in Großbritannien verkaufte Version der CD enthielt einen zusätzlichen Song, The Ground Beneath Her Feet, dessen Text in dem gleichnamigen Buch von Autor Salman Rushdie vorkommt.

Zusätzlich schrieben einige Mitglieder der Band zwischenzeitlich den Soundtrack zu dem im März 2000 erschienenen Film The Million Dollar Hotel von Wim Wenders, der auf einer Geschichte von Bono basiert.

Im Frühjahr 2001 startete die Band die Elevation-Tour in Miami. Nach den Terroranschlägen vom 11. September überlegte die Band zunächst, ihre Tour zu unterbrechen, entschied sich dann aber dafür, sie fortzusetzen. Die Elevation-Tour wurde zur (kommerziell) zweiterfolgreichsten Tour der Musikgeschichte (nach der Voodoo-Lounge-Tour der Rolling Stones, bei der 320 Millionen Dollar eingespielt wurden). Nach dem Ende der Tour 2001 trat U2 während der Halbzeitpause des Super Bowl XXXVI auf.

2002 erschien dann der zweite Teil ihrer Greatest Hits, The Best of 1990–2000.

Das nächste Album der Band How To Dismantle An Atomic Bomb wurde am 22. November 2004 veröffentlicht. Das Album wurde als Album des Jahres 2005 und als bestes Rock Album 2005 mit zwei Grammys ausgezeichnet. Die Stücke Vertigo, Sometimes You Can’t Make It On Your Own und City of Blinding Lights gewannen insgesamt fünf weitere Grammys.

Die erste Singleauskopplung Vertigo sorgte weltweit für Download-Rekorde beim iTunes Store, da der Song zuerst nur dort online erhältlich war. Im Januar 2005 präsentierte U2 ihr Video zu All Because of You während der US College American Football Orange Bowl.

Die drei Konzerte der Vertigo Tour 2005 in Deutschland (Gelsenkirchen, München, Berlin), mit einer Ticketkapazität von etwa 190.000 Stück, waren innerhalb von zweieinhalb Stunden ausverkauft. Auch in Österreich wurde bei der Vertigo Tour am 2. Juli 2005 ein neuer Rekord aufgestellt – innerhalb 74 Minuten waren die Karten (55.000 Plätze) verkauft. Die Tickets für das Konzert in der Schweiz (Zürich) vor 45.000 Zuschauern waren bereits nach 40 Minuten ausverkauft. U2 spielte mit der Vertigo Tour 333 Millionen Dollar ein; es war damit die bislang (Stand: 1. Mai 2006) kommerziell erfolgreichste Tournee der Musikgeschichte.

Am 2. Juli 2005 eröffnete U2 zusammen mit Paul McCartney mit dem Beatles-Klassiker Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band das Live-8-Konzert in London. Im Anschluss spielte U2 mit Beautiful Day/Blackbird, Vertigo und One/Unchained Melody drei eigene Songs.

U2 ist mittlerweile die kommerziell erfolgreichste Band Irlands; ihr geschätztes Vermögen beläuft sich auf 469 Millionen Pfund (690 Millionen Euro).

Die Vertigo Tour wurde im März 2006 nach einer Reihe von Konzerten in Südamerika wegen eines Krankheitsfalls in der Familie eines Band-Mitglieds unterbrochen. Die noch ausstehenden Konzerte in Neuseeland, Australien, Japan und auf Hawaii wurden von November bis Dezember 2006 nachgeholt.

Im September 2006 wurden Songs für ein Best-Of-Album zum 30-jährigen Bestehen der Band und für ein neues Album mit dem Produzenten Rick Rubin aufgenommen das schlussendlich im November 2006 veröffentlichte U218 Singles. Im Oktober 2006 wurde bekanntgegeben, dass U2 das Plattenlabel Island Records nach 27-jähriger Zusammenarbeit verlässt, um Jason Iley zu Mercury Records zu folgen. Dieser war am 16. Mai 2005 dorthin gewechselt und ist vorher bei Island Records für U2 zuständig gewesen.

U2.com meldet Anfang Juni 2007, dass sich die Band mit den Produzenten Daniel Lanois und Brian Eno zwei Wochen in Marokko befindet, um neue Songs aufzunehmen. U2 arbeitet im Zuge dieser Aufnahmen mit unterschiedlichen afrikanischen Musikern zusammen und experimentieren mit neuen Musikeinflüssen. Vorerst ist aber keine Veröffentlichung des Materials geplant Ein 3D-Konzertfilm, U2 3D, aufgenommen während der Vertigo Tour, wurde am 23. Januar 2008 veröffentlicht..

Im Dezember 2008 kündigte die Band, auf ihrer offiziellen Internetseite, die Veröffentlichung des Albums No Line on the Horizon für den 2. März 2009 (Deutschland: 27. Februar) an. Die erste Single des Albums heißt Get on your Boots und wurde am 19. Januar 2009 veröffentlicht. In Deutschland wurde der Veröffentlichungstermin der Single nun offiziell auf den 20. Februar verschoben.

Markenzeichen

Eines der Markenzeichen von U2 ist, dass sich die Besetzung der Band seit ihrer Umbenennung in U2 im Jahre 1978 nicht verändert hat. Bekannt ist U2 insbesondere auch für ihr Engagement für wohltätige Zwecke. Sie unterstützen Organisationen wie Amnesty International und Greenpeace und treten für den Schuldenerlass und die Bekämpfung von Aids und extremer Armut in Ländern der Dritten Welt ein. Ihre politischen, gesellschaftlichen und religiösen Überzeugungen sind oftmals Themen in Liedern und auf Konzerten. Die Texte der Lieder, die zum größten Teil von Bono, dem Sänger der Band, geschrieben werden, sind vielfach poetisch und sehr tiefgründig. In einem Interview sagte Bono zu diesem Thema einmal: “Should I rather write songs about sex and drugs? No, I won’t do that.”

Beispiele für das Aufgreifen politischer Themen sind die Lieder Pride, in dem es um das Leben von Martin Luther King geht, Walk On, das für die in Burma gefangen gehaltene Menschenrechtlerin Aung San Suu Kyi geschrieben wurde, oder auch Crumbs From Your Table, das die Hungerbekämpfung in der Dritten Welt behandelt.

Viele der Lieder von U2 handeln außerdem von dem christlichen Glauben der Bandmitglieder. Bono betont immer wieder in Interviews seinen Glauben, der auch der Antrieb für sein außermusikalisches Engagement ist. Songs wie I Still Haven’t Found What I’m Looking For, 40, If God Will Send His Angels und vor allem Yahweh von dem letzten Studioalbum behandeln den christlichen Glauben der Band.

Ein Beispiel für die Thematisierung von Politik in Konzerten war das Neujahrskonzert in Dublin am 1. Januar 1990, das U2 den Menschen in der DDR und in Rumänien widmet, in deren Ländern wenige Wochen zuvor die Regime zusammengebrochen waren. Während des Liedes Pride ruft Bono den Satz ins Publikum: “For the people in Romania and East Germany – sing it. Pride, in the name of love.”[1]

Auch der musikalische Stil ist zum Markenzeichen von U2 geworden. Immer wieder ließen sie verschiedene musikalische Stile in ihre Musik einfließen. Elemente von Punk, Gospelmusik, Country, Blues, Dance, Industrial, Ambient, Trip Hop und anderer Richtungen prägten teilweise ganze Alben. Sie orientieren sich an Künstlern wie Elvis Presley, den Beatles, Van Morrison, The Clash und vielen anderen, erhielten jedoch eine konstante Unverkennbarkeit.

Schließlich entwickelte U2 eine eigene Spielweise. Aufbauend auf der Rhythmussektion um Schlagzeuger Larry Mullen Junior und Bassist Adam Clayton konnte Gitarrist The Edge seinen eigenen experimentellen Gitarrensound entwickeln, während Sänger Bono als charismatischer Frontmann der Band auftritt. Nach eigener Beschreibung der Band bilden Adam Clayton und Larry Mullen Junior das Rückgrat der Gruppe, The Edge den Kopf und Bono das Herz.

Andere Projekte

Neben der Tätigkeit in ihrer Band arbeiten die Mitglieder von U2 auch mit anderen Musikern zusammen:

Sänger Bono trat beispielsweise 1985 als Gastsänger der irischen Band Clannad bei dem Titel In A Lifetime auf; später im Jahr beteiligte er sich mit anderen Musikern am Album Sun City—Artists Against Apartheid.

The Edge produzierte derweil zusammen mit Komponist und Arrangeur Michael Brook den Soundtrack zum Film The Captive. Titellied wurde Heroine, welches The Edge zusammen mit der irischen Sängerin Sinéad O’Connor schrieb, die auch den Gesangspart lieferte.

Während der Aufnahmen zu The Joshua Tree brachte Produzent Daniel Lanois U2 mit Robbie Robertson (ehemals Mitglied bei The Band) zusammen. Mit ihm schrieben sie und nahmen sie die beiden Titel Testimony und Sweet Fire Of Love auf. Bono und The Edge schrieben außerdem das Lied She’s A Mystery To Me für Roy Orbison, das auf dessen Album Mystery Girl erschien.

Auf dem Album Duets von Frank Sinatra sang dieser 1993 zusammen mit Bono den Song I’ve Got You Under My Skin. Die Aufnahme erschien auch als B-Seite der U2-Single Stay (Faraway, So Close).

1994 wiederum arbeitete Sänger Bono zusammen mit seinem langjährigen Freund Gavin Friday und dessen Partner Maurice Seezer am Soundtrack für den Film In the Name of the Father, der das auf Tatsachen beruhende Schicksal mehrerer Iren beleuchtet, die zu Unrecht eine jahrelange Haft wegen angeblicher Beteiligung an einem Bombenattentat der IRA verbüßten.

Ein während der Aufnahmesessions zu Achtung Baby entstandenes Stück wurde 1995 zusammen mit Christy Moore vervollständigt und erschien unter dem Namen North And South Of The River als Tribut an U2s Heimatstadt Dublin.

Es folgte weitere Arbeit an verschiedenen Soundtracks. Bono und The Edge schreiben das Titellied Goldeneye für den gleichnamigen James-Bond-Streifen. Gesungen wurde der Titel von Musiklegende Tina Turner. Ein während der Aufnahmen für Zooropa entstandenes Stück namens Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me wiederum wurde als Titellied für den Film Batman Forever fertiggestellt. Danach wurde U2 gebeten, einen Titelsong für den Streifen Mission: Impossible beizusteuern. Adam Clayton und Larry Mullen Junior nahmen sich dieser Aufgabe an und mischten die Titelmelodie der gleichnamigen Serie neu ab.

Der Spielfilm Entropy mit Stephen Dorff, Judith Godrèche und Kelly Macdonald aus dem Jahre 1999 spielt während U2s Popmart-Tour und enthält neben vielen Konzertausschnitten auch Szenen mit der Band in Nebenrollen.

Auf dem Album Goddess in the Doorway von 2001 sang Bono zusammen mit Mick Jagger den Song Joy.

Bono trat 2002 während eines für den Sender VH-1 aufgezeichneten Konzerts zusammen mit der irischen Band The Corrs auf und interpretierte zusammen mit ihnen die Titel Summer Wine (im Original von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra) und When The Stars Go Blue (im Original von Ryan Adams). Diese Aufzeichnung wurde später auch auf dem Album VH-1 Presents the Corrs: Live in Dublin veröffentlicht.

Nicht nur für und mit anderen Künstlern arbeitete U2, es erschienen ebenfalls Coverversionen als B-Seiten ihrer eigenen Singles. Unter anderem nahmen sie eigene Versionen von Titeln wie Unchained Melody von den Righteous Brothers, I’ve Got You Under My Skin von Frank Sinatra, Night And Day von Cole Porter, Can’t Help Falling In Love von Elvis Presley, oder Satellite Of Love von Lou Reed auf. Auf ihren Konzerten coverten sie ebenfalls wiederholt Titel anderer Künstler.

U2 arbeitete auch immer wieder mit anderen Künstlern zusammen – genannt seien hier der US-Autor William S. Burroughs, der kurz vor seinem Tod im Video Last Night On Earth einen Gastauftritt hatte und dessen Gedicht A Thanksgiving Prayer als Videomaterial für die Zoo-TV-Tour eingespielt wurde, sowie der Fotograf Anton Corbijn, der u. a. eine Videoversion des U2-Hits One in Berlin drehte.

Neben zahlreichen Coverversionen von U2-Songs durch Bands wie die Pet Shop Boys und Sepultura oder Musikern wie George Michael oder Johnny Cash, coverte auch U2 immer wieder Songs anderer Bands. Ihr neustes Projekt ist die Coverversion des Songs „The Saints are coming“ von The Skids aus dem Jahr 1978. Zusammen mit der Band Green Day sangen sie es in New Orleans im Superdome.

Die Songs der Band hinterließen aber auch bei Arbeiten von Künstlern anderer Kunstrichtungen ihre Spuren. So widmete etwa der österreichische Maler Kave Atefie in den Jahren 2001 und 2002 gleich zwei Werksreihen dem Schaffen der irischen Band.[2] Im Jahr 2003 portraitierte übrigens der irische Maler, Illustrator und Poet Louis le Brocquy U2-Frontman Bono auf einem Ölbild, nachdem er zuvor bereits einige Aquarelle von ihm angefertigt hat.[3] Durch den spirituellen Hintergrund der Musik, die Intensität und kompositorische Dichte im Zusammenhang mit großer Emotionalität und Leidenschaft fühlt sich auch die Malerin Nadja Jerczynski [4] beeinflusst. Die Schülerin des Malers Sean Scully hat seit 2006 etliche Bilder zu der Musik von U2 gemacht.

Bono ist Gründungsmitglied der nichtstaatlichen Organisation Data (Debt, Aids, Trade, Africa). Sie soll Regierungen dazu veranlassen, Aids und Armut in Afrika zu bekämpfen.

Plattenverkäufe

In den USA haben U2 bisher über 50 Millionen Alben verkauft und liegen damit auf Rang 21 der Bestseller-Liste[6]. Die Verkäufe teilen sich wie folgt auf:

  • 1 Million: Boy, October, Wide Awake In America, Pop, Best Of 1990-2000
  • 2 Millionen: Best Of 1980-1990, Best Of 1980-1990 The B-Sides; Zooropa
  • 3 Millionen: Under A Blood Red Sky, The Unforgettable Fire, How To Dismantle An Atomic Bomb
  • 4 Millionen: War, All That You Can’t Leave Behind
  • 5 Millionen: Rattle and Hum
  • 8 Millionen: Achtung Baby
  • 10 Millionen: The Joshua Tree

Weltweit haben U2 bisher mehr als 125 Millionen Alben verkauft.

Quelle: www.wikipedia.de



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Mercedes Benz A180 CDI

Scheinriese

Zu den skurrilen Erfindungen des Schriftstellers Michael Ende gehört auch Herr Tur Tur, der Scheinriese aus den Jim Knopf-Büchern. Auch der A180 CDI ist ein Scheinriese: Er wirkt größer, als er wirklich ist.

Die A-Klasse ist die kleinste Modellreihe aus dem Hause Mercedes-Benz, die den Stern tragen darf. Spätestens in der zweiten Generation ist die Kombilimousine nun auch tatsächlich ein Mercedes geworden – mit allen Stärken und Schwächen. Ein Erfolg ist er allemal – auch, wenn die Stuttgarter ihn anfangs eher widerwillig ins Programm genommen haben. Man brauchte 1998 ein Auto, das den üppigen Flottenverbrauch statistisch senken konnte. Und man bekam eines, das sich allein in Deutschland während der ersten fünf Monate diesen Jahres rund 27.100 mal verkauft hat. Damit ist der „A“ der meistverkaufte Mercedes – noch vor C- und E-Klasse.

Das hat seine Gründe – und nicht nur den, dass er der einzige Mercedes ist, den sich viele leisten können. Oder dass er nun gefälliger und erwachsener aussieht als sein Vorgänger. Die A-Klasse ist ein kleines Raumwunder. Von außen wie von innen wirkt er größer, als er tatsächlich ist. Ein Scheinriese eben, dessen wahre Dimensionen erst im direkten Vergleich auffallen. Wenn er neben einem Hyundai Matrix steht zum Beispiel, der auch als Minivan firmiert und trotzdem höher und länger ausfällt als die A-Klasse mit ihren 3,84 Metern Länge, 1,76 Metern Breite und 159 Metern Höhe.

Flexibel und nutzbar

Doch auch mit den Außenmaßen eines Honda Jazz bietet die A-Klasse innen mehr Raum als etwa der Volvo-Kombi V50. Und das deutlich flexibler und besser nutzbar. Wer im A180 die asymmetrisch teilbare Rückbank vorklappt, bekommt wie gehabt selbst zwei voll montierte Bikes hinten unter – aufrecht stehend und mit dem Tourgepäck für ein verlängertes Wochenende. Gegen Aufpreis lässt sich selbst der Beifahrersitz komplett ausbauen.

Aber auch bei voller Bestuhlung reichen die 435 Liter Laderaum für jeden Wocheneinkauf samt sperriger Getränkekisten – der VW Golf zum Beispiel hat selbst als Plus-Version weniger zu bieten. Dazu kommt, dass sich der Laderaum der A-Klasse durch die weit aufschwingende Ladeklappe und die große Öffnung auch mit sperrigen Gütern bestens beladen lässt. Der Ladeboden ist durchgehend eben, quadratisch geschnitten und hat eine niedrige Ladekante. Fächer für Kleinkram sorgen dafür, dass nichts durch die Gegend fliegt.

Geräumig geht es auch vorne zu – wenn auch die Sitzposition erst mal gewöhnungsbedürftig ist: Wegen der hohen Bauweise des Sandwichbodens und der niedrigen Sitzhöhe sitzt nicht wie üblich mit angewinkelten, sondern mit eher gestreckten Beinen – ähnlich wie in einem Sportwagen. Die Sitze selbst sind vorne gut verstellbar, auch große Passagiere finden bequem Platz. Was man leider von der hinteren Reihe nicht sagen kann – dort ist mit der Kniefreiheit schnell Ende. Und mehr als zwei Personen sitzen zu beengt.

Komfort und Basis

Die Inneneinrichtung des A180 ist von den Materialien und von der Verarbeitung her so hochwertig, wie man es von einem Mercedes erwarten kann. Leider aber auch so langweilig und ohne jegliche Überraschungen. Die Instrumente sind übersichtlich, gut erreichbar und lassen sich ohne großes Studium der Bedienungsanleitung intuitiv bedienen. Ablagen gibt es ausreichend. Wer Komfort über die magere Basisausstattung hinaus will, der darf sich an einer langen Aufpreisliste abarbeiten – auch das mercedestypisch.

Von der Fahrerposition aus hat man in der A-Klasse eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen. Auch Anfang und Ende des Minivans sind mit ein bisschen Übung gut einzuschätzen. Wer sicher gehen will, sollte sich die optisch und per Warnton funktionierende Einparkhilfe ordern. Die kompakten Maße machen den kleinen Mercedes auch im dichten Stadtverkehr zu einem handlichen Auto. Zu dem angenehmen Fahrempfinden trägt auch die komfortbetonte Federung bei – auch lange Strecken lassen sich so gut überstehen. Auf holprigen Pisten allerdings zeigt sich, dass der kurze Benz doch seine Grenzen hat: Dann schlägt die Sparwut der Straßenbaubehörden doch ziemlich auf die Wirbelsäule der Passagiere durch.

Ansonsten zeigte sich der A180 als sicher und einfach zu fahren – Elchtest war gestern. Traktionskontrolle und ESP sorgen für Sicherheit, in flott gefahrenen Kurven untersteuert der Benz etwas, bevor das ESP reagiert. Die Lenkung ist wieder typisch Mercedes: Ziemlich indirekt und mit wenig Gefühl für die Fahrbahn – aber auch präzise und gewohnt. Ein Fall für sich ist die stufenlose Automatik – sie hält den Motor zwar ziemlich konstant im gleichen Drehzahlbereich, wenn man nicht gerade Vollgas gibt. Aber irgendwie hat man – vor allem beim Beschleunigen – immer wieder das Gefühl, das Vorwärtsdrang und Motorgeräusch nicht zusammen passen. Das Tempo hinkt, wie mit einem Gummiband hinterher gezogen, immer ein wenig hinter dem Gasfuß zurück.

Nagetier

Unter der Fronthaube arbeitete bei unserem Testwagen unüberhörbar ein Diesel. Das 2-Liter-Aggregat mit Common-Rail-Einspritzung wird mit gleichem Hubraum aber unterschiedlicher Leistung durch alle drei Diesel der A-Klasse gereicht – auch im A160 CDI werden ebenso wie im A180 CDI oder dem A200 CDI 1991 cm³ befeuert. Den Selbstzünder im A180 haben die Ingenieure auf 80 kW/109 PS eingestellt. Bei einem maximalen Drehmoment von 250 Nm, das bei 1600 U/min. anliegt, reicht das für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h. Alles nicht sehr üppig – aber für den 1,4 Tonnen schweren Mini-Benz durchaus ausreichend.

Dass man in einem Diesel sitzt, lässt Mercedes einen nie vergessen: Das Nageln ist nicht übermäßig lautstark, aber akustisch stets präsent. Das Nageltier merkt man aber auch beim Tanken – diesmal positiv: Offiziell reichen 5,7 Liter Diesel für 100 Kilometer Strecke. Bei unseren Testfahrten brauchten wir mit 7,6 Litern allerdings deutlich mehr. Am Rasen kann es nicht gelegen haben: Der Bordcomputer zeigte einen Schnitt von 90 km/h an.

Auch in der Anschaffung ist dieser Mercedes ein Mercedes: Der Preis ist heiß. Mindestens 22.194 Euro muss man für die Basisversion überweisen. Und „Basis“ bedeutet bei Mercedes auch „Basis“: Nahezu für alles ist ein Aufpreis fällig. Gepäckraumabdeckung (113 Euro), Nebelscheinwerfer (179 Euro) oder Seitenairbags hinten (399 Euro) kosten genauso extra wie Bi-Xenon-Leuchten (982 Euro) oder Navi (ab 2094 Euro). Kleiner Trost: Der hohe Wiederverkaufswert relativiert zumindest den Anschaffungspreis wieder etwas.

Edle Verarbeitung ohne Überraschungen

Die Inneneinrichtung des A180 ist von den Materialien und von der Verarbeitung her so hochwertig, wie man es von einem Mercedes erwarten kann. Leider aber auch so langweilig und ohne jegliche Überraschungen. Die Instrumente sind übersichtlich, gut erreichbar und lassen sich ohne großes Studium der Bedienungsanleitung intuitiv bedienen. Ablagen gibt es ausreichend. Wer Komfort über die magere Basisausstattung hinaus will, der darf sich an einer langen Aufpreisliste abarbeiten – auch das mercedestypisch.

Von der Fahrerposition aus hat man in der A-Klasse eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen. Auch Anfang und Ende des Minivans sind mit ein bisschen Übung gut einzuschätzen. Wer sicher gehen will, sollte sich die optisch und per Warnton funktionierende Einparkhilfe ordern. Die kompakten Maße machen den kleinen Mercedes auch im dichten Stadtverkehr zu einem handlichen Auto. Zu dem angenehmen Fahrempfinden trägt auch die komfortbetonte Federung bei – auch lange Strecken lassen sich so gut überstehen. Auf holprigen Pisten allerdings zeigt sich, dass der kurze Benz doch seine Grenzen hat: Dann schlägt die Sparwut der Straßenbaubehörden doch ziemlich auf die Wirbelsäule der Passagiere durch.

Von 0 auf 100 km/h in 10,8 Sekunden

Ansonsten zeigte sich der A180 als sicher und einfach zu fahren – Elchtest war gestern. Traktionskontrolle und ESP sorgen für Sicherheit, in flott gefahrenen Kurven untersteuert der Benz etwas, bevor das ESP reagiert. Die Lenkung ist wieder typisch Mercedes: Ziemlich indirekt und mit wenig Gefühl für die Fahrbahn – aber auch präzise und gewohnt. Ein Fall für sich ist die stufenlose Automatik – sie hält den Motor zwar ziemlich konstant im gleichen Drehzahlbereich, wenn man nicht gerade Vollgas gibt. Aber irgendwie hat man – vor allem beim Beschleunigen – immer wieder das Gefühl, das Vorwärtsdrang und Motorgeräusch nicht zusammen passen. Das Tempo hinkt, wie mit einem Gummiband hinterher gezogen, immer ein wenig hinter dem Gasfuß zurück.

Unter der Fronthaube arbeitete bei unserem Testwagen unüberhörbar ein Diesel. Das 2-Liter-Aggregat mit Common-Rail-Einspritzung wird mit gleichem Hubraum aber unterschiedlicher Leistung durch alle drei Diesel der A-Klasse gereicht – auch im A160 CDI werden ebenso wie im A180 CDI oder dem A200 CDI 1991 cm³ befeuert. Den Selbstzünder im A180 haben die Ingenieure auf 80 kW/109 PS eingestellt. Bei einem maximalen Drehmoment von 250 Nm, das bei 1600 U/min. anliegt, reicht das für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 10,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h. Alles nicht sehr üppig – aber für den 1,4 Tonnen schweren Mini-Benz durchaus ausreichend.

Quelle/n:www.stern.de

www.http://www.auto-test-und-technik.de



Hier finden sie Bilder vom Mercedes Benz A180 CDI

Sony Ericsson K810i

Telefon-/Datenfunktionen: Gediegen unspektakulär

Digicam hin oder her: Auch das K810i ist in erster Linie ein Handy – und als solches sehr gut ausgestattet.

Telefonfunktionen

1.000 Kontakte kann das K810i speichern – mit bis zu 19 verschiedenen Adress-Parametern. Jedem Kontakt können Sie ein Bild zu ordnen und einen eigenen Klingelton – auch Ihre eigenen MP3s natürlich. Wann Sie mit wem gesprochen haben, zeigt die ausführliche Anrufverwaltung. Worüber, verrät das Diktiergerät, wenn Sie das Gespräch mitgeschnitten haben. Wichtig fürs Telefonieren im Auto: Sie können Nummern auch per Sprachbefehl anwählen, und auf der Rückseite des K810i findet sich eine Buchse für eine externe Antenne.

Das K810i unterstützt wie sein Vorgänger K800i drei GSM-Frequenzbereiche. Damit können Sie überall in Europa telefonieren und auch in einigen amerikanischen Netzen. In Asien bleibt das Handy hingegen stumm.

Datenfunktionen

Knapp 200 MByte freier Speicher stehen Ihnen ab Werk zur Verfügung – da passen eine Menge Fotos rein oder auch gut drei Stunden MP3-Musik in guter Qualität (codiert mit 128 kbit/s). Erweitern können Sie den Speicher mit Sonys Memory Sticks in der Variante M2, und befüllen lässt er sich auf allen gängigen Wegen: Per USB, Bluetooth und Infrarot von Gerät zu Gerät oder per UMTS aus dem Mobilfunknetz – allerdings nur mit 384 kbit/s im Up- und Download. Die schnelle UMTS-Variante HSDPA steht nicht zur Verfügung. Standard bei einem Handy dieser Klasse: Ein vollwertiger E-Mail-Client und ein Web-Browser.

Im Test haben wir eine 3 MByte große MP3-Datei per USB in 8 Sekunden vom PC aufs Handy übertragen – ein ordentlicher Wert. Weniger gut gefallen hat uns, dass das Handy nicht an allen XP-Rechnern ohne Treiberinstallation als externes Lautwerk erkannt wurde.

Multimedia: Bild und Ton gut

Als echtes Allround-Handy ist das K810i auch im Bereich Bild und Ton gut ausgestattet.

Musik

Das K810i bringt einen MP3-Player mit, der zwar nicht besonders laut rüberkommt, aber mit den mitgelieferten Ohrstöpseln angenehm differenziert klingt. Mit Hilfe des manuellen Equalizers können Sie den Sound Ihren persönlichen Vorlieben anpassen und auch ordentlich zusätzlichen Bassdruck rauskitzeln.

Digicam

Auf der Frontseite findet sich eine kleine Kamera für UMTS-Videotelefonate, auf der Rückseite sitzt die 3-Megapixel-Kamera mit Autofokus und echtem Blitz. Sie ist mit einem Schiebedeckel geschützt, der flacher gebaut ist als beim Vorgänger. Sony Ericsson hat die Kamera gegenüber der des K800i an zwei Stellen verändert. Zum Einen verfügt sie nun über eine Funktion namens „Automatische Korrektur“, die auf Knopfdruck die Qualität eines Bildes verbessern soll – mit mäßigem Erfolg (siehe Fotostrecke).

Zum Anderen hat Sony Ericsson die vier wichtigsten Kamera-Menüs jetzt auch erkennbar auf vier Zifferntasten gelegt. Erkennbar, weil diese Tastenbelegung nun durch entsprechende Symbole bei den Tasten signalisiert wird. Sie können diese Einstellungen vornehmen, ohne sich mühsam durchs Menü klicken zu müssen – sinnvoll und praktisch.Von vielen anderen Kamera-Handys unterscheidet sich das K810i durch ein paar spezielle Funktionen. Zum Beispiel steht mit BestPic eine sehr schnelle Serienfunktion zur Verfügung, die bei halb gedrücktem Auslöser permanent vier Bild zwischenspeichert und bei vollem Druck fünf weitere Bilder macht. Diese Funktion eignet sich besonders für sehr schnell bewegte Motive. Auch die Panoramafunktion macht Spaß. Sie setzt aus drei Bildern ein Breitformatbild zusammen. Und wer schließlich viel mit dem Messwertspeicher arbeitet, um stets die optimale Belichtung zu erzielen, wird den Spot-Modus für die Belichtungsmessung schätzen.


Tempo und Bildqualität

Positiv ist uns im Test auch die Auslöseverzögerung aufgefallen: Werte unterhalb einer Sekunde sind bei Handys mit Autofokus keine Selbstverständlichkeit. Die Bildqualität geht beim K810i absolut in Ordnung. Bei Tageslicht bringt der automatische Weißabgleich die Farben ein bisschen blass, aber korrekt rüber. Wer bei Kunstlicht fotografiert, sollte ein passendes Abgleichsprofil wählen, denn die kommen mit Kunstlicht besser klar als die Automatik. Gestört haben uns allerdings gelegentlich unschöne Farbsäume in unscharfen Bildbereichen.

Praxis: Fummel-Joystick – schon wieder

Hobby-Psychologen würden so was als Beratungsresistenz bezeichnen. Sony Ericsson hat mal wieder einen Joystick eingebaut, den nur Kinderfinger problemlos nutzen können. Ansonsten ist aber über die Bedienung des K810i fast nur Gutes zu sagen.

Eckdaten

Gegenüber dem Vorgänger K800i fällt das K810i immerhin 3 Millimeter schlanker aus. Aber mit 105 x 48 x 20 Millimeter bei 104 Gramm zählt das K810i durchaus zu den Handys, bei denen der User ordentlich was in der Hand hat. In der Hosentasche findet es aber allemal bequem Platz. Der Akku hielt im Test knapp dreieinhalb Stunden GSM-Volllastbetrieb durch – okay, aber unspektakulär.

Handhabung

Mit dem K810i kommen auch Einsteiger gut klar, denn die Menüs sind übersichtlich strukturiert und intuitiv bedienbar. Die Wege zu Ihren Lieblingsfunktionen können Sie auf verschiedene Arten abkürzen. Zum Beispiel, indem Sie sich ein Favoritenmenü anlegen oder die Highlights auf die vier Richtungen des Joysticks legen.

Der Joystsick selber aber macht in der Praxis nur wenig Freude: Er ist zu klein geraten und ragt nicht weit genug über die Umgebung hinaus, um sich problemlos nutzen zu lassen. Wer nicht mit ganz kleinen Fingern gesegnet ist, wird eine Weile brauchen, um sich an das Gefummel zu gewöhnen. Auch die Zifferntasten sind bei den Testern nicht gut angekommen: Sie sehen zwar schick aus, bieten den Fingern aber nur sehr wenig Landeplatz. Diese Verschlechterung gegenüber dem K800i kostet das K810i Punkte, und deshalb schneidet es im Endergebnis hauchdünn schlechter ab als der Vorgänger.

Sony Ericsson hat das Handy noch mal ein Stück näher an die ‚echte’ Digicams gerückt, denn wie bei diesen sind nun auch beim K810i im Kameramodus die vier Tasten (die Ziffern 1, 4, 7 und *), die direkt zu den wichtigsten Fotomenüs führen, mit entsprechenden Symbolen gekennzeichnet – eine echte Erleichterung.

Display/Akustik

Die Anzeige des K810i stellt keine Rekorde auf, bietet aber genug Helligkeit und Kontrast, um sich gut ablesen zu lassen, solange Sie nicht gerade im prallen Sonnenlicht fotografische Kunstwerke komponieren wollen.

Das Handy klingt angenehm mittig und der Gesprächspartner ist in der Regel gut zu verstehen. Allerdings fehlt es ein bisschen an der Lautstärke. Der eingebaute Freisprecher klingt etwas knarzig und verrauscht, bietet aber gutes Gegensprechverhalten. Das bedeutet: Wenn Sie und Ihr Gesprächspartner durcheinander sprechen, können Sie sich immer noch verstehen – das ist bei Handys nicht selbstverständlich.

Fazit: Mission completed – beinahe

Sony Ericssons Auftrag an die Entwickler hieß eindeutig: Macht ein richtig gutes Handy besser – und macht dabei nichts kaputt. Das ist nur fast gelungen.

In weiten Bereichen der Telefon- und Datenfunktionen hat sich gegenüber dem K800i nicht viel getan. Im Bereich Multimedia hingegen fallen die besser gekennzeichneten Schnellzugriffe für die wichtigsten Kamera-Menüs auf, die anspruchsvolleren Handy-Fotografen das Leben wirklich erleichtern.

Von eher zweifelhaftem Nutzen ist hingegen die neue Bildkorrekturfunktion, die nur bei sehr speziellen Bildfehlern ihren Zweck wirklich erfüllt.

Schön: Sony Ericsson hat das Handy 3 Millimeter schlanker gebaut als den Vorgänger. Weniger schön: Die Zifferntasten und der winzige Joystick verlangen viel Geduld und Gewöhnung vom User.

Quelle: www.chip.de



Hier finden sie Bilder vom Sony Ericsson K810i.

Sony Vaio

Flüster-Notebook mit Spitzen-Display

Das Sony-Notebook überzeugt im CHIP-Test mit guten Leistungsdaten und einem hervorragendem 17-Zoll-Display.

Über das eigenwillige Design des Sony-Flachmanns lässt sich streiten, über die gute Leistung und Ergonomie nicht. Das 17-Zoll-Display bringt seine hohe Auflösung perfekt auf den Schirm. So gute Kontraste, gleichmäßige Ausleuchtung und satte Farben zeigt kein anderes Panel in der CHIP-Bestenliste. Eine Reaktionszeit von 22,8 ms macht das Display voll spieletauglich. Der Trick ist eine TFT-Filterfolie, die leider einen großen Nachteil hat: Sie spiegelt. Das führt bei ungünstigem Lichteinfall zu starken Reflexionen.

Ein fast schon mobiler Desktop-Ersatz

Mit 3,9 Kilogramm Gewicht und 2:30 Stunden Akku-Laufzeit zählt das Notebook zu den leichtesten Geräten mit dem längsten Atem in der Top-10-Liste der Desktop-Replacement-Notebooks (DTR). Ein Ausflug ins Wohnzimmer oder auf den Balkon ist also ohne „Akku-Ladezwang“ möglich. Zumindest gilt das, wenn Sie nur tippen und surfen, bei Spielen ist schon nach 1:12 Stunde Schluss. Trotzdem: Etwas länger laufen nur die HP-Compaq-Notebooks auf Rang 13 und 14 unseres Rankings. (Stand: Januar 2005)

Leises Notebook mit guter Leistung

An der Verarbeitung hatten die CHIP-Tester bis auf den kaum spürbaren Anschlag der Tastatur nichts zu bemängeln. Die Ausstattung ist mit großer 100 GByte Festplatte, viel Arbeitsspeicher und schneller 3D-Grafikkarte vom Typ Mobility Radeon 9700 zeitgemäß. Eine mobile Intel-CPU mit 1,7 GHz sorgt für einen Strom sparenden und besonders leisen Betrieb – kaum wahrnehmbare 0,9 Sone in Ruhe und maximal 2,4 Sone unter Volllast sind Spitzenwerte.

Die Benchmarks erreichen im Vergleich zu den DTR-Kollegen mit Desktop-Prozessor keine Spitzenwerte, bescheinigen dem Sony aber gute Office- und ausreichend Spiele-Power. 197 Punkte gab es beim Sysmark2002, 2.893 Punkte bei 3DMark03 und auch UT2003 lief mit ruckelfreien 81,6 Bildern in der Sekunde (fps) durch.

Fazit:

Das Sony Vaio VGN-A217S bietet ausgewogene Leistung und ein hervorragendes Display. Beim Arbeiten bleibt es angenehm leise, es lässt sich auch als mobiler PC nutzen und platziert sich auf Rang fünf der aktuellen CHIP-Bestenliste. Lediglich der Preis ist etwas hoch, Notebooks anderer Hersteller bieten gleiche Leistung und Ausstattung günstiger.

Alternative:

Das Toshiba Satellite P20-962 mit Desktop-CPU ist schwerer, aber preisgünstiger. Es leistet mehr und bietet eine vergleichbare Akkulaufzeit. Es steht auf Platz vier in der CHIP-Top-10 (Stand: Februar 2005).

Quelle: www.chip.de

Hier finden sie Bilder vom Sony Vaio.

Sony Ericsson Xperia

Sony Ericsson Xperia

Telefonfunktionen

Wie es sich für ein Business-Handy gehört, funkt das X1 dank Quadband und lässt sich damit auch auf Geschäftsreisen außerhalb Europas nutzen. Wieviele Kontakte und SMS Sie im X1 ablegen, wird lediglich vom Speicherplatz begrenzt.

Dieser misst intern ab Werk nur 400 MByte, von denen sich noch 210 für eigne Inhalte verwenden lassen. Wer mehr will, kann per microSD-Karte auch über 8 GByte nachlegen. Und diese Tatsache ist bemerkenswert. Mit dem X1 lässt Sony Ericsson erstmals von seiner Politik ab, nur hauseigne Speichersticks oder Mischlösungen zuzulassen. Das spart Geld und sorgt für bessere Kompatibilität.

Datenfunktionen

Beim Verbinden mit dem Internet haben Sie die Wahl zwischen WLAN (54 Mbit/s) und HSDPA. Auch HSUPA für schnelle Uploads steht zur Verfügung. Theoretisch unterstützt das X1 HSDPA in Phase III, also 7,2 Mbit/s, praktisch wird dieses Tempo von den Netzbetreibern bislang nur in ausgewählten UMTS-Zellen, meist Großstädten, angeboten.

Im Test mussten wir und mit 3,6 Mbit/s begnügen. Zum Surfen installierte Sony Ericsson neben dem Internet Explorer auch den komfortablen Opera Mini Browser. Der Internetzugriff machte damit wirklich Spaß und geht zudem schön flott von Statten. Nur knapp 20 Sekunden brauchte unser Testgerät zum Aufbau der kompletten Xonio-Website. Die USB- Performance ist allerdings mehr als langsam. Über 2 Minuten brauchte unser Testalbum (60 MByte, 10 MP3s) per USB für die Übertragung vom Rechner zum Handy.

Musik-Player

Im X1 kommt ein Musik-Player mit Walkman-Qualitäten zum Einsatz. Sie können per ID3Tag Ihre Songs ordnen, sich Albentitel und Songnamen anzeigen lassen oder auch das CD-Cover einblenden. Als Zugabe spendiert der Hersteller InEar-Kopfhörer inklusive Kabelfernbedienung mit sehr gutem Klang. Wer nicht auf Musik aus der eignen Konserve steht, kann auch das eingebaute RDS-Radio nutzen, das sich im Test als sehr empfangsstark erwies. Über die an der oberen Gehäusekante angebrachte Klinkenbuchse können Sie wahlweise auch Ihre eigenen Kopfhörer anschließen.

Kamera

Auf der Rückseite sitzt die ungeschützte 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Fotolicht. Sie bietet verschiedene Szenenmodi, Weißabgleichsfunktionen und digitalen Zoom. Die Qualität der Fotos kann sich durchaus sehen lassen. Videos nimmt das X1 mit einer Qualität von 640 x 480 Pixel (VGA) und damit in beachtlicher Auflösung auf.

Organizer / Navi: Business-Pack

Das X1 hat im Bereich Office ordentlich was hinterm Slider. Funktionen wie Wecker, Aufgabenliste oder gut strukturierter Kalender und Push-Mail sind selbstverständlich für ein Business-Handy dieses Kalibers. Mit mobilen Office-Programmen wie PowerPoint oder Word und Push-Mail-Unterstützung haben Sie Ihr Büro im Miniformat immer dabei.

Auch neue Office-Formate wie Word 2007 oder Excel 2007 sind für das X1 kein Problem. Allerdings krankt auch das X1 an den typischen Windows-Schwächen. Die Synchronisation dauert mit über zwei Minuten für 1.000 Kontakte deutlich zu lange. Auch auf veränderbare Umgebungsprofile verzichtet Sony Ericsson beim X1.

Navigation

Wie bei fast allen neuen Handys dieser Preisklasse, findet sich natürlich auch im X1 ein GPS-Empfänger für die satellitengestützte Navigation. Die Navi-Software Wayfinder befindet sich in einer Testversion auf der dem Handy beiliegenden CD-ROM. Um Wayfinder nutzen zu können, müssen sie die Software erst installieren. Im Test benötigte das X1 knapp über eine Minute um genügend GPS-Satelliten für eine Navigation am Himmel aufzustöbern. Nach der einmonatigen Testphase wird die Navigation allerdings kostenpflichtig.

Praxis: Mehr Speed bitte

Im Test gefiel die hochwertige Verarbeitung und die kompakte Bauweise. Allerdings enttäuscht die viel beworbene X-Panel-Steuerung und die lahme Performance in der Praxis.

Eckdaten

Trotz vollständiger Tastatur und riesigem Display fällt das X1 recht kompakt aus. Zugeschoben misst es 111 x 58 x 18 Millimeter bei 160 Gramm. Das X1 ist tadellos verarbeitet und wirkt in seiner Aluminiumhülle sehr hochwertig. Im Akkutest machte das X1 eine mittelmäßige Figur. Nach gut dreieinhalb Stunden ging dem Handy bei voller GSM-Sendeleistung die Puste aus. Im Online-Test hielt die Kraftzelle fast vier Stunden. Durchschnitt für Business-Handys.


Das X1 wird mit Windows Mobile 6.1 ausgeliefert. Sie haben die Möglichkeit, sich über den Touchscreen, die Hotkeys oder die Tastatur durchs Menü zu navigieren. Wer die Touchscreen-Steuerung bevorzugt, muss für viele Windows-Befehle zum Stylus greifen, da diese Punkte für Finger zu klein sind. Der Stift ist im Gerät integriert und fällt für unseren Geschmack zu kurz aus. Die virtuelle Tastatur ist auch viel zu klein geraten, selbst mit dem Stylus hatten wir Schwierigkeiten, einen Text flott zu tippen. Apropos flott: Dieses Prädikat verdient die Arbeitsgeschwindigkeit des X1 nicht. Teilweise verstrichen mehrere Sekunden bis eine Anwendung gestartet wurde oder Tastatureingaben angenommen wurden.
Für Texteingaben eignet sich die Volltastatur gut. Diese ist zwar für ein Zehn-Finger-System zu klein, mit den beiden Daumen geht das Tippen aber leicht von der Hand. Ärgerlich ist allerdings der schwammige Druckpunkt der Tasten und das die Tastatur so flach und glatt ist, dass sie den Fingern kaum ein spürbares Ziel bietet.

Auch die viel beworbene X-Panel-Steuerung des Handys entpuppte sich im Test als einfache Programm-Sammlung mit unterschiedlichen Hauptfunktionen. Einzelne Panels können mit dem Finger aktiviert werden um Programme auszuführen, Screens anzuzeigen oder verschiedene anwendungsspezifische Programmoberflächen bereit zu stellen. Die Panels sind kleine eigenständige Programme. In Zukunft sollen noch viele dieser Panels hinzukommen. Neu erfunden hat Sony Ericsson das Windows-Mobile-Rad damit allerdings nicht. Auch andere Hersteller wie Samsung oder HTC arbeiten bei Ihren Windows-Handys mit ähnlichen Funktionen.


Display / Akustik

Das 3-Zoll-Display bietet eine messerscharfe, kontrastreiche Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.000 Farben. Auch feine Details werden sehr plastisch angebildet. Kontrast und Helligkeit gehen in Ordnung. Beim Akustiktest schwächelte das X1 auf der Festenetzseite etwas. Sehr dumpf und Nasal kamen Stimmen beim gegenüber an. Der Freisprecher ist zwar recht laut, klingt aber sehr scheppernd.

Technische Details zum Sony Ericsson Xperia X1

Hersteller      Sony Ericsson
Bezeichnung      Xperia X1
Kategorie      Business-Handys
Preis zum Testzeitpunkt (Euro)      580
Markteinführung      4. Quartal 2008
Betriebssystem      Windows Mobile 6.1
Netzstandards      Quadband-GSM
3G-Standards (UMTS, HSDPA)      HSDPA Phase III (bis zu 7,2 Mbit/s)
Gewicht (Gramm)      160
Größe (HxBxT in mm)      111 x 53 x 18
Größe Zahlentasten (HxB in mm)      5 x 6
Größe QWERTZ-Tasten (HxB in mm)      5 x 6
Prozessor      Qualcomm MSM7200A
Taktfrequenz (MHz)      528

  • SAR-Wert (Watt/kg)      0.64

Akku-Typ      Li-Polymer
Standby GSM (Tage, Hersteller)      21
Sprechzeit GSM (Stunden, Minuten Hersteller)      10:00
Sprechzeit UMTS/HSDPA (Stunden, Minuten Hersteller)      06:00

  • *Sprechzeit GSM (eigene Messung, Stunden, Minuten)      03:30
  • **Online-Zeit (eigene Messung, Stunden, Minuten)      03:55
  • ***Laufzeit laut Akku-Benchmark (eigene Messung, Stunden, Minuten)      03:35

Akkuladezeit (eigene Mesung, Stunden, Minuten)      02:05
Display-Größe (mm)      39 x 65
Display-Auflösung (Pixel)      800 x 480
Lieferumfang      USB-Kabel, Sync-Software, Stereo-Headset, 3,5 Millimeter Adapter, Ersatzstift, Handbuch
Freier Speicher bei Auslieferung (in MByte ohne Speicherkarte)      210
Speicher erweiterbar      per microSD
Speicherkarte im Lieferumfang      nein
Kamera      3 Megapixel
Video-Kamera (Pixel)      ja, 640 x 480
Kamera für Videotelefonie      ja
Schnittstellen      Bluetooth, USB, WLAN 802.11g
GPS      ja
Navisoftware / Karten      D-A-CH, Testversion
E-Mail Funktionen      POP3, IMAP, SMTP, Microsoft-Push
Adressbuch      dynamisch
Sprachwahl      nein
Sprachsteuerung      nein
Eingabehilfe      Tastatur
Musik Player       MP3, AAC, AAC+, WMA, WAV, AMR-NB
Zeit für Überspielen eines Albums (Sekunden, 60 MB, 10 MP3s, 1 Coverbild)      132
Vibrationsalarm      ja
Wecker      ja, nur wenn Handy eingeschaltet ist
Spiele      Bubble Breaker, Solitär, Sudoku
Zeit für Sync von 1000 Kontakten ( Sekunden, XP)      132
Vollwertiger Web-Browser      ja
Office-Funktionen      Office Mobile, PDF-Reader, Zip, Notizen

  • Die Spezifische Absorptions-Rate (SAR) ist ein Maß für die Leistung, die ein Handy beim Telefonieren in den menschlichen Kopf einstrahlt. Der in Europa gültige Grenzwert liegt bei 2 Watt pro Kilogramm. Der Maximalwert für die Vergabe des Blauen Engels liegt bei 0,6 W/kg.
  • *      Gemessen bei maximaler Sendeleistung (33 dBm)
  • **      Mit dem Handy-Browser wird eine Website aufgerufen, die sich alle 20 Sekunden neu lädt und somit das Ausschalten des Displays oder die Unterbrechung der Verbindung verhindert.
  • ***      Akku-Benchmark: Durch eine Spielesimulation wird die ständige Nutzung des Handys mit Soundwiedergabe, Display-Aktivität und Vibrationsalarm ermöglicht.

Fazit: Nur Blech fürs X1

Das Xperia X1 bietet solide Leistungen, zeigt im Detail aber auch einige Schwächen. Am Ende reicht es noch für Rang 4 bei den Business-Handys.

Beim X1 haben uns besonders die gute Verarbeitung, die volle Packung an Telefon- und Datenfunktionen und die guten Leistungen im Business-Bereich überzeugt. Auch das Thema Multimedia kommt beim X1 nicht zu kurz, legt Sony Ericsson hier doch seine Kompetenz bei Cybershot- und Walkman-Handys in die Waagschale.

Schwächen im Detail

Allerdings kann das Handy die durch die Werbung geschürten hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Die X-Panel-Steuerung enttäuschte in der Praxis ebenso wie die langsame Arbeitsgeschwindigkeit oder der mäßige Klang am Festnetz.

Die Ausführung der QWERTZ-Tastatur genügt eher optischen als praktischen Ansprüchen. Grund: Die schicken Tasten in Metalloptik sind so flach und glatt, dass sie den Fingern kaum ein spürbares Ziel bieten. Immerhin reicht es noch zum vierten Platz bei den Business-Handys. Das Xperia X1 bekommen Sie derzeit ab 580 Euro in unserem Preisvergleich.

Quelle: www.chip.de







Hier koennen sie sich Bilder vom Sony Ericsson Xpersia anschauen.

Blink 182

BLINK 182

blink-182 (Aussprache: „blink one eighty-two“) ist eine US-amerikanische Pop-Punkband aus San Diego. Die Band um Tom DeLonge (Gitarre), Mark Hoppus (Bass) und Travis Barker (Schlagzeug), der 1998 Scott Raynor ablöste, wurde 1992 unter dem Namen Blink gegründet. Stilistisch wird die Band, wie Pennywise, NOFX oder The Offspring, dem Punk Rock zugeordnet.

Der internationale Durchbruch gelang 1999 mit dem fünffach Platin ausgezeichneten Album Enema of the State, der Singleauskopplung All the Small Things und nicht zuletzt dem Skandalvideo zum Hit What’s My Age Again?, bei dem sie nackt durch eine Stadt liefen. Alle nachfolgenden Alben sowie Dude Ranch (nachträglich) erreichten den Platinstatus. Nach vier Platinalben und unzähligen Auszeichnungen entschied sich die Band 2005 für einen Hiatus. Tom DeLonge gründete die Band „Angels & Airwaves“, während Mark Hoppus und Travis Barker zusammen bei +44 spielten.

Bei den 51. Grammy Awards 2009 haben blink-182 ihre Rückkehr mit einem neuen Album für den Sommer 2009 bekannt gegeben.

BANDGESCHICHTE

Bandgründung

1992 lernte Mark Hoppus, der gerade erst nach San Diego gezogen war und Bass spielte, über seine Schwester Tom DeLonge kennen, der in einer Garagenband namens Big Oily Men, die nicht mal feste Mitglieder hatte, Gitarre spielte. Noch in der ersten Nacht spielten DeLonge und Hoppus zusammen den Song Carousel ein. Nach eigener Aussage passten die Beiden von Anfang an perfekt zusammen; als Schlagzeuger fanden sie bald Scott Raynor, einen Metal-Fan aus derselben Wohngegend. Zusammen mit Raynor war die Band komplett und gründete sich unter dem Namen „blink“.

Bereits Ende 1992 hatte die Band ihren eigenen Stil entwickelt, der zwar an Vorbilder wie The Cure oder NOFX angelehnt war, aber schon etwas Eigenes hatte. In Raynors Schlafzimmer nahmen Duck Tape ihr erstes Demo-Tape auf, das den Namen Flyswatter (dt. Fliegenklatsche) trug.

Teilweise kamen bis zu 150 Skaterkids zu den Shows, bei denen die Band auch ihre Tapes verkaufte. Hoppus arbeitete zu dieser Zeit in einem Plattengeschäft. Da der Manager des Geschäftes dieselbe Musik hörte, zeigte Hoppus ihm das Demo-Tape und die Band bekam dadurch die Möglichkeit, unter besseren Bedingungen ein neues Demo-Tape aufzunehmen, welches den Namen Buddha trug. Buddha wurde von Kung Fu Records veröffentlicht und stellt somit die erste offizielle Veröffentlichung der Band dar. 1998 erschien dieses Album auf CD mit fast denselben Songs wie auf dem Original noch einmal als remasterte Version, es ist noch immer im Handel erhältlich.

Die Band tourte weiterhin durch San Diego und Umgebung und verkaufte die Demos. Dadurch wurden Cargo Records und Grilled Cheese Records auf sie aufmerksam und gaben ihnen die Chance, ohne große Vertragsbedingungen ein Album unter Studiobedingungen aufzunehmen. Auch wenn die Bedingungen in diesem Studio aus heutiger Sicht nicht die Besten waren, so haben dort immerhin schon Bad Religion, Face To Face und NOFX Alben aufgenommen.

Die Anfänge

Das erste Album kam 1994 unter dem Namen Cheshire Cat auf den Markt, dabei nannte sich die Band jetzt blink. Da es allerdings bereits eine irische Band gab, die diesen Namen trug, mussten sie ihren Namen ändern, und wählten den Zusatz „-182“. Über die Hintergründe dieser Zahl gibt es zahllose Gerüchte und Spekulationen; sie reichen von der Anzahl der sieben schmutzigen Wörter in dem Film Scarface, über Koordinaten ihrer Wohnorte, über das Gewicht eines Bandmitglieds, bis Summenbildungen aus ihren Geburtstagen. Tatsächlich haben sich blink-182 allerdings dahingehend geäußert, dass die Zahl 182 zufällig zustande kam und wegen der „ansprechend klingenden [englischen] Betonung“ gewählt wurde. Cheshire Cat ist zwar kein außergewöhnliches Album, aber wichtig für die Band. Es verkaufte sich immerhin über 300.000-mal und steigerte den Bekanntheitsgrad der Band enorm.

Das erste Video der Band war M+M’s und wurde mit einem Budget von 10.000 $ erstellt. 1995 wurde es von MTV wegen diverser Obszönitäten von der Ausstrahlung ausgeschlossen und die Band vom Sender verbannt. Darauf folgte ein etwas jugendfreieres Video für M+M’s. Mittlerweile gab die Band erste größere Konzerte mit Incubus und Face To Face und ging auch mit Pennywise auf Tour.

1997 veröffentlichten sie das Album Dude Ranch, welches Gold- und Platin-Status erreicht. Der Song Dammit blieb ein Jahr in den Billboard Top 100 Alternative Charts und die Band schaffte in den USA den Durchbruch. Noch beliebter war sie aber in Australien, wo sie zu absoluten Top-Stars avancierten.

Trennung von Drummer Scott Raynor

Bei einer Tour bei WinterJam im Jahre 1997 gab es eine Meinungsverschiedenheit zwischen Raynor und den beiden anderen Bandmitgliedern. Dieser Streit hatte zur Folge, dass sich Raynor von der Band trennte, obwohl diese sich grade bei den Aufnahmen zum Album Enema of the State befand, für das er die ersten zehn Tracks noch mitschrieb. Nach seinem Austritt ging Raynor aufs College. Er spielte danach in der Band Grimby die von blink-182 unterstützt wurde und sich im Jahre 2003 auflöste.

Da Raynor die Band unmittelbar vor dem nach eigenen Aussagen bisher wichtigsten Konzert ihrer Laufbahn verließ, mussten Hoppus und DeLonge so schnell wie möglich einen Ersatz finden. Sie trafen vor ihrem Auftritt Travis Barker, der mit seiner Band The Aquabats an diesem Abend vor blink-182 ein Konzert gab. Er sagte zu, an diesem Abend für sie als Schlagzeuger zu spielen. Er lernte die Lieder in nur 45 Minuten und spielte sie während des Konzertes perfekt, sodass Hoppus und DeLonge ihn fragten, ob er in die Band eintreten wolle, und Barker sagte, er würde den Job solange machen, bis ihr alter Drummer zurückkommen würde. Nach einem Monat sagten Hoppus und DeLonge zu Barker, dass Raynor nicht mehr zurückkommen wird.

Internationaler Aufstieg

1998 wurde das Album Enema of the State zusammen mit Travis Barker aufgenommen. Der Titel des Albums ist ein Wortspiel aus „Enemy of the State“ (Staatsfeind) und „enema“ (Einlauf). Ein ähnliches Wortspiel verwendete auch die Band Tool bei ihrem Album Ænima.

Das Album bedeutete den endgültigen Durchbruch. Der Erfolg von Enema of the State war auch ein Grund dafür, dass die Band im Jahr 2000 – acht Jahre nach ihrer Gründung – durch den Musiksender MTV zum „Best New Act 2000“ gewählt wurde. Alle drei Videos der als Singles herausgebrachten Songs wurden große Erfolge. Mit All the Small Things und What’s My Age Again? landeten blink-182 einen großen Erfolg. Besondere Beachtung erlangte das letzte Video mit dem Titel Adam’s Song. Es ist ein von Mark Hoppus geschriebener Song über das Thema Suizid, nachdem blink-182 von der Mutter eines Selbstmörders eine E-Mail erhalten hat. Gerüchten zu Folge soll ein anderer Jugendlicher aus dem Fenster gesprungen sein und ließ dabei Adam’s Song abspielen. Blink-182 erregte dadurch ebenfalls Aufsehen. Auf die Anschuldigung der Mutter sagte Hoppus in einem Interview:

„In dem Lied heißt es eindeutig: In jeder noch so beschissenen Situation gibt es einen Ausweg. Ich sehe mich überhaupt nicht im Zusammenhang mit diesem Suizid.“

Ende 2000 erschien das Livealbum The Mark, Tom, and Travis Show (The Enema Strikes Back!), welches den bei den Fans sehr beliebten Song Family Reunion beinhaltet, und vor allem Amerikaner durch die häufige Verwendung der „sieben schmutzigen Wörter“ provoziert.

Im Jahr 2001 erschien ihr kommerziell erfolgreichstes Album (u.a. Platz 1 der deutschen Longplaycharts) Take off Your Pants and Jacket. Das Album enthält sowohl Songs mit dem typisch unkonventionell-provokanten Humor der Band (Happy Holidays, You Bastard), enthält aber auch nachdenkliche Songs wie Stay Together for the Kids oder Give Me One Good Reason.

Neue Wege

In der Zwischenzeit haben sich die Bandmitglieder mit einigen eigenen Projekten musikalisch weitergebildet oder auf andere Wege begeben wie z. B. Tom DeLonge und Travis Barker mit dem Projekt Box Car Racer, das um einiges ernster ist als blink-182. Barker konnte seine Leidenschaft zum Hip-Hop bei The Transplants ausleben. Mark Hoppus blieb dem Pop-Punk treu und war Gastsänger bei Simple Plan (z. B. I’d Do Anything) und The Ataris. Box Car Racer löste sich 2003 wieder auf, um blink-182 zu erhalten, da Hoppus sich von DeLonge und Barker ausgeschlossen fühlte.

Auf dem 2003 erschienenen selbstbetitelten Album beweist die Band viel Abwechslungsreichtum. Es ist von ruhigen, melancholischen Songs (I Miss You, I’m Lost Without You) über einen Gastauftritt von Robert Smith (The Cure) (All of This) bis zu Uptemponummern (Stockholm Syndrome, Go, Feeling This) alles zu finden.

Hiatus

Im Februar 2005 wurde bekannt, dass die Band auf unbestimmte Zeit pausieren wolle, um mehr Zeit mit ihren Familien verbringen zu können. Offiziell haben sie sich nicht aufgelöst, es ist aber von einem „Hiatus“, also einer tiefen Kluft, die Rede. Es soll einen Streit zwischen Hoppus und DeLonge gegeben haben, da DeLonge nach dem erfolgreichen Projekt mit Box Car Racer angeblich ein neues Angebot bekam, was er jedoch ablehnen wollte. Hoppus missverstand dies jedoch und dachte, DeLonge wolle das Angebot annehmen, und so gab es einen Streit, der letztendlich zur Pause führte. Das Ende von blink-182 ist offen, jedoch sagte DeLonge bereits in einem Interview, wie sehr er Hoppus und Barker vermissen würde, eine Zusammenkunft der Band in der Zukunft sollte also nicht ausgeschlossen werden.

Travis Barker hatte zusammen mit seiner Ex-Ehefrau Shanna Moakler („Miss America 1995“) eine eigene MTV-Show namens Meet the Barkers, eine Reality-Show im Stile von The Osbournes. In der Show zeigten sie sich immer als ein harmonisches Ehepaar, jedoch kriselte es in der Ehe, bis sie sich schließlich scheiden ließen. Seit dem 19. März 2007 sind sie aber wieder ein Paar.

Travis Barker und Mark Hoppus haben 2005 zusammen mit Carol Heller (Ex-Mitglied der Girl-Band Get the Girl) die Band +44 gegründet. 2006 verließ Carol Heller die Band um sich um ihre Familie zu kümmern. Im Song „Make You Smile“ ist sie zu hören. Danach kamen noch Shane Gallagher und Craig Fairbaugh dazu. Ausgerechnet an Tom DeLonges Geburtstag im Dezember 2005 veröffentlichte (+44) ihr erstes Lied auf ihrer Webseite, textlich gesehen bringt das Lied sicherlich viele Fans zum Nachdenken. Falls Hoppus Zeilen an DeLonge gerichtet sind, dann können sie nur schwerlich auf eine schnelle Wiedervereinigung der Band blink-182 hoffen. Andererseits wird ebenfalls vermutet, dass das nur ein PR-Gag war.

Auch Tom DeLonge begann im Jahr 2005 ein neues Projekt namens Angels & Airwaves, das einen völlig anderen Weg einschlägt und im Bereich Rock anzusiedeln ist. Bei dieser neuen Band spielen außerdem der Gitarrist David Kennedy, der schon zusammen mit DeLonge bei Box Car Racer mitwirkte, sowie der Bassist Ryan Sinn von The Distillers und der neue Drummer Atom Willard der bekannten Punkrock-Band The Offspring.

Im Herbst 2005 wurde ein Greatest Hits Album veröffentlicht, mit den bisher unveröffentlichten Songs Not Now und Another Girl, Another Planet. Sonst befinden sich auf dem Album die berühmtesten Songs der letzten 14 Jahre.

Hoffnung auf Wiedervereinigung oder endgültige Auflösung?

Erste Hoffnungen auf eine Reunion der Band kommen auf, als Tom DeLonge in einem Interview auf die Frage bezüglich dem Kontakt zu Mark Hoppus und Travis Barker äußert: „I haven’t spoken to them since I left. I needed not to talk to them. I needed to recreate my life. You know, that (blink-182) was very much an exciting and amazing part of my life. But I don’t miss the blink days. In the future, I’m sure we’ll come back together. I’d be honored if I could share the stage with the guys (Mark und Travis) again, […].“

Die sinngemäße deutsche Übersetzung dieses Interviews lautet: „Ich habe nicht mehr mit ihnen (Mark und Travis) gesprochen, seit wir uns getrennt haben. Ich brauchte eine Auszeit ohne sie und musste mein eigenes Leben in Schuss bringen. Wissen Sie, blink-182 war ein sehr aufregender und einmaliger Teil meines Lebens. Trotzdem vermisse ich die Zeit mit blink nicht. Ich bin sicher, dass wir in der Zukunft noch einmal zusammenfinden werden. Ich würde mich geehrt fühlen, nochmals mit den Jungs (Mark und Travis) auf der Bühne zu stehen.“

Andererseits weiß man nicht, ob man Interviews wie diese, die eventuell nur auf dem „Papier existieren“ und zu genüge vorhanden sind, ernst nehmen soll. Schließlich gab DeLonge allerdings folgendes Interview auf dem australischen Musikkanal „Channel V“, welches auch nachweisbar ist: „I’m let it be for a while, but I definitely want to talk to them again obviously. I would love to rebuild my friendship with those guys, they’re amazing people.“

Zumindest ist Tom DeLonge wieder an der Freundschaft der beiden interessiert, was für die Fans der Band bestimmt eine positive Nachricht ist. Wann DeLonge auf Hoppus und Barker zugehen möchte, wird sich zeigen. Ob sie dann wieder zusammen Musik machen wollen, oder es doch für besser halten die Band aufzulösen, stünde in den Sternen. „Who knows what tomorrow will bring…“

Allerdings hieß es in einem Gerücht, dass man bei vielen Dokumentationen, Nachrichten und wenigen Interviews hörte, dass diese „Trennung“ nur eine „kreative Pause“ sei. Die Manager bestreiten dies. Einen weiteren Hoffnungsschimmer bietet die Herbstausgabe der Zeitschrift „EMP“. Es werden „Angels & Airwaves“ und ihr Album „We Don’t Need to Whisper“ vorgestellt. Ein Interview mit Tom ist ebenfalls in dem Artikel vorhanden, in dem er u.a. bestätigt: „Ich werde bald ein paar sehr unangenehme Gespräche mit Mark führen müssen. Ganz einfach, weil wir ja noch unsere gemeinsamen Firmen haben (das Modeimperium Atticus, Macbeth und Loserkids). Da müssen wir sehen, wie es weitergeht. Wir haben seit 18 Monaten keinen Kontakt mehr, was ich bedauere. Denn er ist und bleibt der beste Freund, den ich je hatte.“ Mark verkaufte seine Anteile der Firma jedoch, bevor es zu diesem Gespräch kommen konnte.

Im August 2006 begräbt ein Interview mit Mark Hoppus die letzten Hoffnungen. Darin beschreibt Hoppus sehr detailliert wie es zur Pause kam, und auch dass Gitarrist Tom DeLonge schon im Februar 2005 aus der Band ausgestiegen ist.

„[…] The next day our manager called and informed us that, ‚as of today, Tom DeLonge is no longer a member of blink-182.‘ He said not to try and call Tom, that he had already changed his number and didn’t want to talk to us. And that is how it ended. After 13 years of being in a band together, hundreds of thousand of miles toured, countless shows played, and seven albums released, Tom didn’t even call to quit the band. He had his manager do it for him.[…]“

Auf deutsch sinngemäß:

„[…] Am nächsten Tag hat uns unser Manager angerufen und uns informiert, dass ‚Tom DeLonge von heute an nicht mehr Mitglied von blink-182 ist‘. Er meinte, dass wir Tom nicht anrufen sollten, dass er bereits seine Telefonnummer geändert habe und nicht mit uns sprechen wolle. Und so endete es. Nach 13 Jahren zusammen in einer Band, hunderttausenden Meilen auf Tour, zahllosen gespielten Shows und sieben veröffentlichten Alben rief Tom nicht einmal an, als er die Band verließ. Er hat es seinen Manager machen lassen. […]“

Mark Hoppus schrieb im November 2008 auf seinem offiziellen Blog, dass Tom, Travis und er wieder miteinander sprechen. Auch Treffen hätten schon stattgefunden. Ob es allerdings zu einer Reunion von blink-182 kommt, lässt Hoppus offen.

„in the midst of everything else that has happened lately, tom, travis, and i have all spoken together. first through a number of phone calls, and then a couple of weeks ago we all hung out for a few hours. they’ve all been great, very positive conversations. we’re just reconnecting as friends after four years of not talking. it’s a good thing. obviously the first question for a lot of people will be “does this mean a blink-182 reunion?” the answer is none of us know. we haven’t talked about it at all. right now it’s just good for the three of us to see one another, reconnect, and let the past be the past. the events of the past two months supersede everything that happened before. life is too short.“

Auf deutsch sinngemäß:

„Durch das alles, was in der letzten Zeit passiert ist, haben Tom, Travis und ich wieder miteinander gesprochen. Zuerst in mehreren Gesprächen am Telefon und dann, vor ein paar Wochen, hingen wir für ein paar Stunden zusammen rum. Das alles waren sehr gute, positive Gespräche. Wir kommen endlich wieder als Freunde zusammen, nach vier Jahren in denen wir nicht miteinander gesprochen haben. Das ist toll. Für die meisten Menschen stellt sich jetzt natürlich die Frage: „Kommen Blink-182 wieder zurück?“ Die Antwort darauf ist: Keiner von uns weiß es. Wir haben darüber noch nicht gesprochen. Jetzt ist es erst mal gut für uns drei, dass wir uns wieder sehen und die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. Die Ereignisse der letzten zwei Monate haben alles was vorher passiert ist verdrängt. Das Leben ist zu kurz.“

Hoppus spricht hier unter anderem die Verluste von wichtigen Menschen in seinem Leben an. Vor allem der Tod von Little Chris, ein Wegbegleiter von blink-182, der bei einem Flugzeugabsturz, bei dem auch Travis Barker schwer verletzt wurde, ums Leben gekommen ist, geht ihm sehr nahe.

Am 5. Februar 2009 gab MTV.com bekannt, dass Blink-182 bei den 51. Grammy Awards zusammen auftreten werden.Sie werden allerdings nicht performen.

Wiedervereinigung

Am 8. Februar 2009 gaben blink-182 auf der 51. Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles offiziell bekannt, dass sie wieder zusammen Musik machen werden.

Travis Barker:

„We used to play music together and we decided we’re gonna play music together again.“

Mark Hoppus:

„blink-182 is back!“

Am selben Tag wurde ihre Website komplett überarbeitet veröffentlicht. Auf ihr veröffentlichte die Band ihre Aussage zur Wiedervereinigung.

„Hi, we’re blink-182. This past week there’ve been a lot of questions about the current status of the band, and we wanted you to hear it straight from us. To put it simply, we’re back. We mean, really back. Picking up where we left off and then some. In the studio writing and recording a new album. Preparing to tour the world yet again. Friendships reformed. 17 years deep in our legacy. Summer 2009. Thanks and get ready…“

Zu Deutsch sinngemäß:

„Hi, wir sind blink-182. In der letzten Woche kamen viele Fragen über den Zustand der Band auf und wir wollten, dass Ihr es direkt von uns hört. Um es einfach zu machen, wir sind zurück. Dabei meinen wir, richtig zurück. Wir machen an der Stelle weiter, wo wir aufgehört haben und so weiter. Im Studio schreiben wir und nehmen ein neues Album auf. Wir bereiten alles vor, um ein weiteres mal durch die Welt zu touren. Freundschaften haben sich wiedergefunden. 17 Jahre tief in unserem Vermächtnis. Sommer 2009. Danke und bereitet Euch vor…“

Des Weiteren stellt die Band auf ihrer Webseite das neue Logo vor. Der klassische Smiley wurde mit Chromfarben neu eingefärbt und ein 6. Pfeil wurde hinzugefügt.

Sonstiges

Zu den offiziellen Veröffentlichungen kommen unzählige inoffizielle Bootlegs und Livemitschnitte, die oft von schwankender bis schlechter Qualität sind. Als blink sich in blink-182 umbenennen sollte, haben die drei beschlossen die beiden Alben Buddha und Cheshire Cat 1998 nochmals rauszubringen, die Demo Buddha wurde so mit in eine Vollversion umproduziert. (Es wurden neue Songs hinzugefügt, die man an einer anderen Stimme von Mark und Tom erkennt.)

1999 hatten blink-182 eine kleine Nebenrolle in der beliebten Teen-Komödie „American Pie“. Außerdem hatte Tom DeLonge eine kleine Nebenrolle in der Horrorkomödie Die Killerhand, in der er den Angestellten eines Fastfood-Ladens spielt. Am 24. November 2001 traten blink-182 in der amerikanischen Comedy-Sendung MADtv in einem kleinem Sketch mit dem Namen „Leave it to blink-182“ auf.

In der South-Park-Folge Christian Rock Hard (Christen rocken fett) haben blink-182 ebenfalls einen Gastauftritt.

Außerdem spielen sie in der Simpsons-Folge Bart, das Werbebaby in einer alten Lagerhalle All the Small Things, während Tony Hawk dort eine Party feiert.

Auch in Ein Trio zum Anbeißen spielt die Band – nackt.

Die Band hatte einen Gastauftritt bei der Sitcom Still Standing.
Hier finden sie Bilder von Blink 182.

Quelle:Wikipedia


Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

Die Toten Hosen (Pseudonym: Die Roten Rosen) nennt sich eine Musikgruppe aus Düsseldorf, die sich aus der deutschen Punkbewegung entwickelt hat und 1982 gegründet wurde.

Die Band spielt Rockmusik mit überwiegend deutschen Texten und Elementen aus dem Punk. Neben Die Ärzte ist sie die kommerziell erfolgreichste deutsche Band mit Wurzeln im Punkrock. Bis heute verkaufte sie bundesweit mehr als 22 Millionen Tonträger und ist im Ausland ebenfalls erfolgreich.

BANDGESCHICHTE

Erste Jahre (1982-1987)

Die Band wurde 1982 als Nachfolger der Punkband ZK im Ratinger Hof gegründet. Gründungsmitglieder waren: Campino, bürgerlich Andreas Frege, Andreas von Holst, Andreas Meurer, Michael Breitkopf, Trini Trimpop und Walter November. Für das erste Konzert Ostern 1982 im Bremer Schlachthof wurde die Band versehentlich als „Die Toten Hasen“ angekündigt.Im selben Jahr erschienen die Debütsingle Wir sind bereit und danach Reisefieber. Gitarrist Walter November verließ 1983 überraschend die Band und trat den Zeugen Jehovas bei. Die dritte Single mit dem Partylied Eisgekühlter Bommerlunder gilt als erster Achtungserfolg, da sie gelegentlich im Radio gespielt wurde. Als erstes Album, noch unter dem Independent-Label „Totenkopf“, erschien im selben Jahr Opel-Gang.

Das Video zu Eisgekühlter Bommerlunder wurde im Sommer 1983, finanziert von EMI, unter der Regie von Wolfgang Büld in einer kleinen bayerischen Kirche gedreht. Mit Kurt Raab in der Rolle eines katholischen Geistlichen, der dem Alkohol nicht abgeneigt ist, und Marianne Sägebrecht als Braut wurde eine chaotisch ablaufende Hochzeitszeremonie dargestellt. Die Gemeinde hielt es für nötig, die Dorfkirche danach neu zu weihen, und das Video wurde seitens der deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme lange boykottiert.

Ende des Jahres veröffentlichte die Band, inzwischen seit Juli 1983 bei EMI unter Vertrag, zusammen mit dem New Yorker Rapper Fab Five Freddy eine Hip-Hop-Version der Bommerlunder-Single unter dem Titel Hip Hop Bommi Bop als Weihnachtssingle.

1984 folgte die Band einer Einladung der BBC in der John-Peel-Show aufzutreten. Wegen der hohen Reisekosten kam es zum Eklat mit EMI. Ein weiterer Grund war der Skandal um Norbert Hähnel, der im Vorprogramm der „Hosen“ den „echten“ Heino, den EMI unter Vertrag hatte, parodierte. Dieser setzte vor dem Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen Hähnel durch. Letztendlich trennten sich die Toten Hosen von EMI und wechselten zu Virgin Records. Die Streitigkeiten setzten sich jedoch fort, als 1984 die zweite LP Unter falscher Flagge erschien. Das auf dem ursprünglichen Cover dargestellte Bild eines vor einem Grammophon sitzenden Hundegerippes ist eine Karikatur des EMI-Wahrzeichens His Master’s Voice. Die EMI erwirkte vor Gericht eine Änderung des Covers. Im Frühjahr 1985 ging die Band für das Goethe-Institut auf Frankreichtour und im Herbst reisten die Toten Hosen durch Ungarn und Polen.

Ende 1985 verließ Trini Trimpop seinen Posten als Schlagzeuger und wechselte bis 1992 ins Management. Neuer Drummer wurde vorübergehend Jakob Keusen, den im Januar 1986 Wolfgang Rohde ablöste. Rohdes erstes Konzert als neuer Drummer war zugleich das erste Konzert der Toten Hosen vor einem riesigen Publikum. Zusammen mit Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen, BAP, den Rodgau Monotones und v.a. traten sie im Juli 1986 beim Anti-WAAhnsinns-Festival bei Wackersdorf auf, um gegen den Bau der dortigen Wiederaufarbeitungsanlage zu demonstrieren.

1986 spielten sie das dritte Album Damenwahl ein. Auf der gleichnamigen Tour im Anschluss, die vom norddeutschen Unternehmen Fromms gesponsert worden war, wurden reichlich Kondome im Publikum verteilt. 1987 feierte die Band unter dem Pseudonym Die Roten Rosen mit der Schallplatte Never Mind the Hosen – Here’s Die roten Rosen ihren ersten Charterfolg. Das Album enthält ausschließlich Rockversionen deutscher Schlager. Auch das erste Live-Album Bis zum bitteren Ende kam unter die ersten 40 Plätze der deutschen Albencharts.

Durchbruch (1988–1995)

Die 1988 veröffentlichte LP Ein kleines bisschen Horrorschau, die unter anderem das Lied Hier kommt Alex beinhaltet, gilt als kommerzieller Durchbruch der Gruppe. Das Album besteht zum größten Teil aus der von den Toten Hosen geschriebenen Bühnenmusik zu Bernd Schadewalds Theaterstück A Clockwork Orange. Vorlage waren das gleichnamige Buch von Anthony Burgess und der Film von Stanley Kubrick. Neben Ralf Richter in der Hauptrolle stand die Band ein halbes Jahr lang auf der Bühne der Kammerspiele Bad Godesberg in Bonn. Im September desselben Jahres traten die Toten Hosen in Litauen in den Städten Vilnius und Kaunas auf dem Lithuania-Festival auf und wurden dort von der Jury zur besten Band der Veranstaltung gewählt.

Die Frühjahrstournee 1989 war ebenfalls erfolgreich und den Toten Hosen gelang es, die Dortmunder Westfalenhalle restlos auszuverkaufen. Gleichzeitig brachte die Band eine VHS-Kassette mit dem Titel 3 Akkorde für ein Halleluja auf den Markt, die ihr bisheriges Leben als Musiker dokumentiert. 1990 wurden die Toten Hosen zum New Music Seminar nach New York eingeladen, und in Köln waren sie Vorband der Rolling Stones. Im Sommer reiste die Band nach Italien, um von dort, unter anderem für die taz und den SDR 3, von der Fußballweltmeisterschaft zu berichten. Dazu brachte die Band eine „verrockte“ Coverversion des Klassikers Azzurro von Adriano Celentano als Single, mit einem entsprechendem Videoclip auf den Markt, welches sich satirisch mit dem Verhalten der Deutschen als Fußball-Touristen im Ausland auseinandersetzt. Das im selben Jahr herausgebrachte Doppelalbum Auf dem Kreuzzug ins Glück war bereits eine Woche nach Veröffentlichung über 150.000 Mal über den Ladentisch gegangen.

1991 wurde das Album Learning English Lesson One veröffentlicht. Diese LP ist eine Hommage an die musikalischen Vorbilder der Band. Bei den Liedern handelt es sich zum größten Teil um Coverversionen englischsprachiger Punkrock-Klassiker. Bei den Aufnahmen war immer mindestens ein Mitglied der Original-Band anwesend. Höhepunkt aus Sicht der Band war die Zusammenarbeit mit dem englischen Posträuber Ronald Biggs, den sie in Rio de Janeiro besuchten, um mit ihm einige Stücke aufzunehmen. Neben vielen anderen Bekanntschaften markiert diese Produktion den Beginn der bis heute andauernden Zusammenarbeit mit T. V. Smith, dem ehemaligen Sänger der Adverts. Anschließend ging es von Frühjahr bis Herbst 1992 wieder auf Tour und die Band spielte unter dem Motto „Menschen, Tiere, Sensationen“ in zahlreichen ausverkauften Hallen und auf Festivals in Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark, England, Spanien, Frankreich und in Argentinien. In Buenos Aires hat die Band inzwischen eine feste Fangemeinde. Die zu Weihnachten 1992 veröffentlichte Single Sascha – ein aufrechter Deutscher zeigte eine deutliche Ausrichtung gegen Rechtsradikalismus. Mit dem Erlös unterstützte die Band den „Düsseldorfer Appell gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“. Die Republikaner versuchten erfolglos, den Song wegen parteilicher Verunglimpfung verbieten zu lassen, und trugen damit ungewollt zum Erfolg des Titels bei – die Single spielte über eine halbe Million Mark ein.

1993 erschien das Album Kauf MICH!, das Platz eins der deutschen Album-Charts erreichte. Es behandelt hauptsächlich die Themen Konsum, Werbung und Rechtsextremismus. Im Sommer jenes Jahres spielten sie als Vorgruppe von U2 bei deren Zoo TV Tour in Deutschland vor jeweils mehr als 50.000 Menschen. Das Video zum Song Kauf Mich zeigt mehrere Ausschnitte davon. Noch im selben Jahr brachte die Band ihr erstes Best-of-Album mit dem Titel Reich & sexy heraus und stellte sich nackt auf dem Cover als protzende Plattenmillionäre, umgeben von mehreren unbekleideten Damen, dar. Mit Love, Peace & Money folgte 1994 eine internationale Version des Best-of-Albums. Zu diesem Zeitpunkt waren die Toten Hosen mit insgesamt drei Alben gleichzeitig in den deutschen Charts vertreten.

1994 war die Band erneut fast das gesamte Jahr über auf Reisen, um die Hallen in Deutschland und im angrenzenden Ausland zu füllen. Im November gaben sie vier Konzerte in den USA und in Kanada als Vorband von Green Day. Bei Radio Fritz erhielten die Toten Hosen ab April 1995 mit Tausend Takte Tanzmusik eine eigene Rundfunksendung, die ein Jahr lang, sonntags von 19 bis 20 Uhr, ausgestrahlt wurde. Die Band entschied sich 1995 dazu, die Vermarktung ihrer Tonträger selbst in die Hand zu nehmen und gründeten das Label JKP.

Höhepunkt des kommerziellen Erfolges (1996–2000)

Für das 1996 erschienene Album Opium fürs Volk bekam die Band nach Kauf mich und Reich & sexy für das dritte Album Platin verliehen. Die Singleauskopplung Zehn kleine Jägermeister erreichte den ersten Platz in den deutschen Charts. Zusammen mit Iggy Pop traten sie beim letzten Konzert der Ramones in Buenos Aires auf. Im selben Jahr erschien das zweite Livealbum der Band unter dem Titel Im Auftrag des Herrn.

In den Jahren von 1982 bis 1997 gaben die Toten Hosen über 1000 Konzerte. Beim Jubiläumskonzert am 28. Juni 1997 im Düsseldorfer Rheinstadion vor 60.000 Zuschauern kam ein sechzehnjähriges Mädchen im Gedränge vor der Bühne zu Tode. Die Band unterbrach das Konzert sofort, spielte es jedoch auf Anraten des Einsatzleiters der Berufsfeuerwehr Düsseldorf weiter, um eine Panik zu verhindern. Alle weiteren Konzerte des Jahres sagte sie ab, trat ein halbes Jahr lang nicht auf und spielte fast zwei Jahre lang keine Stadiongigs mehr.

Im Frühjahr und Herbst 1998 nahmen die Toten Hosen als Mitwirkende der Vans Warped Tour an zahlreichen Festivals in Australien, Japan, den USA und Europa teil. Im selben Jahr erschien die Single Pushed Again. Die B-Seite Alles ist eins wurde dem Mädchen gewidmet, das auf ihrem Konzert verstarb. Ende des Jahres reaktivierte die Band ihr Pseudonym Die Roten Rosen und spielte passend zur Weihnachtszeit das Album Wir warten auf’s Christkind ein. 1999 musste Wolfgang Rohde wegen gesundheitlicher Probleme mit der Wirbelsäule seinen Platz am Schlagzeug an Vom Ritchie abgeben, der bereits an den Weihnachtskonzerten 1998 sein Debüt als „Little Drummer Boy“ gegeben hatte. Als Die Toten Hosen veröffentlichten sie 1999 das Album Unsterblich. Im selben Jahr erschien unter dem Label der Band der Soundtrack zum Film You Are Dead, zu dem sie das gleichnamige Titellied beigesteuert hatte.

Am 11. Juni 2000 rutschte Campino während des Gigs bei Rock am Ring auf der Bühne aus und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Er konnte das Konzert zwar noch zu Ende bringen, jedoch mussten daraufhin über 70 bereits angekündigte Veranstaltungen der damaligen Tour abgesagt werden.

2001 bis 2005

2001 unterstützten sie T. V. Smith als Backgroundband und veröffentlichten das Album Useless mit den „Best-Of“ Kompositionen einer ihrer musikalischen Vorreiter. Nach einem Aufenthalt auf Kuba, etlichen Konzerten in Polen, Ungarn, Tschechien und als Vorband von AC/DC im Sommer 2001 in Deutschland wurde im Folgejahr das Album Auswärtsspiel herausgebracht. Von Februar bis Dezember 2002 reisten die Toten Hosen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und gaben über siebzig Konzerte in restlos ausverkauften Hallen. Zusätzlich nahmen sie am Himos-Festival in Finnland, beim Przystanek Woodstock in Polen und in Budapest beim Sziget-Festival teil und gaben zwei Konzerte in Buenos Aires. Ende 2002 hatten weit über eine halbe Million Zuschauer die Toten Hosen live gesehen.

Zwischenzeitlich kam das zweite Best-Of Album Reich & sexy II – Die fetten Jahre auf den Markt. 2003 nahm sich die Band eine Erholungspause, flog im Herbst für mehrere Konzerte erneut nach Argentinien und meldete sich im Februar 2004 mit der Maxi-CD Friss oder stirb zurück. In Folge veröffentlichen sie ihren Auftritt bei Rock am Ring vom selben Jahr als Live-DVD und feierten im Oktober mit dem Platinalbum Zurück zum Glück ihre sechste Nummer-eins-Platzierung in den deutschen Albencharts. Auf MTV wurde die 16-teilige Sendereihe Friss oder Stirb ausgestrahlt, in der die Bandmitglieder Einblicke in ihr Leben, das ihrer Freunde und Familien geben, und die im Juni 2005 als Dreifach-DVD erschien. Bei ihrer gleichnamigen Tournee spielten sie erneut in restlos ausverkauften Hallen. Am 2. Juli 2005 traten sie auf dem Live-8-Festival in Berlin auf.

Im September 2005 spielten die Toten Hosen, einmalig in der Bandgeschichte im Sitzen, mit den Gastmusikern Esther Kim und Raphael Zweifel im Wiener Burgtheater ein MTV-Unplugged-Konzert ein. Die CD beziehungsweise DVD Nur zu Besuch: Unplugged im Wiener Burgtheater erschien im Dezember desselben Jahres.
Michael Breitkopf, Campino und Bob Geldof, 7. Juni 2007 in Rostock

Am 10. September 2005 gaben die Toten Hosen das Abschlusskonzert der Friss-oder-Stirb-Tour in der vollbesetzten LTU arena in Düsseldorf und veröffentlichten es unter dem Titel Heimspiel als DVD. Am Jahresende tourten sie mit Gerhard Polt und der Biermösl Blosn durch verschiedene Theater und Opernhäuser und spielten unter der Regie von Hanns Christian Müller das Programm „Abvent“.

Seit 2006

2006 gab es weder Proben noch Konzerte. Campino spielte in der Bandpause unter der Regie von Klaus Maria Brandauer in einer Inszenierung von Brechts Dreigroschenoper im Berliner Admiralspalast die Rolle des Macheath. Vom Ritchie war inzwischen mit den Spittin’ Vicars und T. V. Smith unterwegs.

Zusammen mit Herbert Grönemeyer, den Fantastischen Vier, Bono, Bob Geldof und vielen anderen nahmen die Toten Hosen am Open-Air-Konzert Deine Stimme gegen Armut teil. Das Konzert gehört zur Protestaktion gegen die G8-Treffen in Heiligendamm und fand am 7. Juni 2007 vor 80.000 Zuschauern in Rostock statt.
Berlin, 28. Mai 2008

Die Konzerte am 27. Mai in Hamburg und am 28. Mai in Berlin sowie je einen Auftritt Anfang Juni bei Rock am Ring und Rock im Park spielte die Band unter dem Motto „Hals + Beinbruch Tour ’08“, da sich Campino Anfang Mai den rechten Fuß gebrochen hatte. Das Studioalbum In aller Stille mit neuen Titeln kam am 14. November 2008 auf den Markt; voraus ging die Veröffentlichung der Single Strom im Oktober 2008. Die Konzerte der Tour „Machmalauter“, die im November 2008 begonnen haben und bis Weihnachten 2009 angekündigt wurden, sind bereits zu einem großen Teil ausverkauft. Alle Veranstaltungen der aktuellen Tour wurden von Esther Kim und Raphael Zweifel begleitet, in Wien sang Birgit Minichmayr den Titel Auflösen aus dem neuen Album zusammen mit Campino, und in Leipzig präsentierte die Band den Song Gary Gilmore’s Eyes zusammen mit T. V. Smith.

MUSIK

Text und Komposition

Fast alle Texte der Toten Hosen schreibt Campino, während von Holst, Meurer und Breitkopf für die musikalischen Arrangements zuständig sind. Die ehemaligen Schlagzeuger Trimpop und Rohde werden auf den älteren Kompositionen gelegentlich ebenso als Autoren genannt. Den größten Teil der Musik produzierte Jon Caffery. Seit 2008 arbeitet die Band mit dem Produzenten Vincent Sorg zusammen.

Die Band greift oftmals ernste Themen aus dem sozialen und politischen Bereich auf, wie Glauben, Religion, Psychologie und Fremdenfeindlichkeit und setzt sich mit ihnen kritisch und ironisch auseineinder, andererseits gehören eine Menge Partylieder zum Repertoire der Band. Bezeichnend für die Toten Hosen ist zudem der häufige Bezug auf das Thema Fußball. Die Songs wirken oft hymnenartig und den Refrain singen alle Bandmitgliedern zusammen im Chor. Fast alle Texte sind in Umgangssprache verfasst und enthalten nicht selten vulgäre Ausdrücke.

Gelegentlich beteiligen sich befreundete Musiker an Text und Musik, wie zum Beispiel Funny van Dannen und Hanns Christian Müller. Für die wenigen englischsprachigen Lieder arbeitet Campino mit den Musikern Honest John Plain und Matt Dangerfield von The Boys und T. V. Smith zusammen. Neben vielen Coverversionen hat die Band, bis zu ihrem 25-jährigen Bestehen, 238 eigene Kompositionen veröffentlicht.

Musikalische Entwicklung

Alle Musiker der Band sind Autodidakten auf ihren Instrumenten. In der Anfangszeit gingen die meisten Bandmitglieder noch zur Schule. Das erste Album nahmen sie unprofessionell in einem stundenweise angemietetem Studio auf. Sie beschränkten sich auf einfache Gitarrenriffs und Texte. Ihre Musik war gekennzeichnet vom in der Punkmusik üblichen Dilettantismus. Zu ihrem Haupteinfluss rechnet die Band Musikgruppen aus dem UK-Punk und US-Punk Ende der 1970er Jahre, denen sie bis heute in jedem Album und auf allen Konzerten Tribut zollt. Mit „Schunkelpunk“, wie Eisgekühlter Bommerlunder, zahlreichen Cover-Versionen von deutschen Schlagern und Titeln wie Azzurro zählen die Toten Hosen zudem zu den Pionieren der Volxmusik.

Die Musik der Toten Hosen hat sich durch die langjährige Bühnenerfahrung, neue Kontakte zu anderen Musikern und mannigfache Auslandseindrücke weiterentwickelt. Durch ihre seit Ende der 1980er Jahre gute finanzielle Situatation hat die Band zudem die Möglichkeit, ihre Ideen und Ideale ihrer Vorstellung entsprechend umzusetzen. Sie experimentiert in einzelnen Stücken mit Streichern oder Bläsern. Das ein oder andere Lied hat Anleihen aus dem Jazz (z. B.Warum werde ich nicht satt), enthält Elemente aus dem Reggae (z. B. Zehn kleine Jägermeister) oder ungarischer Zigeunermusik (Das Mädchen aus Rottweil). Für schwierigere Arrangements, wie für das Projekt Nur zu Besuch: Unplugged im Wiener Burgtheater, holte sich die Band Hilfe von klassisch ausgebildeten Komponisten, wie Hans Steingen und Tim Cross.

Im Grunde genommen sind die Toten Hosen von ihrem ursprünglichen musikalischen Stil nicht wesentlich abgewichen. Sie spielen Rockmusik, halten jedoch bewusst Abstand von langen Soli und elektronischen Effekten und bevorzugen für ihre Lieder einfache Melodien und leicht verständliche Texte.

Konzerte

Mittelpunkt auf allen Livekonzerten ist Campino, Sänger und Frontmann der Band, der durch seinen körperlichen Einsatz und seine provokanten und satirischen Ansagen für die Show verantwortlich ist. Er bewegt sich sehr schnell über die Bühne, betreibt Stagediving oder klettert die Scheinwerfertürme hoch, um von dort, teilweise in zehn Meter Höhe und kopfüber hängend, ein Lied zu Ende zu singen.

Typisch für die Band waren gelegentliche Überraschungsauftritte oder spontane Gigs vor kleinem Publikum, zu besonderen Anlässen oder im Wohnzimmer vor den Familien und Freunden einzelner Fans, z. B. zu einer Hochzeitsfeier, oder an ungewöhnlichen Auftrittsorten, wie in einer Strafvollzugsanstalt in Berlin und in Düsseldorf, auf einem Elbdampfer in Dresden, auf der Zugspitze, in der Klosterschule Altötting oder der 5. Psychiatrischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Ochsenzoll. Bei all diesen Veranstaltungen wurde stets auf Gage verzichtet und lediglich für freie Kost und Logis aufgetreten. Mit wachsendem Bekanntheitsgrad wurde es immer schwieriger für die Band, bei den vielen Einladungen zu diesen „Magical-Mystery-Tour-Gigs“, wie sie diese Konzerte nach einem Album der Beatles nannten, die richtige Auswahl zu treffen. Seit 1992 schreibt sie deshalb diese Auftritte öffentlich aus, um sich von den eintreffenden Bewerbungen die originellsten auszusuchen. 2005 spielten sie zum Beispiel in einer Wohngemeinschaft von Studenten in Pirmasens, die das Konzert als Hauptpreis eines Video-Wettbewerbs der Band gewonnen hatten.

Um darüber hinaus in kleinen Clubs vor überschaubarem Publikum spielen zu können, verwendete die Band gelegentlich Pseudonyme. 1993 trat sie als „Das Katastrophenkommando“ auf, 1998 als „Rheinpiraten“. 2000 spielte sie als „Essen auf Rädern“ mehrere Konzerte, zwei davon zusammen mit der Band Die Ärzte, welche als „Die Zu Späten“ auftraten, in Berlin und Düsseldorf.

GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Politische Aktivitäten

Die Toten Hosen stellten sich wiederholt öffentlich mit Musik, Wort und finanzieller Unterstützung auf die Seite verschiedener politischer Organisationen und beteiligten sich an deren Aktionen. Allerdings haben die Bandmitglieder wiederholt erklärt, sich nicht parteipolitisch einspannen zu lassen. So lehnten sie beispielsweise eine Anfrage der SPD ab, ein Lied für deren Europawahlkampagne von 1994 zu schreiben.

Bereits 1991 erschienen sie auf dem Sampler NAZIS RAUS mit dem Titel Fünf vor Zwölf und unterstützten 2006 die „Kein Bock auf Nazis“-Kampagne der Band ZSK. 1992 im Bonner Hofgarten nahm die Band an einer Kundgebung gegen Ausländerhass teil und trat zusammen mit Herbert Grönemeyer, Nina Hagen und anderen vor fast 200.000 Mitdemonstranten auf. 1995 unterstützte sie Greenpeace, Ärzte gegen Atomkrieg, Aktion Atomteststop, den BUND und war mit dem Stück Tout Pour Sauver L’Amour auf deren Sampler Stop Chirac vertreten. 1998 protestierte sie in Ahaus mit einem Konzert auf den Gleisen gegen einen Castor-Transport. Aufmerksamkeit erweckte die Band, als sie 2002 auf den Plakaten der Tierschutzorganisation PETA nach dem Motto: „Lieber nackt als im Pelz“ unbekleidet posierten. Außerdem finanzierte sie 2005 den Sampler On the Run der Menschenrechtsgruppe Pro Asyl und waren dort mit dem Titel Meine Stadt vertreten.

Ab 1999 betrieben die Toten Hosen ein offenes Diskussionsforum im Internet. Dort konnte jeder anonym seine Meinung äußern. Im August 2004 schloss die Band jedoch diesen Bereich ihrer offiziellen Homepage ohne Begründung.

Die Toten Hosen stellten sich 2007 auf die Seite der Kampagne „Move Against G8“ und erschienen auf dem gleichnamigen Sampler mit einer Live-Aufnahme von Pushed Again. Um sich persönlich ein Bild von der Lebenssituation der Menschen in Afrika zu machen, reiste ein Teil der Band im Frühjahr 2007 unter der Leitung der Entwicklungshilfsorganisation Oxfam nach Malawi, Sambia und Uganda. Sie wurden dabei von Hella Wenders begleitet, die eine kurze Dokumentation über den mehrwöchigen Aufenthalt drehte.

Beziehungen zur Heimatstadt Düsseldorf

Im Laufe der Bandgeschichte haben die Toten Hosen durch verschiedene Aktionen der Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt Ausdruck verliehen. Im Sommer 1995 trug die Band zusammen mit einem Teil der Düsseldorfer EG gegen die von der finnischen Nationalmannschaft unterstützten Leningrad Cowboys beim „Powerplay des Wahnsinns“ an der Düsseldorfer Brehmstraße ein Eishockeyspiel aus. Unter dem Teamnamen „Knochenbrecher Düsseldorf“ verloren sie nur knapp mit 10:11. Sie schlüpften 1996 in Damenkleider, Seidenstrümpfe und hochhackige Schuhe und nahmen unter dem Motto „Wir beerdigen den guten Geschmack“ mit einem eigenen Wagen am Düsseldorfer Karnevalszug teil.

Die Toten Hosen gelten als die prominentesten Fans des Düsseldorfer Fußballclubs Fortuna Düsseldorf. Ende der achtziger Jahre halfen sie dem Verein mit einer Spende von 200.000 DM, den Kauf des Spielers Anthony Baffoe zu finanzieren. Von 2001 bis 2003 sponserten sie den Verein, als dieser in größere finanzielle Schwierigkeiten geraten war. 2002 ging die Band mit der Brauerei Diebels einen Werbevertrag ein und leitete die Einnahmen an die Jugend des Vereins weiter, die das Totenkopflogo der Band auf ihrem Trikot trägt.

Eines Tages wollen die Toten Hosen in Düsseldorf beerdigt werden, deshalb haben sie dort auf dem Südfriedhof eine Grabstätte für 17 Personen gemietet.

DISKOGRAFIE UND AUSZEICHNUNGEN (AUSWAHL)

* Bravo Otto
o 1996 Band, Rock in Gold
o 1997 Band, Rock in Bronze

  • Comet

o 1996 Act National
o 1997 Video National (Zehn kleine Jägermeister)
o 2000 Act National
o 2002 Act National, Video National (Kein Alkohol ist auch keine Lösung)

  • ECHO

o 1994 Gruppe National / International und Marketing
o 1997 Gruppe National / International und Videoclip National (Zehn kleine Jägermeister)
o 2003 Gruppe National / International
o 2009 Live Act National

  • 1Live Krone

o 2000 Beste Band
o 2006 Bestes Album (Nur zu Besuch: Unplugged im Wiener Burgtheater)
o 2007 Lebenswerk
Hier finden sie Bilder von den Toten Hosen.



Bloodhound Gang

Bloodhound Gang

Die Bloodhound Gang ist eine 1992 in Philadelphia, USA gegründete Musikgruppe, die vorwiegend Rock-Crossover mit Post-Punk-Einflüssen produziert. Ursprünglich kommt die Gruppe aus Pennsylvania, Quakertown.

Entstehung und Geschichte

1992–1994: Die Anfänge

1992 gründeten Jimmy Pop Ali, Daddy Long Legs, Bubba K Love und Foof die Band als eine Depeche-Mode-Coverband. Vorher spielten Jimmy Pop und Daddy Long Legs schon zusammen in ihrem Hip-Hop-Projekt „Bang Chamber 8“. Ihre ersten Konzerte spielten sie in einem Hinterzimmer im Haus von Jared Hasselhoff, der damals noch bei Vaginal Bloodphart spielte. Aufgrund einiger Streitereien innerhalb der Band verließen Bubba K Love und Foof 1993 die Band. Mit M.S.G wurde recht schnell Ersatz für Foof gefunden, allerdings wechselten sie sehr oft ihren Schlagzeuger, da, so die Band, einfach keiner zu ihnen passte. Mit Skip O’Pot2Mus als ihren neuen Schlagzeuger nahmen sie ihre erste 3-Track-Demo „Just Another Demo“ auf. Von nun an spielten sie jeden Monat im New Yorker Club CBGB.

Als sie im April 1994 ihre zweite Demo „The Original Motion Picture Soundtrack to Hitler’s Handicapped Helpers“ aufnahmen, kam der Gitarrist der Band, Lüpüs Thünder, der schon zwischen Foof und M.S.G selber als DJ gewirkt hat, dazu. Nachdem sie einen Plattenvertrag bei Cheese Factory Records unterschrieben, brachten sie im November 1994 ihre erste EP „Dingleberry Haze“ raus, die ungefähr 120 mal verkauft wurde und heutzutage ein echtes Sammlerstück ist.

1995: Use your Fingers

Im März 1995 verließen aufgrund einiger finanzieller Schwierigkeiten Daddy Long Legs und M.S.G die Band und schlossen sich der amerikanischen Hip-Hop-Band „Wolfpac“ an. Um die leeren Plätze zu füllen, verpflichtete diese, nach Mister Capitan Stinky Boots, den sie nach 2 Tagen wieder aus der Band warfen, Tard-E-Tard als Ersatz für M.S.G und Jimmys alten Freund Evil Jared Hasselhoff als Bassisten. Im Juli 1995 veröffentlichten sie dann ihr erstes Full-Length Album „Use Your Fingers“, eine Mixtur aus Punkrock und Hip Hop, das aber kaum wahrgenommen wurde und weitgehend floppte. Da nun auch noch Skip O’Pot2Mus und Tard-E-Tard die Band aufgrund einiger Streitigkeiten verließen, sie allerdings laut Vertrag eine Tournee in Frankreich absolvieren sollten, musste die Band sich Ersatz suchen, den sie mit DJ Q-Ball und Spanky G auch fand.

1996–1997: One Fierce Beer Coaster

Nach ihrer ersten kleinen Frankreichtour verzog sich die Bloodhound Gang dann im März 1996 ins Studio, um ihr zweites Album „One Fierce Beer Coaster“ aufzunehmen. Als sich im Oktober 1996 ihre Plattenfirma (die inzwischen von Cheese Factory Records in Republic Records umbenannt wurde) weigerte, ihr Album zu veröffentlichen, verließen sie das Label und unterschrieben prompt bei Geffen Records, die ihr Album im Dezember 1996 dann auch veröffentlichten. Das Album war ein Erfolg, und „One Fierce Beer Coaster“ hielt sich hartnäckig über einen recht langen Zeitraum in den Albumcharts. Als dann nach einer USA/Kanada-Tour noch eine Europatour folgte und 1997 der Song „Fire Water Burn“ ausgekoppelt wurde, erregte die erste Single der Bloodhound Gang das Interesse des Musikfernsehens und alternativer Radiosender. „Fire Water Burn“ ist nach wie vor eines der populärsten Lieder der Bloodhound Gang und ebnete ihrer weiteren Karriere den Weg.

Als die Band zum Soundtrack der Komödie Half Baked ein Lied beisteuerte, stieg dieser europaweit in die Charts ein. Dieses Lied, eine radikale Umarbeitung des alten Hits „Along Comes Mary“ von der Flower-Power-Truppe The Association, machte die Band nun endgültig auch in Europa einem weiteren Publikum bekannt.

1998–2000: Hooray for Boobies

Nach dem Rausschmiss des jüngsten Bandmitgliedes Spanky G im November 1998 veranstaltete der Rest der Gruppe einen Wettbewerb, um einen neuen Schlagzeuger zu finden. Sie interessierten sich aber weniger für die musikalische Begabung der Bewerber, sondern wollten herausfinden, wer die meisten Ralph-Wiggum-Zitate erraten konnte. Zudem mussten sich die Bewerber durch ein Hot-Dog-Wettessen beweisen. Der Gewinner wurde dann schlicht auf den Namen „Willie the New Guy“ („Willie, der Neue“) getauft.

Ihre nächste Platte „Hooray For Boobies“, die 1998 bis 1999 aufgenommen wurde, aber erst 2000 in Amerika veröffentlicht wurde, erfüllte weitgehend die Erwartungen und stieg auf vordere Chartpositionen ein. Ihren größten kommerziellen Erfolg hatte die Bloodhound Gang jedoch mit der im Jahr 1999 veröffentlichten Single-Auskopplung „The Bad Touch“. Das Lied „Inevitable Return of the Great White Dope“ aus dem Album „Hooray For Boobies“ fand auf dem Soundtrack der Horrorparodie Scary Movie Verwendung. Nach der Veröffentlichung ihrer nächsten Auskopplung „The Ballad Of Chasey Lain“, ungefähr 5 Millionen verkauften Platten und einer achtzehnmonatigen Tour setzte sich die Bloodhound Gang für die nächsten Jahre zur Ruhe.

2003: DVD

2003 veröffentlichte die Bloodhound Gang dann ihre erste DVD namens „One Fierce Beer Run“, die Behind-The-Scenes-Material, Kommentare der Bandmitglieder sowie die unzensierte Fassung ihrer Musikvideos enthält.

2005–2006: Hefty Fine

Anfang 2005 zog sich die Bloodhound Gang wieder ins Studio zurück, um ihr neues Album „Hefty Fine“ aufzunehmen, das im September 2005 erschien. Das Album verkaufte sich recht erfolgreich und erreichte Goldstatus, konnte aber nicht an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen. Ende 2005 wurde das Lied „Foxtrot Uniform Charlie Kilo“ als Single ausgekoppelt. Betrachtet man die ersten Buchstaben eines jeden Wortes (Foxtrot Uniform Charlie Kilo) so erhält man das Wort „FUCK“. Die Codierung erfolgte über das Nato-Alphabet.

2006 erschien die zweite Auskopplung aus dem Album „Hefty Fine“, „Uhn Tiss Uhn Tiss Uhn Tiss“, das auch als Werbeträger für die Firma Blaupunkt diente.

Auf der „Hefty Fine Tour 2006“ ist Drummer „Willie the New Guy“ jedoch nicht mehr dabei. Er wurde Im März 2006 in beidseitigem Einvernehmen aus der Band entlassen, eine offizielle Begründung wurde hierzu nicht abgegeben. Auf dieser Tour spielte Adam Perry (The Yin) aus der Band A das Schlagzeug, der kurze Zeit später als offizielles Bandmitglied aufgenommen wurde.

Momentan befindet sich die Bloodhound Gang in Deutschland um dort ihr neues Album aufzunehmen, das innerhalb eines Jahres erscheinen soll. Zurück nach Amerika wollen sie erst, wenn George W. Bush nicht mehr das Land regiert.

Am 17. Juli 2007 wurde die Vorab-Single „Screwing You On The Beach At Night“ veröffentlicht.

Evil Jared gab im Oktober 2008 in seinem Blog bekannt, dass Lüpüs Thünder die Band verlassen hat.Im Frühjahr 2009 wird die Bloodhound Gang, zunächst in Australien, wieder auf Tour gehen.

Auftritte

Viel Aufsehen erregt die Bloodhound Gang durch ihre unkonventionellen Auftritte. Teil der Show war mitunter, dass sich Jimmy Pop auf der Bühne übergab, nachdem er sich zuvor eine Banane in den Hals steckte oder Bassist Evil Jared Hasselhoff ihm auf den Kopf urinierte. In Russland wurde Hasselhoff inhaftiert, da er sich auf der Bühne auszog. Weiterhin aß Hasselhoff auf der Bühne oder auch während eines Interviews mit Niels Ruf Würmer, lebende Insekten und anderes Getier, wie man es auch in dem Clip „The Bad Touch“ zu sehen bekommt. Im September 2005 trat die Band in der Show TV Total auf, wobei Evil Jared Hasselhoff sich auszog und seine Hoden präsentierte, die er vorher mit dem Titel der Sendung bemalt hatte. Die Aktion erwies sich insofern als Erfolg, da sie der Bild-Zeitung sogar eine Titelgeschichte wert war. Auf dem Oktoberfest 2005 führte eine ähnliche Aktion Hasselhoffs zum Rauswurf aus einem Festzelt.

Bildung

Demonstrationen wie diese und andere als unappetitlich empfundenen Gewohnheiten der Band lassen viele Kritiker die Bildung der Musiker anzweifeln. Jimmy Pop zeigte in einem Interview mit Charlotte Roche jedoch, dass er den Unterschied zwischen Chemnitz und „Karl-Marx-Stadt“ kennt. Auch kommt Alis ausgeprägtes Talent für Wortspiele und witzige Reime in den Liedern der Bloodhound Gang zum Ausdruck, und der Text des musikalisch recht extrem arrangierten Songs „Asleep At The Wheel“ ist eine neuzeitliche Adaption der Beatnik-Lyrik und eine Hommage an Jack Kerouac, der namentlich genannt wird.

Verhältnis zu Deutschland

Der große Erfolg in Deutschland ist mitunter ein Grund dafür, dass die Mitglieder der Bloodhound Gang sich mit deutschen Bräuchen angefreundet haben. So sind sie zum Beispiel bekennende Fans der Techno-Gruppe Scooter und trinken unter anderem den Kräuterlikör Jägermeister. Darüber hinaus pflegen sie auch, ihr Vokabular an deutschen Schimpfwörtern zu erweitern. Ihr Lieblingswort ist „Schwul“. Jimmy Pop besitzt ein Deutschlandtrikot mit der Aufschrift „Schwul“ und der Nummer 69. Außerdem wohnt Evil Jared seit dem Jahr 2006 im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg.

DVDs

2003 · One Fierce Beer Run

Quelle:Wikipedia
Hier finden sie Bilder von der Bloodhound Gang.


RED HOT CHILI PEPPERS

RED HOT CHILI PEPPERS

Die Geschichte der Red Hot Chili Peppers begann am 13. Februar 1983, als die Schulfreunde Anthony Kiedis (Gesang), Michael „Flea“ Balzary (Bass), Hillel Slovak (Gitarre) und Jack Irons (Schlagzeug) im „Rhythm-Lounge“-Club in Los Angeles ihren ersten gemeinsamen Auftritt feierten. Die Truppe nannte sich vorerst „Tony Flow and the Miraculously Majestic Masters of Mayhem“. Obwohl sie nur zum Spaß für einen einmaligen Auftritt gegründet wurde (Flea, Hillel Slovak und Jack Irons spielten in einer weit erfolgreicheren Band namens „What Is This“), überraschten sie mit ihrem Song Out In L.A. die Zuschauer durch ihr Zusammenspiel von Rap, Rock, Funk und Punk. Der Clubbesitzer war so beeindruckt, dass die Band für die darauf folgende Woche gebucht wurde. Bei ihrem nächsten Auftritt war der Club bereits voll, da sich Gerüchte über die neue Band in ganz L.A. herumgesprochen hatten. Bald darauf entstand der Name Red Hot Chili Peppers, laut Kiedis Autobiographie „Scar Tissue“ (2004) eine Ableitung eines klassischen amerikanischen Blues- oder Jazz-Bandnamens, in denen oft Elemente wie „Red Hot“ oder „Chili“ aufgetaucht seien (z. B. Jelly Roll Morton´s Red Hot Peppers).

Die neue Band kam rasch weit herum und veröffentlichte im August 1984 ihr Debütalbum The Red Hot Chili Peppers, welches von Andy Gill (Gang of Four) produziert wurde. Slovak und Irons waren bei dieser Produktion nicht mit im Studio, da sie bereits einen anderen Vertrag unterschrieben hatten. Sie wurden zunächst durch Cliff Martinez (Schlagzeug) und Jack Sherman (Gitarre) vertreten.

Nach der mäßigen Zusammenarbeit mit Andy Gill wurde das nächste Album Freaky Styley mit der Funk-Legende George Clinton produziert. Die Chili Peppers nahmen dieses wieder mit Hillel Slovak an der Gitarre auf, am Schlagzeug blieb Cliff Martinez. Bei den Aufnahmen zu Freaky Styley wirkten auch Maceo Parker und Fred Wesley, Bläser der Band von James Brown, mit.

Ihr nächstes Album The Uplift Mofo Party Plan war um einiges erfolgreicher als Freaky Styley. Es handelt sich dabei um das einzige Studioalbum, das in der Originalbesetzung (Kiedis; Slovak; Balzary; Irons) aufgenommen wurde. Es wurde mit dem Produzenten Michael Beinhorn aufgenommen, der auch das Album Mother’s Milk produzierte.

Schon zu dieser Zeit waren sowohl Kiedis als auch Slovak heroinabhängig. Im Juni 1988, kurz nachdem die Band von einer Europatournee zurückgekehrt war, starb Hillel Slovak an einer Überdosis Heroin. Die restlichen drei Bandmitglieder waren schockiert. Jack Irons verließ die Red Hot Chili Peppers mit der Begründung, er wolle nicht an etwas teilnehmen, bei dem seine Freunde sterben. (Er spielte später bei der Band „Pearl Jam“, die mit den Peppers auch Gigs zusammen gespielt haben.) Anthony Kiedis war durch den Tod seines besten Freundes sehr betroffen – hatte er doch einen ähnlichen Lebensstil – und nahm sich eine kurze Auszeit. Er besuchte eine Entzugsklinik und lebte danach fünf Jahre lang drogenabstinent.

Neubeginn und Durchbruch

Kiedis und Flea kamen schließlich zu dem Entschluss, mit ihrer größten Leidenschaft – der Band – weiterzumachen. Als neue Bandmitglieder stießen zunächst der vorherige Funkadelic-Gitarrist Dwayne ‘Blackbyrd’ McKnight und Dead-Kennedys-Schlagzeuger D.H. Peligro dazu. Diese Zusammenstellung der Band harmonierte allerdings nicht, weshalb man sich bald erneut auf die Suche nach Musikern machte. John Frusciante, der zwar erst 18 Jahre alt war, aber als größter Fan Slovaks dessen Gitarrenspiel perfekt nachahmen konnte, übernahm Slovaks Part in der Band. Obwohl die persönliche Chemie erst nicht zu stimmen schien, stieß noch Chad Smith dazu, weil sein Schlagzeugspiel perfekt in das Gefüge passte.

In der neuen Besetzung nahm die Band die Platte Mother’s Milk auf. Diese erreichte in den USA Goldstatus und machte die Peppers mit einem Schlag zu Superstars. Der endgültige Mainstream-Durchbruch gelang schließlich 1991 mit Blood Sugar Sex Magik, das sie mit Produzentenlegende Rick Rubin aufnahmen, dem die Gruppe bis heute treu geblieben ist.

Nach ihrem sehr erfolgreichen Album Blood Sugar Sex Magik stieg John Frusciante während der Tour in Japan am 7. Mai 1992 aus, da er nicht mit einem derart großen kommerziellen Erfolg gerechnet hatte und es vorzog, vor kleinerem Publikum zu spielen. In den folgenden Jahren wurde auch er heroinabhängig und isolierte sich zunehmend von seiner Umwelt. Er veröffentlichte während seiner RHCP-Abstinenz zwei Soloplatten, Niandra LaDes and Usually Just A T-Shirt (1994) und Smile From the Streets You Hold (1997). Die Band fand lange keinen passenden Gitarristen, bis schließlich Dave Navarro (Jane´s Addiction) Anfang September 1993 zu der Band stieß und 1995 One Hot Minute mit ihm aufgenommen wurde, das nicht so erfolgreich wurde wie Blood Suger Sex Magik . Mit seiner Vorliebe für das sogenannte Wah-Wah-Pedal veränderte er den Sound der Gruppe auf dieser Platte. Das Album verkaufte sich jedoch weniger gut als sein Vorgänger. Rückblickend auf diese Phase bezeichnet die Band ihre damalige Arbeit beim Songwriting als wenig zufriedenstellend und nicht zielführend – Navarro hatte eine andere Art, Songs zu schreiben, er mochte keine Jamsessions; außerdem hatte Anthony Kiedis inzwischen wieder angefangen, Heroin zu konsumieren, und auch Navarro nahm Drogen. Somit entstanden mehrere Songs von One Hot Minute auch aus der Feder von Flea, damit das Album überhaupt eine respektable Anzahl an Songs erhielt.

Anfang April 1998 verließ Navarro schließlich die Band, da die restlichen Bandmitglieder wegen seiner Drogensucht nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollten bzw. konnten. Er widmete sich seinem Soloprojekt und ermöglichte der Band einen Neuanfang. Navarro und auch die anderen Peppers hatten erkannt, dass die Band in einer Krise steckte. Zeitgleich konnte sich aber John Frusciante mit Hilfe seiner Freunde Johnny Depp und Flea von seiner Drogensucht befreien. Nach seiner Drogenabhängigkeit berichtete John Frusciante von Stimmen in seinem Kopf (seinen „Geistern“). Diese Stimmen hatten ihm als Kind gesagt, er solle Gitarrist werden. 1992 hätten sie ihm gesagt, er solle die Band verlassen, und schließlich sagten sie ihm, er solle aufhören, Drogen zu nehmen – und wie immer gehorchte er ihnen. Während dessen Abhängigkeit hatte Flea als Einziger der Band noch Kontakt zu John.

Nach einer erfolgreichen Jamsession, zu der Kiedis gezwungen werden musste, stieg Frusciante Ende April 1998 wieder ein. Gemeinsam nahmen sie in Fleas Garage 1999 den Topseller Californiacation auf, der zum kommerziell mit Abstand erfolgreichsten Album der Peppers avancierte. In der darauf folgenden Tour spielten sie u. a. ihren legendären 1999er Woodstock-Gig und in Moskau vor 200.000 Leuten auf dem Roten Platz.

Gegenwart

Mittlerweile haben Anthony, Flea und John ihre Drogenabhängigkeit hinter sich gelassen; sie sind nach eigenen Aussagen, bis auf John, Vegetarier sowie alkohol- und nikotinabstinent.

Nach zwei Jahren Tour durch die gesamte Welt nahmen die vier By the Way auf, das 2002 veröffentlicht wurde. Dieses Album ist weniger funkig, enthält dafür mehr Melodien und Harmoniegesänge von Frusciante und Kiedis.

Im Oktober 2004 erschien die Autobiographie Scar Tissue von Anthony Kiedis (die gleichnamige deutsche Übersetzung ist im Juni 2005 erschienen), in der er offen und ehrlich über seine Erfahrungen in Sachen Drogen, Sex und Musik spricht. Es enthält viele Informationen über die Band, Inspiration und Entstehung bestimmter Songs und Anthonys Weggefährten.

Ende Juli 2004 wurde das Live-Album Live in Hyde Park veröffentlicht, das neben den zwei neuen Songs Leverage of Space und Rolling Sly Stone auch Coverversionen des 1970er-Jahre Hits Brandy von Looking Glass und Black Cross von 45 Grave, sowie eine Drum-Hommage von Chad Smith enthält. Es ist ein Zusammenschnitt von drei Konzerten, die am 19., 20. und 25. Juni 2004 im Londoner Hyde Park stattfanden. Das Live-Album ist als nachträgliches Dankeschön für die Konzertbesucher der Juni2004-Tour erschienen, welches die größte Tour der Peppers war. Neben den Konzerten im Londoner Hyde Park gaben sie u. a. Konzerte bei Rock am Ring & Rock im Park, beim Aerodrome in Wiener Neustadt, im Pariser Prinzenparkstadion und in der Amsterdam ArenA. Neben den beiden auf dem Live-Album erschienenen neuen Songs hatten sie bei dieser Tour außerdem das neue Lied Mini-Epic präsentiert, das in Fankreisen auch unter dem Namen Kill For Your Country bekannt ist.

Ihr neuntes Studio-Album Stadium Arcadium ist am 5. Mai 2006 als Doppel-Album erschienen, mit den jeweiligen Untertiteln für die beiden CDs: Jupiter und Mars. Neben den im Jahr 2005 live neu präsentierten Liedern 21st Century, Readymade und Tell Me Baby und dem im Herbst 2004 live gespielten Desecration Smile enthält dieses Album 20 weitere Tracks wie She’s Only 18, Charlie, Especially In Michigan, Snow ((Hey Oh)), Hard To Concentrate, Animal Bar, Wet Sand und Stadium Arcadium. Die erste Single war Dani California, veröffentlicht am 28. April. Vom 3. April an war das neue Lied vorab im Radio zu hören. Am 24. April 2006 spielte die Band einen Geheimauftritt im Hamburger „Zelt der fliegenden Bauten“ vor etwa 500 geladenen Gästen und stellte das neue Album vor, welches direkt nach der Veröffentlichung am 5. Mai 2006 auf Platz 1 der Charts einstieg.

Am 1. September 2006 erhielten sie den MTV Video Music Award 2006 für ihr Lied Dani California in der Kategorie Best Art Direction in a Video.

Am 2. November 2006 wurde ihr Album Stadium Arcadium auf den MTV Europe Music Awards mit dem Preis für das beste Album des vergangenen Jahres ausgezeichnet.

Bei den Grammy Awards 2007 am 11. Februar erhielten die Peppers folgende Auszeichnungen:

  • Best Rock Performance By A Duo Or Group With Vocal (Dani California)
  • Best Rock Album (Stadium Arcadium)
  • Best Rock Song (Dani California)
  • Best Boxed Or Special Limited Edition Package (Stadium Arcadium)

Die Red Hot Chili Peppers spielten auf der Intercalactic Tour, welche von April 2006 bis August 2007 dauerte, 151 Konzerte und Festivals in über 20 Ländern. Sie spielten u. a. auf dem Roskilde-Festival in Dänemark, dem PinkPop-Festival in den Niederlanden, dem Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien, dem Fuji Rock Festival in Japan, im Hallenstadion Zürich in der Schweiz und auf dem Live-Earth-Konzert im Juli im Londoner Wembley-Stadion.

Das Lied Snow ((Hey Oh)) wurde als Themensong der WWE-Veranstaltung Wrestlemania XXIV erklärt.

Am 13. Februar 2008 feierten die Red Hot Chili Peppers ihr 25-jähriges Bandjubiläum.

Im Mai 2008 sagte Anthony Kiedis in einem Interview mit dem Rolling Stone, dass sie sich bei Tourende eine Bandpause von „Minimum einem Jahr“ vorgenommen hatten.  Am 16. September veröffentlicht George Clinton sein Album GEORGE CLINTON AND HIS GANGSTERS OF LOVE, auf dem RHCP einen Song featuren: „Let The Good Times Roll“

Red Hot Chili Peppers unterstützen die Sea Shepherd Conservation Society mit Geldspenden für die Lebewesen in den Meeren der Welt.
Hier finden sie Bilder von den Red Hot Chili Peppers.

Sony Ericsson k750i

Modell Sony Ericsson K750i
Produkt Sony Ericsson K750i
Preisempfehlung des Herstellers 379 €
Markteinführung Q2 2005
Betriebssystem Proprietäres OS
Testgerät gebrandet nein
Netzstandards GSM 900, 1.800, 1.900 MHz
Gewicht 102 g
Größe (mit Antenne) 100 x 47 x 21 mm
SAR-Wert* 0,66 Watt/kg
Antennen-Anschluss separate Buchse
Akku-Typ Lithium-Polymer
Max. Stand-by-Zeit laut Hersteller 16 Tage, 16 Stunden
Max. Sprechzeit laut Hersteller 9 Stunden
Sprechzeit (Messung bei 33dBm)** 3 Stunden, 42 Minuten
Display 28.5 x 35 mm; 176 x 220 Pixel, 262.144 Farben, transflektiv
Austauschbare Oberschale nein
Lieferumfang (über Standard) Headset, Sync-Software, Datenkabel (USB)
Besonderheiten AutoFocus, Java-3D-Engine
Multimedia-Funktionen Sony Ericsson K750i
Speicher 94 MByte, erweiterbar mit Memory Stick Duo, 64 MByte im Lieferumfang
Digicam integriert, 1632 x 1224 Pixel (2 Megapixel), LED-Licht
Camcorder ja, Videolänge dynamisch, 176 x 144 Pixel (QCIF)
Video-Player gespeicherte Videos und Streaming Video
Video-Telefonate nein
Music Player Music Player (MP3, WAV, AAC, AMR), UKW-Radio
MMS Mehrseitig (Diashow), Foto (senden + empf.), Sprachnachricht (senden + empf.), Video (senden + empf.), Empfang max: 300 KByte, Versand max: 300 KByte
Telefon- und Organizer-Funktionen Sony Ericsson K750i
Adressbuch 500 Einträge
Sprachwahl ja
Sprachsteuerung nein
Freisprecheinrichtung ja
Profile 7
Individuelle Rufsignalisierung für einzelne Nummern
Eingabehilfe T9, Wörterbuch erweiterbar
SMS-Speicher dynamisch
Rufsignale: Realtones / Aufnehmen ja (MP3, WAV, AAC, AMR)/ja
Vibrationsalarm ja
Wecker ja
Organizer-Funktionen Terminverwaltung, Kalenderansicht, Taschenrechner, Sync mit Computer-PIM
Spiele 3, Spiele-Download
Java MIDP 2.0, dynamischer Speicher
Datenfunktionen Sony Ericsson K750i
Schnittstellen Bluetooth, Infrarot, USB
HSCSD (max. downstream/upstream) ja (28,8/14,4 kbit/s)
GPRS (max. downstream/upstream) ja (53,6/13,4 kbit/s oder 40,2/26,8 kbit/s)
UMTS (max. empfangen/senden) nein
WAP-Broser WAP 2.0, xHTML
E-Mail-Client ja
Push E-Mail nein

  • Die Spezifische Absorptions-Rate (SAR) ist ein Maß für die Leistung, die ein Handy beim Telefonieren in den menschlichen Kopf einstrahlt. Der in Europa gültige Grenzwert liegt bei 2 Watt pro Kilogramm. Der Maximalwert für die Vergabe des Blauen Engels liegt bei 0,6 W/kg.
  • * Gemessen bei maximaler Sendeleistung (33 dBm)

Mit dem K750i knüpft Sony Ericsson an das T610 an, das vor etwa zwei Jahren zum Verkaufsschlager avancierte. Während die T610-Nachfolger T630 und K700i schlappe Updates darstellten, zieht das K750i der Konkurrenz wieder mit einer beeindruckenden Ausstattung davon.

Zwei-Megapixel-Kamera, Musik-Player und knapp 100 MByte Speicher: Das klingt nicht schlecht und macht sich im Test noch besser als erwartet. Gute Multimedia-Funktionen machen aber noch kein gutes Handy aus. Was das K750i noch auf Platz eins führt, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Sony Ericsson: Entwicklung zur Kultmarke

Die Eigenschaften eines Multifunktionshandys sprechen überwiegend junge und Entertainment- und Technik-begeisterte Zielgruppen an. So richtet Sony Ericsson das Design und die Werbung für ihre Produkte genau nach dieser jungen Käufergruppe aus. Sony Ericsson Handys wirken jugendlich und stylisch. Das kommt gut an bei der breiten Masse und hat zu einem regelrechten Handyboom der Marke geführt.

Angefangen hat der rasante Aufstieg vor gut einem Jahr. Mit der Markteinführung des K750i ist den Asiaten ein Quantensprung gelungen. Digitalkamera, MP3-Player und Handy in einem sowie ein schickes Design machten das K750i zum Branchen-Primus. Der ungeahnte Erfolg des Handys führte sogar zu längeren Wartezeiten bei der Bestellung des neuen Handys. Das Sony Ericsson war schlicht und einfach vergriffen.

Heute, Anfang März 2006 besitzt das K750i bereits Kultstatus und erzielt immer noch hohe Verkaufspreise von circa 300 bis 400 Euro. Auch wenn der Nachfolger, das K800i, bereits in den Startlöchern steht (offizielle Vorstellung auf der CeBit 2006), gibt es genügend Gründe den Klassiker auf die alten Tage entsprechend zu würdigen. Ein ganzes Jahr lang war das Handy ein stetiger Begleiter. Ob in der Hosentasche oder Jacke, seinen Platz hat es immer gefunden. Neben Nokia und Motorola hat sich Sony Ericsson mit über 50 Millionen verkauften Handys zu einem der Global Player in der Handy-Sparte entwickelt. Und dies nicht ohne Grund. Sony Ericsson versteht es Design und neueste Technik auf höchstem Niveau miteinander verschmelzen zu lassen. Vor allem die Verbindung von Handy zu Digitalkamera, MP3-Player und UMTS-Funktion ist den Japanern außerordentlich gut gelungen.

Es ist der Klassiker unter den Fotohandys – Das Sony Ericsson K750i ist auch gut ein Jahr nach Markteinführung immer noch ein Dauerbrenner. Das Multifunktionshandy mit integrierter Zwei-Megapixel-Digitalkamera ist der ideale Wegbegleiter für Entertainment-Freunde. Im netzwelt-Testbericht erfahren Sie, ob sich das Handy in unserer einjährigen Testphase bewährt hat.

HIERfinden sie Bilder…

iPod Shuffle

Apple iPod Shuffle 3G

Apple stellt mit dem neuen iPod shuffle den wohl kleinsten MP3-Player der Welt vor – er ist nur halb so groß wie sein schon recht minimalistischer Vorgänger. Shuffles haben kein Display – die Nutzer wussten deshalb nie, wie das Stück, das sie gerade hörten, eigentlich heißt. Damit macht Apple jetzt Schluss: Der neue shuffle spricht mit Ihnen und gibt Auskunft über Titel und Interpret des aktuellen Lieds, welche Wiedergabeliste Sie gerade durchhören und wie voll der Akku noch ist. In der Praxis ist die männliche Stimme zwar durchaus verständlich, allerdings verströmt sie den Charme einer automatisierten Telefon-Hotline. Wie sich’s anhört, davon können Sie sich in unserem neuesten Toys for Boys-Video in der Playboy Edition einen Eindruck verschaffen.

Die erschütterungsunempfindliche Elektronik des Minis schützt ein nur acht Millimeter hohes, hübsches Aluminiumgehäuse. Nicht nur seine Größe ist mini, auch sein Gewicht: 10 Gramm – einen leichteren MP3-Player kennen wir nicht. Der im Vergleich zu anderen Playern bereits sehr kleine „alte“ iPod shuffle wog 15 Gramm und war deutlich voluminöser. Den neuen shuffle bekommen Sie ausschließlich mit 4 GByte Speicher – das sollte für den Musik-Alltag reichen.

Praxis: Neues Bedienungskonzept

Der Player hat keinerlei Bedientasten, die Steuerung erfolgt über eine kleine Fernbedienung direkt unter dem rechten Kopfhörer. Sie verfügt über drei Tasten: zwei für die Lautstärke und eine für alle weiteren Funktionen: Einmal gedrückt, pausiert der Player das Abspielen des aktuellen Titels beziehungsweise fährt mit der Wiedergabe fort. Zweimal schnell hintereinander gedrückt, wechselt der shuffle zum nächsten Lied, bei Dreifachdruck zum vorherigen Titel. Aus diesem Grund ist es (bis jetzt) nicht möglich, andere Kopfhörer ohne Steuerung zu nutzen. Dabei wäre das durchaus wünschenswert, denn die mitgelieferten Ohrhörer klingen ziemlich blechern.

Ausstattung: Minimalismus pur

Apple beschränkt sich auf das Nötigste: Standen bei den Vorgängermodellen noch ein Kopfhörerausgang und eine USB-Buchse zur Verfügung, besitzt der neue shuffle nur noch eine Kopfhörer-Klinkenbuchse. Über sie wird der Player auch geladen und mit Daten befüllt. Mit dem PC verbinden Sie ihn mit einem speziellen USB-Kabel, das in den Kopfhörereingang gesteckt wird. Das Überspielen von neuen Liedern funktioniert nur mit der iTunes-Software. Die liegt dem iPod shuffle aber nicht bei, sondern Sie müssen sie erst aus dem Internet laden.

Der Display-Verzicht macht die ultrakompakte Bauform erst möglich. Am Gerät finden Sie noch eine Taste zur Kontrolle des Wiedergabemodus (zufällig oder geordnet) und eine LED, die anhand ihrer Farbe Auskunft über den Akkustand gibt. Ein UKW-Radio oder eine Diktierfunktion besitzt der neue shuffle nicht.

Klang und Laufzeit: Nur Mittelfeld

Keine Fortschritte bietet die neue Generation bei der Audioqualität: Signalrauschabstand und Klirrfaktor sind mit 82,2 dB beziehungsweise 0,194 % nur befriedigend. Dafür betrug die von uns gemessene Akkulaufzeit rund zwölf Stunden – zwei Stunden mehr, als von Apple angegeben. Ein beachtlicher Wert für ein Gerät dieser Größe.

Fazit

Der winzige iPod shuffle ist ein reinrassiger Musikplayer ohne viel Ausstattung, aber mit jeder Menge Style. Die Idee mit der Sprachunterstützung ist zwar nicht ganz so gut gelöst, wie von Apple versprochen, aber insgesamt doch ein klarer Vorteil gegenüber dem alten shuffle. Wenn Sie einen wirklich kleinen MP3-Player suchen und dabei auf ein Display verzichten können, ist der neue iPod shuffle eine gute Wahl.

Quelle: www.chip.de

Hier finden sie Bilder zum neuenApple iPod Shuffle 3G

Hier finden sie Videos zum neuenApple iPod Shuffle 3G


Mein Lebenslauf

PERSÖNLICHE DATEN

Name: Kuenzel
Vorname: John
Wohnort: 48565 Steinfurt
Geburtstag: 22.04.1993
Geburtsort: 48565 Steinfurt
Staatsangehörigkeit: Deutsch
Familienstand: Ledig

BERUFLICHER WERDEGANG

-vom 17.03.2009 bis zum 03.04.2009 Praktikum in der Firma Shopware AG in Schöppingen.

 
   

SCHULISCHER WERDEGANG

1999-2003 Grundschule Graf Ludwig Schule
2004-2010 Realschule Burgsteinfurt -vorraussichtliches Ende 2010
   

Schöppingen, den 31.03.2009

John Kuenzel

Apple iPod Touch

Apple iPod Touch

iPod Touch nennt Apple das jüngste Kind der iPod-Famile. Er ist ein echter Hingucker, aber ganz und gar nicht günstig! Ist auch die Klang- und Bildqualität so hoch wie der Preis? Hier erfahren Sie alle Details zum neuen Flash-MP3-Player von Apple.

Kurzbeschreibung

iPod Touch nennt Apple das neue Top-Modell ihrer Flash-MP3-Player. Schaut man genauer hin, ist er nicht viel weniger als ein iPhone bei dem man schlicht das Telefon und die Kamera weggelassen hat. Dafür gibt es aber ein Modell mit 16 GB Speicher – doppelt soviel wie beim iPhone. Ansonsten findet man praktisch nur noch Gemeinsamkeiten: Der iPod Touch ist mit dem gleichen berührungsempfindlichen 3,5-Zoll-Multitouch-Display ausgestattet (320 x 480 Pixel) und verfügt über ähnliche Abmessungen, ist mit acht Millimetern Dicke sogar etwas dünner als das iPhone.

Surfen per WLAN: Auch drahtloses Internet ist mit an Bord. Per WiFi-Verbindung (das Apple beim iPhone und beim iPod Touch nun nicht mehr „Airport“ nennt) klinkt man sich ins Internet ein. Als Internet-Browser kommt Safari zum Einsatz. Damit ist die größte Hürde für mobiles Surfen per WLAN genommen, denn die meisten mobilen Internet-Geräte scheiterten bislang an der schlichten Tatsache, dass man eine Webseite aufrufen und ein Passwort eingeben muss, um eine WiFi-Verbindung via Hotspot aufzubauen. Mit Safari im iPod Touch ist das nun kein Problem mehr. Quasi nebenbei wird der iPod damit zu einer echten mobilen Internet-Maschine.

Software wie beim iPhone: Die Software-Ausstattung des iPod Touch ist kaum geringer als beim iPhone. Neben Musik hören kann man auch Fotos und Videos anschauen – auch direkt über YouTube. Dreht man den iPod Touch waagerechte, wird auch das Bild gedreht und auf die gesamte Bildschirmgröße vergrößert. A propos Videos: Im Gegensatz zum iPhone hat der iPod Touch (wie auch der Nano und der Classic) einen Videoausgang, mit dem man ihn an einen Fernseher anschließen und Fotos und Filme bequem vom Sofa aus genießen kann. Das dazu nötige Apple iPod AV-Kabel kostet 20 Euro.

Unterwegs im iTunes Music Store einkaufen: Der Kalender ist dabei, ebenso wie die Adressverwaltung, die Uhr und der Taschenrechner. Der Clou ist aber der neue mobile iTunes WiFi Music Store über den man drahtlos wie in iTunes auf dem Mac oder PC nach Musik suchen und Songs sofort kaufen und herunterladen kann. Diese neue Applikation wird Apple in Kürze auch beim iPhone per Softwareupdate nachrüsten. Es fehlen allerdings der eMail-Client, Google Maps und einige andere Internet-Applikationen, die Apple beim iPhone mitliefert. Allerdings: man kann davon ausgehen, dass die iPhone-Anwendungen auch auf dem iPod Touch laufen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann Apple die Funktionen auch für den iPod Touch anbietet oder eben Hacker die fehlenden Programme vom iPhone auf den iPod Touch übertragen werden.

Laut Apple soll der iPod Touch in den nächsten Tagen ausgeliefert werden. Die 8-Gigabyte-Version kostet in Deutschland 300 Euro, die 16-Gigabyte-Variante liegt bei 400 Euro.

Handhabung: Den iPod Touch bedient man meist mit zwei Händen – die eine hält ihn fest, während das Touchscreen mit ein oder zwei Fingern gesteuert wird. Die Touchscreen-Funktion funktionierte stets reibungslos und intuitiv. Der Knopf am unteren Bildrand ist zum Verlassen eines Funktionsbereichs da – dieses Vorgehen bricht etwas mit dem restlichen Bedienkonzept. Ein Taster an der Geräteoberseite schickt den Player in den Schlafmodus.
Das Display lässt sich von der Helligkeit her anpassen. Es stellt Bilder, Videos und Menüs sehr brillant dar. Das Surfen im Internet ist aufgrund der die vergleichsweise geringen Displayauflösung und der nicht vorhandenen Tastatur etwas umständlich.
Lieder, Videos, Kontakte und Fotos werden per iTunes übertragen. Wie beim iPhone ist es auch beim iPod Touch nicht möglich, den Flash-Speicher als Drag&Drop-Datencontainer zu verwenden. Das ist ein echter Nachteil gegenüber Konkurrenzprodukten.

Ausstattung: Videos und Bilder und werden automatisch ins Hoch- oder Querformat skaliert, wenn man den iPod Touch in die Waagerechte oder in die Senkrechte dreht. Als Extras sind neben WLAN und dem Safari-Browser noch die Funktionen YouTube, der iTunes Music Store, Kalender, Kontakte, Uhr und Rechner integriert.
Der Akku zur Stromversorgung ist fest integriert. Ein Netzteil gibt es gegen Aufpreis. Die Akkulaufzeit im MP3-Player-Betrieb betrug im Test gut 22 Stunden. Im Lieferumfang sind Ohrhörer, USB-Kabel, Dock-Adapter, Reinigungstuch, Halterung und eine Kurzanleitung enthalten.

Audioqualität und Klang: Die mitgelieferten weißen Standard-Ohrhörer von Apple sind nicht übel, jeder andere Markenohrhörer ab rund 20 Euro klingt jedoch deutlich besser – Musikliebhaber sollten ihren Ohren mal etwas gönnen und einfach mal einen Vergleich wagen. Das Audiomesssystem des Testlabors zeigte im Line-Modus kaum Auffälligkeiten bei dem Klirrfaktor (0,009 Prozent) und beim Frequenzgang (knapp unter 1 dB). Unter Last, also in Verbindung mit einem Ohrhörer knickte der Frequenzgang unter 100 Hz nach unten hin ab: Die um 7 dB verminderte Basswiedergabe ist sogar hörbar.

Fazit, Ergebnisse und technische Daten:

Fazit: Auch wenn der iPod Touch im Labor kleine Mängel zugeben musste, ist er ein angenehmer Zeitgenosse und Begleiter für Foto-, Video- und Musikliebhaber.

MP3-Player (Flash)
Apple iPod Touch 8 GB
Preis-Leistungs-Wertung
60
Anbieter
Apple
Weblink
Preis
rund 300 Euro
Hotline
01805/009433
Garantie
12 Monate
BEWERTUNG (0-100 Punkte)
Handhabung (20%)
66
Ausstattung (20%)
54
Klang (15%)
95
Audioqualität (10%)
28
Service (10%)
92
Preis (20%)
40
Gesamtergebnis
60
PC-WELT-TESTERGEBNISSE
THD+N (%)
0,01
Frequenzgang R 20 Hz (dB)
0,99
Frequenzgang R 20 kHz (dB)
0,91
Frequenzgang L 20 Hz (dB)
0,91
Frequenzgang L 20 kHz (dB)
0,05
Laufzeit
22:00 Stunden
Datentransferrate
4,7 MB/s
Preis/MB
0.037 Euro
DIE TECHNISCHEN DATEN
Kapazität
8192 MB
Speicher erweiterbar
nein
Gewicht
120 g
Abmessungen (LxBxH)
110 x 62 x 8 mm
Schnittstelle
USB 2.0 Hi-Speed
Stromversorgung
fest integrierter Akku
Netzteil
nein
Dockingstation
nein
Fernbedienung
nein
Radio
nein
Diktiergerät
nein
Line-in-Aufnahme
nein
Bildanzeige (Diashow)
ja
Videoplayer
ja
Lieferumfang:
Ohrhörer, USB-Kabel, Staubtuch, USB-Kabel, Halterung, Anleitung
Display
Art
Breitformat-Multitouch-Display
Bilddiagonale
3,5 Zoll
Auflösung
480 x 320 Pixel
Kompatibilität
unterstützte Audio-Formate (Wiedergabe)
AAC (16 bis 320 KBit/Sek.), Protected AAC (aus dem iTunes Store), MP3 (16 bis 320 KBit/Sek.), MP3 VBR, Audible (Format 2, 3 und 4), Apple Lossless, AIFF und WAV
unterstützte Audio-Formate (Aufnahme)
-
unterstützte Bildformate (Wiedergabe)
JPG, GIF und andere
unterstützte Video-Formate (Wiedergabe)
H.264 Video, bis zu 1,5 MBit/Sek., 640 x 480 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, Low-Complexity Version des H.264 Baseline Profile mit AAC-LC Audio bis zu 160 KBit/Sek., 48 kHz, Stereo-Audio in den Formaten .m4v, .mp4 und .mov; H.264 Video, bis zu 2,5 MBit/Sek., 640 x 480 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, Baseline Profile bis zu Level 3.0 mit AAC-LC Audio bis zu 160 KBit/Sek., 48 kHz, Stereo-Audio in den Formaten .m4v, .mp4 und .mov; MPEG-4 Video, bis zu 2,5 MBit/Sek., 640 x 480 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, Simple Profile mit AAC-LC Audio bis zu 160 KBit/Sek., 48 kHz, Stereo-Audio in den Formaten .m4v, .mp4 und .mov
Quelle: www.pcwelt.de

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